Kanzlei-Wanne

Wieder unterm Engel

Nach drei Wochen vor dem Hermannplatz wurde der Kanzlei-Wanne langweilig. Anders als von der Berliner Polizei versprochen, konnte sie so gut wie keinen einzigen Verstoß gegen das BtMG feststellen.

Am Sonntagmorgen hat sie sich auf den Weg Richtung Westen gemacht. Ziel war Charlottenburg, dann ist sie aber auf dem Stellplatz hängen geblieben, der ihr aus den vergangenen Jahren noch in guter Erinnerung geblieben ist.

Die Goldelse blickt nun in den nächsten Tagen wohlwollend vor der Siegessäule auf unser Maskottchen runter … der Große Stern soll ja angeblich keiner dieser gefährlichen Orte sein – wenn man den einen oder anderen Paparazzo mal außen vor läßt.

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Drogendelikte und die Karstadt-Wanne am Hermannplatz

Einmal im Jahr ist dieser Parkplatz am Hermannplatz für ein paar Stunden frei. Ab Pfingstsonntag 6.00 Uhr bis zum Pfingstmontag 5:00 Uhr ist die Hasenheide für den Karneval der Kulturen reserviert. Und danach für unsere Kanzlei-Wanne.

Wie schon im letzten Jahr paßt sie nun ein paar Tag auf, daß an einem der angeblich gefährlichsten Orte Berlins (pro Monat drei(!) Drogendelikte) alles seinen gewöhnlichen Gang geht.

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Kanzlei-Wanne: Sie ist wieder da

Nach einer langen Winterpause steht sie wieder auf der Straße in Kreuzberg:

Wie in jeden Winter der vergangenen Jahre hat unser Wannen-Pflege-Meister Peter Jaekel keine Mühen gescheut, das gute Stück zu erhalten. Während es in den vergangenen beiden Jahren um die linke (2016) und rechte (2017) Fahrzeugseiten ging, war in diesem Jahr das Dach mal wieder der Schwerpunkt der Pflege.

Nun strahlt sie wieder in vollem Glanz. Deswegen: Besten Dank in die Bohnsdorfer Meisterwerkstatt.

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Wer ist für das beA-Chaos verantwortlich?

Nachdem das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) sich auf den Weg in Richtung Nulldevice gemacht hat, stellt sich die Frage nach der Verantwortlichkeit für den bisher abgelieferten Schrott.

Es gibt derzeit zumindest zwei Paare Ohren, die sich zum Langziehen anbieten:

Die der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), also die Dachorganisation der 28 regionalen Rechtsanwaltskammern und Vertreterin der Interessen der Anwaltschaft auf Bundesebene und darüberhinaus.

Und die des französischen IT-Dienstleisters Atos, den die BRAK mit der Entwicklung und Programmierung dieser Kommunikationsschnittstelle zwischen und für Justiz und Rechtsanwälte/n beauftragt hat.

Ich bin mir da nicht sicher.

Aus zwangsrekrutierter Anwendersicht sehe ich

  • zunächst einmal das (zumindest aktuelle) Unvermögen von Atos, eine am Nutzer orientierte, sichere und praxistaugliche Software herzustellen.
  • Andererseits könnte man den Verantwortlichen bei der BRAK vorwerfen, eine Softwarebude ausgesucht, verpflichtet und scheinbar (nicht?) überwacht zu haben, die mir der Aufgabe schlicht überfordert zu sein scheint.

Mangels Detailkenntnissen kann ich mir insoweit kein abschließendes Urteil erlauben. Deswegen ziehe ich mich auf meine strafrechtlichen Grundstudiumskenntnisse der Mittäterschaft zurück, in deren Rahmen wird das verwerfliche Verhalten des einen dem jeweils anderen als eigenes zugerechnet.

Oder anders formuliert: BRAK und Atos in einen Sack gesteckt und (virtuell) draufgeschlagen – man trifft stets keinen Falschen.

Unsere Kanzlei haben die Versuche, dieses sich als praxisuntauglich erwiesenene System zu verstehen, zu installieren und in Betrieb zu nehmen, viel Zeit und reichlich Nerven gekostet; und Geld auch. Jetzt warte ich erst einmal so lange ab, bis die kollussiven Dilettanten bei der BRAK und bei Atos ihre Hausaufgaben gemacht haben. #SchnauzeVoll

update:
Pia Lorenz und Christian Dülpers beschreiben anschaulich das „Desaster beim Anwaltspostfach“ auf LTO: „Ist das beA noch zu retten?

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Bild: © Marcus Stark / pixelio.de

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Polizisten und die Wanne in Moabit

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen rief mich ein Polizeibeamter wegen der Kanzlei-Wanne an. Im September stand sie den Berlin-Marathonisti am Großen Stern im Weg. Deswegen wurde sie umgesetzt und am Einsteinufer geparkt. Ok, das hatte ich verbaselt.

Vergangene Woche war es ein Anwohner, dem die Wanne „seinen“ Parkplatz blockierte. Und deswegen die Polizei ruft. Wir leben in Deutschland.

Ein freundlicher Kontaktbereichsbeamter rief mich an (die Telefonnummer unserer Kanzlei ist ja leicht zu finden) und berichtete mir von dem Genörgel des Parkplatzgeschädigten.

