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Kulinarische Randsportart: Caffè – Zubereitung

Deutschland ist, was Espresso angeht, noch immer Entwicklungsland. Doch es gibt eine wachsende Anzahl von Leuten, die sich nicht mit der Diaspora abfinden wollen. Es sind Menschen, die sich von deutschen Trinkgewohnheiten unabhängig machen und für einiges Geld in ihren Büros oder Küchen kleine, chromblitzende Kopien der Espressomaschinen aus der italienischen Gastronomie aufstellen. Nein, nicht diesen Nespresso-Kapsel-Firlefanz, sondern Siebträger- oder Handhebelmaschinen mit klingenden Markennamen wie Gaggia, La Pavoni, Saeco, Jura oder Faema. Sie alle sind auf der Suche nach der perfekten Crema.

Quelle und mehr davon in der taz

Jörn Kabisch, der Autor dieser Kolumne, hat zwei Punkte nicht angesprochen: Brasila klingt auch nicht schlecht – und: Das Auge trinkt mit. Hier zum Beispiel.

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Richtig fettes Honorar vom Haftpflichtversicherer

Wir hatten den Versicherer gebeten, die Schadensersatzzahlung unmittelbar an den Mandanten zu überweisen, das Sachverständigen-Honorar an den Gutachter und die Anwaltsvergütung an uns. In aller Regel ist dies der schnellste Weg, wie die Leute an das ihnen zustehende Geld kommen.

Ein Industrieversicherer ignoriert das und überweist den Schadensersatz, das Honorar und die Vergütung in einer Summe auf unser Konto. Ich habe nun einfach ‚mal frech zurück geschrieben:

… hier ist heute eine Zahlung in Höhe von **.****,** Euro eingegangen. Da eine Tilgungsbestimmung nicht angeben wurde und wir Schadensersatzzahlungen ausschließlich auf das Konto unserer Mandanten und das Gutachterhonorar auf das Konto des Sachverständigen erbitten, dürfen wir nun davon ausgehen, daß es sich bei Ihrer Zahlung auf das hier entstandene Honorar handelt. Ich bitte höflich um Ihre Bestätigung.

Auf die Reaktion bin ich gespannt.

[@Mandant: Deinen Schadensersatz habe ich soeben auf Dein Konto überwiesen. Der Gutachter hat auch schon sein Geld. Aber bitte nicht weitersagen. ;-)]

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Das offene WLAN und die Wohnungsdurchsuchung

Ein 63jähriger Nürnberger konnte den Besuch der Polizei gar nicht fassen. Eine Anzeige legte ihm den unrechtmäßigen Besuch von Pornoseiten zur Last.

berichtet Gulli

Der freundliche ältere Herr hatte aber Glück im Unglück:

Schnell wurde klar, dass ein unbekannter Dritter durch ein ungesichertes WLAN die Straftaten begangen hatte. Bei einem Wechsel des Telefonanbieters wurde bei dem Mann ein Komplettgerät installiert, das trotz ausschließlichem Gebrach des normalen LAN munter per WLAN die Nachbarschaft versorgte.

Der Unbekannte bliebt glücklicherweise auch nicht lange ein solcher. Soviel Dussel Dusel hat nicht jeder.

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Die Kompetenz bei ARCOR

Immerhin: Die Dame, die versprochen hat, mir ein Faxformular zu schicken, hat Wort gehalten und mir das angekündigte Formular gefaxt. Das, was ich wollte – nämlich meinen bestehenden ISDN-Anschluß um zwei weitere Leitungen zu erweitern – sieht aber auch das neue Formular nicht vor.

Als Minimal-Lösung könnte ich damit einen weiteren Komplett-Anschluß (Telefonie und DSL) zum Preis von monatlich 19,95 Euro bestellen – wenn ich bereit wäre, mich durch drei DIN A4-Seiten mit Kleingedrucktem hindurch zu arbeiten. Dann könnte ich auf zwei (vorhandenen) Leitungen per Flat und auf zwei weiteren ab 3 Cent pro Minute telefonieren.

