Polizei

Polizeigewalt

Polizisten, die sich nicht im Griff haben und etwa gegen Demonstranten „mit unangebrachter Härte“ vorgehen, stehen oft im Rampenlicht der Medien. Weniger beachtet hingegen ist die Gewalt, mit der sich Polizeibeamte tagtäglich konfrontiert sehen. Vier Beamte aus dem Freiburger Polizeirevier Nord erzählen …

Fudder, Neuigkeiten aus Freiburg, berichtete über Probleme, die Polizeibeamte im – von Kreuzberg aus betrachtet – friedlichen Südwestdeutschland haben. Offenbar gärt es auch dort unter der Oberfläche.

Ob die Gewalt gegen Polizeibeamte in einer Wechselbeziehung steht zur Gewalt durch Polizeibeamte? In beide Richtungen?

Danke an den Freiburger Kollegen Lars Ritterhoff für den Link.

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Gute Beziehungen zwischen Angels und LKA

Fünf Polizisten sollen Geheimnisse an die Hells Angels verraten und mit Betäubungsmitteln gehandelt haben, berichtet die Frankfurter Rundschau:

Zu den Festgenommenen zählte ein 50 Jahre alter Kriminalhauptkommissar des Landeskriminalamts. Er wird beschuldigt, den Rockern gegen Geld Ermittlungsinformationen weitergegeben zu haben. Eine 33-jährige Polizistin und ein 36-jähriger Kollege, beide aus Frankfurt, sollen ebenfalls Geheimnisse verraten und zudem Kokain gekauft haben. Eine 34 Jahre alte Frankfurter Oberkommissarin steht unter Verdacht, nicht nur Kokain erworben, sondern es auch an einen Kollegen weiterverkauft zu haben.

Jetzt, da die Beziehungen zwischen den Bandidos und den Angels in ruhigere Fahrwasser angekommen sind, hat man offenbar wieder Kapazitäten frei, an anderer Stelle Ermittlungen zu führen. Was am Ende dabei herauskommt, steht dann auf einem anderen Blatt.

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Superbullen mit Mäusen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will die Bundespolizei mit dem Bundeskriminalamt (BKA) zu einer „Polizei des Bundes“ zusammenlegen.

schreibt Wolf Schmidt in der taz unter der Überschrift „Deutschland plant die Superpolizei“.

Und was machen die Super-Bundes-Polizeibeamten demnächst?

„Der Polizist der Zukunft wird der mit der PC-Maus in der Hand sein“.

wird ein Stellwerker des neuen Beamtenverschiebebahnhofs zitiert.

Na, denn.

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Freiwillige Minderjährige

Es ging um ein typisches Delikt unter Jugendlichen. Die Polizei ermittelt die Täter. Alle so um die 16 Jahre alt. Der Geschädigte erkennt die Täter wieder, die Tat ist bereits nach einer Stunde vollständig aufgeklärt, kein materieller Schaden entstanden. Keine Fragen mehr offen, was den Tathergang und die Beteiligungen angeht. Alles offensichtlich, nachweisbar, bombensicher, zweifelsfrei.

Und was macht die Polizei? Spurensicherung!

Der 16-jährige Beschuldigte gibt „freiwillig“ eine DNA-Probe ab! Ich glaub’s nicht … Diese DNA-Probe dümpelt jetzt die nächsten hundert Jahre in den Polizeicomputern, nur weil sich ein paar Kinder miteinander geprügelt haben.

Vielleicht sollten die Geburtskliniken und Hebammen dazu angehalten werden, gleich nach der Geburt eine ED-Behandlung des Neugeborenen durchzuführen …

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Unordentlicher Zustand bemerkbar

Aus einem Durchsuchungsbericht der Bundespolizeidirektion:

Vermerk zur Wohnung H**straße 4

1. Ordnungszustand
Persönlicher Eindruck:

Beim Betreten der Wohnung H**straße 4 befand sich die diese in einem unordentlichen Zustand. Dies machte sich dadurch bemerkbar, dass auf den Fußböden der Kinderzimmer getragene Bekleidungsteile zusammengeknüllt lagen. Auf den Ablagen / Tischen standen Teller mit angetrocknetem Mittagessen von Vortagen. Auf den Fußböden lagen leere Getränkeflaschen. Insgesamt entstand der Eindruck einer ungepflegten Wohnung.

Eine gewisse Grundordnung konnte in dieser Wohnung nicht erkannt werden. Schriftstücke und Behördenschreiben bzw. Mahnbriefe lagen im Bettkasten der ältesten Tochter, im Küchenschrank und als lose Blattsammlung im Wohnzimmerschrank vermischt mit wichtigen Personaldokumenten.

