Neukölln

Stammtischgespräch über Nazis auf Facebook

So eine Neuköllner Kneipe hat wenig Ähnlichkeit mit einem Schwurgerichtssaal. Die Gespräche beim #Pestoschnaps im Damensalon sind wesentlich entspannter, auch bei einem eigentlich recht ernsten Thema.

Es war mir eine Freude, wie man sieht …

Besten Dank an Marie, Flo (LeFloid) und das Aufnahmeteam für den unterhaltsamen Nachmittag.

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#Pestoschnaps beim Frisör

Ich war heute beim Frisör. Im Damensalon.

2015-10-01 16.44.22

Mit Marie und Flo (LeFloid). Es gab #Pestoschnaps am Stammtisch. Und Kameras, die uns beim Plaudern beobachtet haben.

Danke für die Gastfreundschaft und die kurzweilige Unterhaltung!

MariesStammtisch

Comming soon …

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Schutz des Sonntags aus religiös-christlicher Tradition

683124_web_R_B_by_Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)_pixelio.deEs war ein entspanntes Wochenende. Erst die Fortbildung der Vereinigung Berliner Strafverteidiger von Freitag auf Samstag in Bad Saarow – inklusive An- und Abreise per Fahrrad. Dann ein trödeliger Sonntag mit Freunden auf den Mountainbike durch den Grunewald. Die harte Konsequenz: Leerer Kühlschrank, denn zum Einkaufen kommt man ja nicht.

Egal; wir leben ja in der Hauptstadt, im quirligen Nordneukölln. Der Plan für’s Abendessen: Eine Flasche Wein vom Türken im Späti und ein paar halbe Hähnchen aus dem CITY CHICKEN am lauen Sommerabend auf dem Balkon. Aber da hatte ich die Rechnung ohne die Verwaltung gemacht.

Sonntags haben die Läden nämlich geschlossen zu sein. Auch Spätis. Basta! Ich habe mich dann mühsam durch fröhliche Menschen geschlängelt, die vor den Kneipen gegessen und getrunken haben. Bis zur Tankstelle. Dort habe ich dann die letzte (!) Flasche Wein (naja, es stand jedenfalls Wein auf dem Etikett) aus dem Regal genommen, habe nach 5 Minuten Wartezeit vor der Kasse zahlen können (die anderen Kunden vor mir haben sich ebenfalls mit Alk und sonstigen Lebensmitteln versorgt) und bin zum Araber, der die Grill-Hähnchen verkauft. Wieder durch die Menschenmengen vor Kneipen und Cafés.

Im Geflügelrestaurant habe mich dann in die Schlange eingereiht, um 20 Minuten später das Grillgut mit den Beilagen in der Tüte entgegen nehmen zu können. Die Leute, die hinter der Theke herumwuselten, konnte ich nicht zählen, es waren zuviele, ca. zehn oder mehr.

Alles lebt hier in der Stadt, sonntagsabends um 20 Uhr. Deswegen lebe auch ich gern hier. Der einzige Laden, der geschlossen hat, ist der Spätkauf. Das muß so sein, sagt der BerlLadÖffG-Geber.

Anmerkung:
Über die Hintergründe berichtete 2012 die Berliner Zeitung
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Bild: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de

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Küßchen für den Head of Crime Department

Der Investigativjournalist

Lier00

hat einen sensationellen Kriminalfall recherchiert:

Lier01

Das kann man als Kreuzberger Strafverteidiger mit Wohnsitz in Neukölln natürlich nicht unkommentiert lassen – die Taborstraße liegt im tiefsten 36er Kreuzberg!

Lier02

Irgendwie scheine ich da aber auch eine empfindliche Stelle des Qualitätsreporters getroffen zu haben – #daslasseichmirnichtbieten:

Lier03

Natürlich habe ich geprüft, ob ich verpflichtet bin, seine #Gegendarstellung zu veröffentlichen. Hier das Ergebnis meiner Recherche und was wirklich geschah:

Lier04

Naja, ist ja auch ein wenig schwierig, eine soooooo lange Pressemeldung in nur 140 Zeichen zusammen fassen zu müssen. #kannebennichtjeder

Taschendieb (16) tanzt Mann (39) gegen 23.45 Uhr auf dem Gehweg der Taborstr. an, wird beobachtet & bricht Polizisten in #Neukölln die Hand.

(c): Kanzlei Hoenig Berlin

Vielleicht ist an mir ein Qualitätsjournalist verloren gegangen. #Umschulung?

Nur ganz nebenbei:
Ziffer 13 des Pressekodex‘ könnte man mal noch lesen, wenn nicht gerade auf dem Boulevard rumsitzt. #Isabernichsowichtig

Küßchen zurück, lieber Axel! 8-)

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Neuköllner StVO

Ein optimistisches Fundstück aus dem tiefen Neukölln:

StPO-Neukölln

Der Verordnungsgeber ist ein ganz Lieber, mit dem wir seit langen Jahren in bestem Kontakt stehen.

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Türkische Reiter

Daß man in diesem unseren Lande nichts, aber auch gar nichts unreguliert lassen kann, ist bekannt. Deswegen braucht auch der gemeine Mauerwegnutzer detaillierte Regeln. Bevor er die ehemalige und jetzt asphaltierte Grenze zwischen Ost- und Westzone betritt, ist erst einmal ausführliches Regel- und Schilderstudium angesagt. So einfach mal losgehen geht ja nun gar nicht.

Aber man kennt ja seine Pappenheimer. Einige Neuköllner versuchen immer sich irgendwie herauszureden; sie hätten das nicht verstanden, was da auf den Schildern geschrieben steht.