Achso: Weil ich ja zwei Leitungen haben wollte, hat mir Arcor das Formular auch gleich zweimal gefaxt. Beide Male bereits ausgefüllt mit meinem Namen und meiner Anschrift.

Den Wunsch meiner Mitarbeiterin an die ARCOR-Dame, das Formular doch bitte auch insoweit auszufüllen, daß es meinen Wünschen nach der Erweiterung des bestehenden Vertrages entspricht, konnte die Dame aber nicht erfüllen. Das dürfe sie nicht, teilte sie mit.

Vielleicht ist ja jemand unter den Lesern dieses Beitrages dabei, der mir sagen kann, an welcher Stelle ich meine Kreuzchen machen soll – ohne daß ich dabei befürchten muß, daß man mir meinen bestehenden Telefon- oder DSL-Anschluß lahmlegt.

Ich habe das Formular erst einmal entsprechend meiner Wünsche angepaßt und ein weiteres Mal im Klartext, den auch ein Sonderschüler verstehen sollte, formuliert, was ich will. Einfach nur zwei weitere Leitungen … mein Wunsch zum Jahresende an die Geschäftsleitung von ARCOR.

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Jahresende

Das Jahresende war für uns etwas angenehmer, als es Susanne im Berlin-Blog beschreibt,

Manchmal ist es eben auch gut, Weihnachten aus Berlin raus in die Provinz zu fliehen und das Sylvester-Geballere in Kreuzkölln vom heimischen Balkon aus zu beobachten. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß unser Kontingent an heimeligen Weihnachts- und wilden Sylvester-Partys langsam dem Ende zugeht und wir uns dem Jahresendstreß deswegen konsequent entziehen.

Deswegen können wir nun auch entspannt allen, die es hören/lesen wollen, einen erfolgreichen Start in ein gesundes neues Jahr wünschen.

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Vier Tage im Aufzug

Wieder mal wird klar, dass man Aufzüge niemals ohne Mobiltelefon betreten darf: Vier Tage und drei Nächte hat die 19-jährige Französin Safiatou Diallo wegen einer Panne im Aufzug ihres Wohnhauses in Saint-Denis bei Paris verbringen müssen. Die junge Frau wollte Brot holen, als der Aufzug zwischen dem ersten und dem zweiten Stock stecken blieb. Der verzweifelte Vater suchte seine Tochter überall, nachdem der Hausmeister des Gebäudes ihm mehrfach versichert hatte, es sei niemand im Aufzug, dieser sei außer Betrieb. „Ich hatte Hunger und mir war kalt, aber es gab ein bisschen Licht, und ich hab‘ mit meinen Schuhen gespielt, nachgedacht und geschlafen“, berichtete die 19-Jährige nach ihrer Befreiung aus dem defekten Aufzug. Sie will auch den Alarmknopf gedrückt haben, was die Wartungsfirma jedoch bestreitet. Erst der Reparaturdienst fand die Eingeschlossene unterkühlt und ausgehungert vor.

Quelle: taz vom 30.12.2006

Das kann bei dem Aufzug in unserem Haus nicht passieren:

Aufzug

Einfach rufen, das hört man schon.

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Arcor und der Geschäftskundenservice

Mir ist es gelungen, mit unserer Kanzlei im vergangenen Jahr unter Beibehaltung der Telefonnummer von Charlottenburg nach Kreuzberg zu ziehen und dabei von der Telekom zu Arcor zu wechseln. Darüber habe ich hier im Blog erleichtert berichtet.

Seit November 2006 versuche ich nun, zu unseren vorhandenen zwei ISDN-Leitungen zwei weitere dazu zu bekommen. Das ginge aber nicht telefonisch („nicht möglich“), ich solle doch mal eine eMail schreiben. Auf meine eMail erhielt ich die Anwort, ich müsse es schriftlich machen. Gern auch per Fax. In einem dritten Anlauf habe ich dann am 1.12.06 ein Fax mit meinem Wunsch an das Unternehmen gesandt.

Am 8. Dezember 2006 schickt mir dann die Kundenbetreuung ein Formular zu, mit dem die Daten über meine Kanzlei (Anschrift, Bankverbindung, Rufnummer) abgefragt werden, das aber ansonsten nicht brauchbar ist für die Formulierung meines Wunsches.

