Kennzeichenpflicht für Berliner Polizisten

Ab 1. Januar 2011 wird es für Berliner Polizisten eine Kennzeichnungspflicht geben. Sie können zwischen einem Namens- und Nummernschild frei wählen. Damit ist Berlin das erste Bundesland, in dem die Beamten erkennbar sind, wenn sie auf die Berliner aufpassen.

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Dieser Beitrag wurde unter Polizei veröffentlicht.

13 Antworten auf Kennzeichenpflicht für Berliner Polizisten

  1. 1
    Ö-Buff says:

    Ich begrüße die Kennzeichnungspflicht außerordentlich, allerdings sehe ich das doch etwas zwiespältig: Denn ich kann die Ängste der Beamten auch irgendwie verstehen.
    Mal abgesehen davon, dass das ein Verwaltungsmonster wäre: Zumindest für Demos, wo es in letzter Zeit am häufigsten zu Übergriffen seitens der Polizei gekommen zu sein scheint, könnte man je Einsatz wechselnde Nummern vergeben.

  2. 2
    egal says:

    Jeder Beamte wird aufm Gericht mit vollem Namen offenbart, passieren wird dadurch ja auch nichts.

    Ich denke, die Polizeigewerkschaft(en) übertreiben hier maßlos. Niemand kann etwas gegen eine spezielle Nummer-Kennzeichnung haben. Sicherlich wird es so auch öfter Ermittlungen gegen Beamte gehen, oftmals auch falsche, weil sich an die Nummer nicht richtig erinnert wird, usw.

    Aber die Tendenz, in der dieser Vorschlag geht, nämlich dass man sich nicht hinter der Anonymität der Uniform verstecken muss und auch voll verantwortlich somit wird bei dienstlichen Übertretungen, ist doch sehr zu begrüßen.

    Die Polizeigewerkschaft schadet sich doch mehr mit dem Sturen dagegenlenken. Wie heißts doch immer: „Wer nichts zu verbergen hat …“

    Zu den Demonstrationen im Speziellen: Da sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht noch mehr gefilmt werde sollte von unabhängigen Vertrauensmänner, sobald es um „heiße“ politische Demonstrationen geht. Die Beispiele in der Vergangenheit haben gezeigt, dass der Videobeweis sehr wichtig war und wohl in Zukunft doch einige schwarze Schafe in den Reihen der Polizei abschrecken wird.

  3. 3
    Petra P says:

    Ich finde die Kennzeichnung dann gut, wenn auch Demonstranten Namensschilder tragen müssen.- Dann könnte man die potenziellen Mörder (Steinewerfer auf Demos, Einbrecher, die mit Messern auf Polizisten einstechen, Türken/Araber die weibliche Beamten „Huren“ und männliche Beamte „Hurensöhne“ nennen, besser identifizieren.

    0 Problem, wenn also der kriminelle Abschaum ebenfalls Namensschidler trägt. Ansonsten gibt es keinen Grund Menschen, die für unsere Sicherheit da sind, mit Namensschildern dem kriminellen Mob auszusetzen,

  4. 4
    Kampfschmuser says:

    Endlich werden die Horden von schwarzen Schlägern nummeriert.

  5. 5
    Andi says:

    Polizisten werden sich nun sehr genau überlegen, ob sie mit der nötigen Entschiedenheit gegen Berufskriminelle vorgehen.

    Für den Normalbürger bedeutet das: Weniger Schutz.

    Vielen Dank, Herr Körting.

  6. 6
    Knilch says:

    Hat man das (in Berlin) seinerzeit nicht schon mit der EB versucht? M.E. war die EB mit Nummern gekennzeichnet. Gebracht hat es auch nix, oder?

    Und die Rennleitung mit Namen oder Nummern zu bestücken, bringt auch nix.
    Ganz neutral.

  7. 7
    Kerstin says:

    Ich plädiere dafür, dass auch jeder Demonstrant sowie auch jeder Bürger seinen Namen an der Kleidung trägt. So ist er bei möglichen Straftaten auch jederzeit zu identifizieren….

  8. 8
    le D says:

    Gute Sache das. Kommt nur ~40 Jahre zu spät.

  9. 9
    Santa says:

    @ #5 (Andi):
    Das hätten sich Polizisten überlegen müssen, _bevor_ sie sich überlegt haben, Beamte zu werden, denn das ist deren Grundpflicht als Beamte.
    Insofern:
    nichts verstanden, setzen, sechs!

  10. 10
    klabauter says:

    Bei maskiertem Auftreten (das entgegen landläufigen Meinungen nicht unbedingt nur wegen des Identitätsschutzes, sondern manchmal auch wegen des Schutzes vor Brandverletzungen – flammhemmende Nomex-Maske- zu tun hat) hätte ich kein Problem mit einer Nummerierung.

    Aber Namen auch bei unmaskierten Einheiten?
    Das werden tolle Strafanzeigen gegen Polizeibeamte werden: Nein, an das Gesicht kann ich mich nicht erinnern, beschreiben kann ich ihn/sie auch nicht. Aber auf dem Namensschild stand Müller (wahlweise: Schmidt, Meier… irgendein Polizeibeamter mit Allerweltsnamen wird schon bei einem Großdemo-Einsatz dabei gewesen sein).

  11. 11
  12. 12
    Gray says:

    Otto Normalbürger muss sich auch bisher gegenüber Polizisten ggf. identifizieren. Und die haben das Recht, das auch durchzusetzen. Andersherum müssten sich Polizisten zwar theoretisch (bisher: in den meisten Fällen) auch, haben aber, wie die Geschichte zeigt, eine Neigung, dies nicht zu tun. Und Otto Normalbürger kann dagegen bisher genau gar nichts tun. Das Gerede von den Namensschildern für Demonstranten ist daher meiner Meinung nach Spiegelfechterei.

    Außerdem neigen, soweit ich das bisher erlebt habe, Leute, die das anbringen, ansonsten gerne zu der Äußerung mit dem ’nichts zu verbergen‘ und widersprechen sich damit selber normalerweise.

  13. 13
    Frank says:

    Da regt sich Gott und die Welt über die Kennzeichnung auf … au weia

    Auf jeden „Knöllchen“ steht der drauf….

    In jeder Strafakte gegen Grünlinge steht der drin – manchmal sogar mit Privatanschrift …
    (und welcher Anwalt dreht sich nicht mal um, damit der Mandant mal lesen kann…)

    Geht ja alles noch …. aber:
    In jedem drittklassigen SocialNetwork findet man komplette Einheiten mit Fotos und Storys ala „mein Haus, mein Hund, meine Anschrift“…

    Einerseits wird geheult, andererseits stellen irgendwelche „Top-Cops“ ihr Leben dort zur Schau. Jeder, der nur halbwegs weiss, wie ein Rechenknecht funktioniert, bekommt fast eine „Vollauskunft“.

    Ey – gehts noch?

    M E D I E N K O M P E T E N Z