Ich habe zugesagt, die Wanne am Wochenende dort wegfahrzufahren. Es war ein angenehmes Telefonat, mit Geplauder über die guten alten Zeiten, in denen der Gruppenkraftwagen noch im öffentlichen Dienst war … und die Leute nicht wegen jeden Kleinscheiß‘ nach der Polizei riefen.

Es gibt aber auch jüngere Polizeibeamte, die in den 80er Jahren noch nicht im Grünzeug unterwegs waren, und Spaß am Kult haben:

Vielen Dank an den Vize-Bundesvorsitzenden von @PolizeiGruen e.V. für das schöne Photo, mit dem er den Parkplatzdiebstahl (oder war es gar ein Raub?) gerichtsfest dokumentiert hat.

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Raucher am Einsteinufer

Die Wanne hat etwas länger als geplant am Großen Stern die Rundenzeiten gemessen. Und konnte dabei alte Bekannte begrüßen. Eine Wanne der Luxusklasse: Mit Einzelzimmern! (*)

Am 23. September erhielt ich dann den Anruf eines freundlichen Polizeibeamten. Er wies mich darauf hin, daß das gute Stück da weg müsse. Jetzt. Bis 9:00 Uhr. Der Anruf kam um 8:30 Uhr und ich stand mit meinem MTB unterhalb der Sesvennahütte, mit Blick auf den Wasserfall, am Berg. Das Kanzleimaskottchen stünde dem Berlin-Marathon im Weg. Und hätte vorn rechts einen Plattfuß.

Meiner Bitte, ein paar Schnappschüsse zu machen, wenn sie gleich umgesetzt würde, ist er wohl leider nicht nachgekomemn. Aber er hat mir versprochen, vorsichtig zu sein. Das Versprechen hat er gehalten. Als neuen Parkplatz, wo der GruKaWe nicht stört, hat er sich das Einsteinufer ausgesucht.

Gestern haben wir zum ersten Mal nach 6 Wochen Standzeit den Motor angeworfen. Bereits nach der ersten Umdrehung des Anlasser erwachte der Diesel wieder zu Leben. Nachdem die ersten Nebel verzogen waren, konnten wir dann auch ein paar Photos machen.

Wer sich die Wanne leibhaftig anschauen will, muß ein wenig suchen. Wir haben sie umgesetzt, diesmal aber aus eigener Kraft (und sicher auch kostengünstiger).

Hinweis:
Diejenigen, die sie jetzt täglich anschauen können, ärgern sich, daß sie sie nicht schon vorher gesehen haben.

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(*) Bild mit der Luxus-Wanne: Besten Dank an den Busfahrer!

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BILD-Reichelt: Doch kein richtiger Brandstifter

Wenn ich auch der Ansicht bin, es mangelt dem Herrn E-i-C BILD Digital Julian Reichelt an grundlegenden Kenntnissen des Presse- und Persönlichkeitsrechts.

An Humor fehlt es ihm jedenfalls nicht:

Chapeau!
Und besten Dank an den Chefreporter für den Schnappschuß.

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Bild: ©BILD ;-)

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Grüner wird’s nicht

So schon bunt und grün ist #Neukölln.

Sonnenallee / Ecke Jupiterstraße; kurz vor der Grenze zu Ostberlin Treptow.

Gestern (am Sonntag) haben wir sie wieder umgesetzt. Wer findet die Wanne und schickt ein schönes(!) Photo – zur Veröffentlichung hier – an hoenig@kanzlei-hoenig.de?

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On the road again

Es hat diesmal etwas gedauert mit dem Kosmetiker. Die alte Dame brauchte nach der letzten Saison nun wirklich auch mal eine besondere Pflege. Aber jetzt steht sie in neuem Glanz wieder auf der Straße:

Der Lackierer hat sich auch ganz besondere Mühe gegeben, wie diese Detailaufnahme zeigt:

Vor einiger Zeit hatte er die Fahrzeugfront auf Vordermann gebracht. Was bei mir nur ganz knapp nicht zum Herzkasper geführt hat.

Denn er hatte das Blech – und damit auch die historisch(!) wertvollen(!!) Beulen – vor dem Lackieren komplett zugespachelt und glatt gebügelt.

Die Spuren aus den Kreuzberger Straßenkämpfen der 80er-Jahre hat er nun – wie man sieht – liebevoll erhalten.

Besten Dank an das Spitzen-Team vom besten Kfz-Meister wo gibt, Peter Jaekel, Bohnsdorf!

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Ein Weichblitz in Neukölln

Die Wanne ist noch beim Kosmetiker. Sie soll dem TÜV-Prüfer gefallen. Wegen des H-Kennzeichens. Nur historisch wertvolle Fahrzeuge bekommen das Prädikat „automobiles Kulturgut“. Dafür muß das gute Stück in Schuß gehalten werden.

Und solange freue ich mich, wenn ich andere Fahrzeuge aus derselben Liga sehe. Wie zum Beispiel dieses nette Wohnmobil:

Ein Opel Blitz aus den 50er Jahren in Gestalt eines Löschgruppenfahrzeugs 8 (kurz: LF 8) mit einem kleinen Gag bei der Wahl des modernen Kennzeichens. Sehr schönes Auto.

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Bild: © HU

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