Die Suche nach Beweismitteln gestaltete sich in der Wohnung aus vorgenannten Gründen schwierig.

Zudem waren drei der Kinder in der Wohnung anwesend. Weiterhin befand sich ein ungefährlicher ca. 30 cm hoher Mischlingshund der Mieterin in der Wohnung.

Der allgemeine Ordnungszustand der Wohnung wurde von den, als Zeugen hinzugezogenen, Vetretern des Ordnungsamtes in Augenschein genommen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes wurde daraufhin befragt. Sie gaben an, den unordentlichen Zustand, auch in den Schränken, wahrgenommen zu haben. Bei Erforderlichkeit könnten beide dazu ebenfalls als Zeugen gehört werden.

2. Ablauf:

Die Durchsuchung wurde im Uhrzeigersinn durchgeführt (s.Skizze). …

Es ging um Diebstahl von ein paar Kilo Buntmetall. Insgesamt gibt es fünf weitere Beschuldigte, die nun alle genauestens Bescheid wissen, wie es in der H**Srtaße 4 aussieht.

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Die Polizei digitalisieren

Genauso wie es immer noch Rechtsanwälte gibt, die mit Schreibmaschine, Kohle- und „Butterbrotspapier“ arbeiten, gibt es noch Polizeibehörden, die die Überwachung der Bürger auf VHS-Kassetten speichern.

Da unsere Kanzlei eben keine Videothek ist, müssen wir die Bänder digitalisieren. Unser alter Pinnacle-Konverter lief aber nicht mehr unter Win 7/64 auf dem neuen Rechner, deswegen mußte was Neues her:

Die Kritik des Video-Freaks redmonk78

… der Ton klingt beim digitalisieren dumpfer, als wenn ich die externe Quelle direkt an meine Soundkarte anschließe …

mag berechtigt sein, aber wir hören in der Kanzlei keine Klassik-Konzerte über den PC-Lautsprecher. Und für die Zwiegespräche der Funkwagenbesatzung während einer Verfolgungsfahrt reicht es allemal.

Danke an Gisbert Stückgen für die Auswahl und Installation.

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Kennzeichenpflicht für Berliner Polizisten

Ab 1. Januar 2011 wird es für Berliner Polizisten eine Kennzeichnungspflicht geben. Sie können zwischen einem Namens- und Nummernschild frei wählen. Damit ist Berlin das erste Bundesland, in dem die Beamten erkennbar sind, wenn sie auf die Berliner aufpassen.

Was meint der geneigte Blogleser?

Kennzeichen P


     

 

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Verrat zugunsten der Angels

Ein Polizist soll den Rockerclub Hells Angels vor bevorstehenden Razzien gewarnt haben, liest man heute morgen in den Berliner Zeitungen.

Ausgerechnet an die berüchtigten Hells Angels Turkey soll der Mann mit türkischen Wurzeln regelmäßig bevorstehende Polizeiaktionen verraten haben. Der Beschuldigte ist noch nicht lange im Dienst und hat auch nicht in der Spezialeinheit zu Rockerkriminalität gearbeitet. Zugang zu den sensiblen Informationen hat er sich vermutlich über den Zentralcomputer verschafft.

berichtet der Tagesspiegel.

Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Perspektive in Bezug auf den Verrat ändert. Den Verräter aus den „gegnerischen“ Reihen hofiert man; das U-Boot in der eigenen Truppe wird versenkt.

Danke an die Donnerkatze für den Hinweis.

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Die Homepage in der Ermittlungsakte

Der Mandant hatte das zweifelhafte Vergnügen, sich auf einer Polizeiwache den Fragen der Ermittler stellen zu müssen. Er konnte auf eine frühere Erfahrung zurückgreifen und wußte daher, daß es besser war, nur die Fragen nach seiner Person zu beantworten und ansonsten keine Angaben zur Sache zu machen.

Und er teilte dem Beamten mit, daß er schon einen Verteidiger habe. Allerdings hatte er nur dessen Nachnamen und den Kanzleisitz „Berlin“ in Erinnerung. Der Polizist machte Nägel mit Köpfen, setzte sich an seinen Computer, googlete ein wenig und wurde fündig.

Hier nun das Resultat der Recherche – der klassische Ausdruck des Internets:

So sieht unsere Website in einer Ermittlungsakte aus.

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Vermummung

Pudel

Namensschilder für Polizeibeamte?


     

 

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