Urlaub

Kommunistische Ingenieurskunst

Dieses Meisterwerk aus alten Sowjetzeiten begrüßt uns seit ein paar Jahren schon, wenn wir unsere Kalorienspeicher mit Caffè und Engadiner Nußtorte auffüllen müssen:

Dneprblau

Der Fahrzeugbrief beschreibt eine bewegte Geschichte.

Fahrzeugbrief

Das gute Stück steht zum Verkauf. Wer also schon immer mal mit ölverschmierten Fingern von einer Gespanntour zurück kommen will, sollte sich dieses Schnäppchen nicht entgehen lassen.

Aber:
Kiev ist nicht Russland.

Und:
Wo ist Dimitri?

6 Kommentare

Grenzenlos

Nicht nur innernhalb Europas sind die Grenzen im Wesentlichen offen. Sondern auch diejenigen zum EU-Ausland. Hier mal ein Beispiel aus dem Gebiet Italien – Schweiz.

Einreisen

Wenn man häufiger mit dem Fahrrad in dieser Gegend unterwegs ist, stößt man immer wieder mal auf solche Schilder. Auch von Österreich kann man unbehelligt von Grenzkontrollen in die Oase hoppeln. Oder in die andere Richtung.

Die Italiener lassen es sich aber auch im Wald nicht nehmen, behördliche Hinweise an die Waldbevölkerung zu geben:

Zoll

Und wehe, wenn man sich beim Schmuggeln von den Schweizern erwischen lässt:

Zoll2

Der „offizielle“ Grenzübergang auf der Nationalstraße ist in diesem Fall weniger als ein Kilometer entfernt.

Wer sich also beim Schmuggeln aus der Schweiz in die EU vom Zoll erwischen läßt, kann entweder keine Karten lesen. Oder er ist zu untrainiert.

2 Kommentare

Rechtsberatung auf dem Mountainbike

Falls mich in den nächsten Tagen jemand persönlich sprechen möchte, ich bin hier:

Fahrplan

Und hier die Facts:

Route-Profil-Daten

Vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, dicke Waden reichen aus.

10 Kommentare

Atemberaubend

Hier nochmal ein Abschieds-Blick von der Plose auf die Geisler-Gruppe.

dünneluft

Es ist hier oben notwendig, zweimal zu atmen, um einmal Luft zu bekommen. Jedenfalls beim Bergrauffahren. Runterzu hält man eher die Luft an.

5 Kommentare

Auf dem Berg morgens um halb neun

So sah es gestern aus, als es im Urlaub mal gelungen ist, morgens um 6 Uhr aus dem Bette aufs Fahrrad zu kommen:

Geislergruppe morgens um 9

Die Berge im Hintergrund wurden nach dem ehemaligen (1977 bis 1989) Generalsekretär einer großen deutschen Volkspartei benannt.

3 Kommentare

Nicht der Kreuzberg

Für solche Ausblicke lohnt es sich schon mal, ein paar Körner zu verbrennen:

NichtderKreuzberg

Blick von der Seiser Alm auf irgendeinen Kofel. Sieht anders aus als der Kreuzberg, nicht? ;-)

9 Kommentare

Drogenhändler

Drogenhändler

Hier bekommt der Abhängige sein Rauchgift. Und der Tourist seine Briefmarken.

Kommentare deaktiviert für Drogenhändler

Anarchie im Wald

Es gibt Momente, da rufen solche Schilder noch nicht einmal ein müdes Stirnrunzeln hervor:

mirdochegal

Das glaubt doch jetzt keiner ernsthaft, daß wir nach 1.000 Höhenmetern an diesem Schild kehrt machen. Oder?!

9 Kommentare

Da gehts lang

Für den Fall, daß noch jemand mit seinem Bergfahrrad hinterher kommen möchte:

Dagehtslang

Da irgendwo wird es langgehen in den kommenden zwei Wochen.

3 Kommentare

Vernunft?

Auf dem Fels der Geisler-Gruppe hat Reinhold Messner das Laufen gelernt. Als Fünfjähriger hat er dann den ersten Dreitausender bestiegen. Einige Jahre später war er dann auf den versammelten Achtausendern unterwegs und ist in ein paar kalten und heißen Einöden spazieren gegangen. Die Lebenswege „vernünftiger“ Zeitgenossen sehen anders aus.

Dieser Extremist, was die Abwägung zwischen Risiko und Spaß angeht, äußerte sich zu einer anderen Risikogruppe unter den menschlichen Lebewesen:

Wer mit seinem PKW bei uns auf schmalen Paßstraßen fährt, sollte … ganz rechts bleiben. … Wenn Ihnen dann in einer Kurve ein Motorradfahrer auf der falschen Seite entgegen kommt, ist dies meist nur der erste einer ganzen Kolonne von Verkehrsteilnehmern, die einem seltsamen Hobby frönen: Risk for fun.

Im Pulk, alle im Lederdress, mit Helm, […] rasen sie durch ein Ferienland, das mehr und mehr zum Friedhof zu werden droht. Ich habe in den Dolomiten mehr tote Motorradfahrer als abgestürzte Kletterer gesehen.

Übertrieben? Kann die Landstraße durchs Pustertal oder die Paßstraße am Reschen gefährlicher sein als die Ortler Nordwand?

[…]

Aggressive Autofahrer gibt es überall, aber Motorradfahrer, die im Kollektiv Staus, Überholverbote und Sperrlinien ignorieren, sind vor allem auf unseren Paßstraßen eine Gefahr. Auch für andere Verkehrsteilnehmer. Und zudem nicht nur eine Gutwettererscheinung. Vor allem bei Regen wird um die Wette gefahren. Mann gegen Mann. Leider landen die Kontrahenten öfter auf dem Friedhof als im Krankenhaus.

Diese Friedhöfe sind allerdings einen Besuch wert …

Quelle: Reinhold Messner, Gebrauchsanweisung für Südtirol, 2. A. 2007, S. 51 f

Als Messner diese Zeilen geschrieben hat, war er 62 Jahre alt. Bereits ein paar Jahre vorher ist er zuhause von einer Leiter gefallen und hat einen bleibenden Schaden erlitten. An den Füßen. Er ist nun nicht mehr Felskletterer, Höhenbergsteiger, Grenzgänger, Forscher und Politiker, sondern versucht sich als Ratgeber. Wohl auch für das Volk der Motorradfahrer. Ob das jetzt aber vernünftig ist?

Ich schaue mir heute mal an, was Messner zu den Bergvölkern der Erde zu sagen hat. Mit diesen Völkern kennt er sich jedenfalls aus.

Bild: Axel Mauruszat via Wikipedia

15 Kommentare