Mein Anruf bei der „Hotline“ am 12. Dezember 2006 war ebenso erfolglos wie enttäuschend. Ich solle mich doch mal beraten lassen in einer Geschäftsstelle von ARCOR. Insbesondere über einen Anlangenanschluß

Auf die mir zugesagte Zusendung eines weiteren Formulars, das nun „passen“ sollte, warte ich immer noch. Zwischenzeitlich habe ich dann die Geschäftsleitung an die Bearbeitung meines Antrages erinnert. Zunächst noch in der anwaltlich gebotenen Zurückhaltung (auch wenn’s mir sehr schwer gefallen ist).

Bis heute, am 29. Dezember 2006, ist aber nichts weiter passiert, deswegen habe ich mal einen bösen Drohbrief an die Leitung (über 4 eMail-Adressen und zwei Faxnummern) geschickt und schon mal die knapp 1.000 Kollegen auf der Anwaltsliste über das irgnorante Verhalten des Diensteverweigerers informiert.

Ein paar Stunden später rief dann hier eine Dame an und fragte mich freundlich, was ich denn nun haben wolle: Einen Anlagenanschluß schlug sie mir vor – aber leider könne ich dabei die Rufnummer nicht behalten … Ich habe mich geweigert, Ihr noch einmal die gesamte Geschichte meiner Odyssee in dem Laden zu erzählen.

Sie will mir nun ein Formular faxen …

— to be continued —

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Heimlich sterben

Nach dem 10. Suizid in Berliner Haftanstalten seit Jahresbeginn entschließt sich nun die Verwaltung dazu, die Leichen der Häftlinge besser unter den Teppich zu kehren:

Die neue Justizsenatorin Gisela von der Aue will die Öffentlichkeit nicht mehr über Selbsttötungen in den Gefängnissen unterrichten.

Begründet wird das – einmal mehr – mit Datenschutz:

Die Persönlichkeitsrechte eines Gefangenen und seiner Familie seien höher zu bewerten als das Interesse der Öffentlichkeit.

Quelle: Tagesspiegel

Vielleicht muß das Interesse der Öffentlichkeit an den schlimmen Haftverhältnissen in den Berliner Knästen aber auch aus anderen Gründen hinter dem Datenschutz zurücktreten.

Hier kommentiert der Tagesspiegel diesen Zynismus.

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Kurzer Hand per Fax

Der Kopiesatz der Ermittlungsakte war vollständig. Fast. Nur eine Seite fehlte. Irgendwie hat sich die zweite Seite eines Vermerks der Kripo geweigert, kopiert zu werden. Genau auf diese Seite kam es aber an. Und es eilte, weil der Mandant mit mir über seine Verteidigung sprechen wollte.

Die kleine Bitte an die Staatsanwaltschaft, mir die fehlende Seite mal eben auf’s Fax zu legen, habe ich mit wenig Hoffnung geschrieben. In Moabit wäre das irgendwo zwischen „Untauglichem Versuch“ und „Wahndelikt“ abgeheftet worden.

Nicht so in Frankfurt (Oder)! Einen halben Tag später trudelte die fehlende Seite bei uns ein. Sogar mit einem kurzen Anschreiben.

Deswegen auf diesem Wege: Ganz herzlichen Dank an die Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle bei der StA in FFO.

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Der Biß in die fütternde Hand

Am 5.12. teilt mir der Mandant mit, er werde den Vorschuß und die Kosten „heute noch“ überweisen. Am 8.12. schreibt er, daß er die Überweisungen „morgen“ in den Kasten werfen wird. Am 19.12. sitzt er im Besprechungszimmer; wir hatten einen Termin zur Erörterung des Akteninhalts und Planung der Verteidigungsstrategie vereinbart.

Auf dem Konto ist keine Zahlung vom Mandanten eingegangen. Komisch, wo der Mandant Stein und Bein darauf schwört, daß er den Vorschuß bereits am Freitag (15.12.) überwiesen habe.

Nur nebenbei: Dem Mandanten wird vorgeworfen, einen Betrug begangen zu haben.

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