Ha! Denkt sich da der einheimische Bezirksamtsbeamte. Dem Migranten kann geholfen werden. In der Schweiz gibt es ja auch dreisprachige Schilder, in Neukölln reichen für’s Erste zwei Sprachen:

Reitenverboten

Ich bin jetzt aber mal gespannt, wann ich den ersten Türken auf dem Mauerweg sehe, der auf seinem Pferd durch die Stadt reitet. Dem werde ich aber was erzählen!

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Guter Cop – böser Cop: Radfahren verboten

Seit gefühlten 100 Jahren fahre ich mit dem Fahrrad immer dieselbe Strecke in die Kanzlei. Es ist ein wunderschöner Weg entlang des Neuköllner Schiffahrtskanal in Richtung Lohmühlen-Dreieck, den auch andere Radfahrer, Fußgänger, Jogger, Hundesausführer und Kinderwagenschieber für den Weg von Neukölln nach Kreuzberg nutzen. Ärger hat es, solange ich da her fahre, nie gegeben.

Am vergangenen Dienstag wurde ich beim In-die-Kanzlei-trödeln jedoch gestört. Ziemlich genau auf der Hälfte der kleinen Allee sprangen zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts aus dem Gebüsch, mir vor’s Rad und nötigten mich zum Anhalten.

Die beiden hatten ihre Aufgaben klassisch verteilt: Der 1966 in Lüdenscheid geborene Ordnungsbeamte zeigte sich sehr interessiert an meinem Eigenbau und wir haben uns auch noch freundlich über unsere gemeinsamen Erinnerungen an das Sieger- und Sauerland unterhalten. Und wie schrecklich das doch im Winter hier in Berlin sei.

Währenddessen kontrollierte die Ordnungsbeamtin – vom Typ Traktoristin – im preußischen Tonfall meinen Ausweis und wies mich knarrend darauf hin, daß das Fahren in geschützten Grünlagen verboten sei und ob ich das nicht wisse!? Und daß das jetzt 10 Euro koste.

Ich habe dem bösen Cop gesagt, sie könne mich … ähm … mir das Zeug nach Hause schicken, wenn sie es nötig habe, und mich freundlich vom guten Cop verabschiedet.

Einen Tag später habe ich mir den Tatort dann nochmal genauer angeschaut.

Dieser Schilderbaum trifft hinsichtlich des Radfahrens eine klare Aussage: Verboten!

Radfahren verboten 01

Doch wenn Jura so einfach wäre, könnte das ja jeder. Gilt das Schild nun für diesen Weg?

Radfahren verboten 02

Oder darf man hier nicht Radfahren?

Radfahren verboten 03

Aber vielleicht ist das Radfahren auch nur auf dem Spielplatz verboten?

Radfahren verboten 04

Achso, ich kam übrigens aus der anderen Richtung. Dort steht dieses freundliche Schild:

Radfahren verboten 05

Und was sag uns dieses Schild in Hinblick auf meinen Weg in die Kanzlei?

Radfahren verboten 06

Liebe Traktoristin, es wird mir eine Freude sein, das mit Ihnen vor dem Amtsgericht Tiergarten zu klären. Das Ganze hätte sicherlich einen sehr hohen Unterhaltungswert. Und anschließend gehe ich mit dem Lüdenscheider ein gepflegtes Pils trinken – auch insoweit waren wir uns einig.

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Liebe Nachbarn

Fensterscheiben einzuschlagen gehört auch in Nord-Neukölln nicht unbedingt zum Standard, wenn man sich über eine zu laute Party beschweren möchte. Das ist unhöflich.

Aber dieses Plakat zeigt, daß die Einflußnahme auf das Durchsichtsmaterial auch irgendwie nachvollziehbar ist:

LiebeNachbarn

Wer „mitunter“ nachts etwas lauter ist und wenn es deswegen bereits „jederzeit“ schon Bitten gegeben hat, daran zu denken, daß es Menschen gibt, die nachts ihre Akkus aufladen müssen, muß sich nicht wundern, wenn dann mal weniger zaghaft an die Scheibe geklopft wird.

Der Wille, sich auch ohne jederzeitige Beschwerden zur nachtschlafender Zeit rücksichtsvoll gegenüber den Schläfern zu verhalten, geht aus dem Aufschrei nicht unbedingt erkennbar hervor.

Nein, ich habe weder was von dem störenden Lärm gehört, noch habe ich die Scheibe eingeschlagen. Ich bin ein tatsächlich lieber Nachbar.

Übrigens:
Unsere Kanzlei verteidigt auch in Ordnungswidrigkeitenverfahren, die wegen ruhestörenden Lärms geführt werden. Und in Strafverfahren wegen Sachbeschädigungen. Aber richtig interessant wird es erst, wenn noch Beleidungen und Körperverletzungen hinzukommen. Also: Haut rein, Jungs und Mädels! 8-)

Hier nochmal die Beschwerde im besser lesbaren Wortlaut:

    Liebe Nachbarn.
    Mir ist schon klar, das wir mitunter Nachts etwas lauter sind! Ihr könnt euch jederzeit bei mir beschweren, dann werde ich auch Rücksicht nehmen. Aber meine Scheibe einzuschlagen!! IST einfach Scheiße -> und feige!! (Laden EG).
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Kummer-Nummer

Für den Fall, daß jemand mal ein Problem mit seinem Faß hat, gibt es jetzt hier einen problemlösenden Hinweis:

Fassbierkummer

Ach, da fällt mir ein: Straftat-Kummer? Notruf-Nummer!
(scnr)

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Wohnen in Neukölln

Wie jede Gentrifizierung beginnt:

Wohnen in Neukölln

Ich schaue heute Abend da nochmal vorbei, ob die Couch Potatoes sich dann auch die klassische Wohnzimmer-Stehlampe nebens Sofa gestellt haben.

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