In eigener Sache

Stimmungsvolles Kunstwerk

Kunst gestaltet ein stilvolles Ambiente für Ihre Kanzlei.

So beginnt eine eMail-Werbung, die uns heute erreichte.

Sehr geehrtes Team der Kanzlei Hoenig,

… flötet es weiter …

mit Freude, aber rechtlich bereits gut beraten, habe ich mich über die
kompeteten Leistungen in Ihrer Kanzlei informiert.

Was will uns die Autorin da mitteilen? Interesse heucheln, aber gleich klarstellen: Beratungsbedarf habe man keinen. Trotzdem will sie es versuchen:

Lassen Sie ein stimmungsvolles Kunstwerk einen einladenden Empfangsbereich gestalten, der Ihren Kunden Kompetenz und Sicherheit verspricht!

Wenn die Dame sich tatsächlich über unsere „kompeteten Leistungen“ informiert hätte, dann wäre ihr sicher auch bekannt gewesen, daß in unserem Eingangsbereich bereits ein „stimmungsvolles Kunstwerk“ steht, das schon im vergangenen Jahr Kompetenz versprach.

Optimieren Sie das Klima Ihrer Behandlungsgsräume mit der optimalen Auswahl an Kompetenz- und Ruhe ausstrahlender Kunst!

An unseren „Behandlungsräumen“ gibt es nichts mehr zu optimieren, jedenfalls nicht durch Sie, sehr geehrte Spammerin. Wir sind stilistisch bereits „kompetet“ beraten.

Intelligente Werbung geht anders.

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Rechtsbeugung

Selten, sehr selten wird gegen einen Richter der Vorwurf der Rechtsbeugung in einer Anklageschrift erhoben. Noch viel seltender kommt es zur Verurteilung. Wenn es aber mal einen Richter erwischt, dann aber richtig.

Die 16. große Strafkammer des Landgerichts Stuttgart hat heute am siebten Verhandlungstag den vom Dienst suspendierten Amtsrichter wegen Rechtsbeugung in 54 Fällen, davon in 7 Fällen versucht, zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

schreibt Eva Bezold, stellv. Pressesprecherin in Strafsachen beim Landgericht Stuttgart am 14.11.2008. Das packt der Richter nicht so locker weg.

Den Angaben der stellv. Pressesprecherin nach hat sich der Richter aber auch nicht sonderlich geschickt eingelassen:

Der Angeklagte hat den ihm zur Last gelegten Vorwurf der Rechtsbeugung bis zuletzt bestritten. Er vertritt die Meinung, sich durchweg korrekt verhalten zu haben. So habe er jedenfalls in einigen Fällen die Anhörung tatsächlich durchgeführt. Im Übrigen sei den gesetzlichen Vorschriften aus seiner Sicht bereits genüge getan worden, wenn er sich einen mittelbaren Eindruck von den Betroffenen durch Gespräche mit dem Pflegepersonal vor Ort und durch Einsicht in die Pflegeakten verschafft habe.

Das ist die sattsam bekannte Arroganz der – vermeindlich – Mächtigen: „Ich mache immer alles richtig!

Strafverteidiger, die öfters mal beim Haftrichter waren oder sich mit Beschlüssen der Ermittlungsrichter auseinandersetzen müssen, lesen da zwischen den Zeilen nicht wirklich Neues.

Link gefunden in der Handakte.

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Trolls

Warum ich blogge? Weil’s Spaß macht. Mir – beim Schreiben. Und vielen anderen – beim Lesen. Einige Leser schreiben dann auch. Dazu lädt die Kommentarfunktion der Blog-Software ja auch ein.

Aber was treibt manchen Zeitgenossen dazu, in den Kommentaren herumzutrollen? Mal eben ein wenig Dampf ablassen, weil der Beitrag nicht gefällt oder weil man eben eine andere (An-)Sicht hat, ist ja in Ordnung.

Aber eigentlich so richtig nachvollziehen kann ich das Verhalten eines (nur vermeindlich: (IP: 80.146.16.99 , p50921063.dip0.t-ipconnect.de) anonymen Kommentators nicht. In einem ersten Beitrag gibt er zu verstehen, daß er nichts, aber auch gar nichts von dem verstanden hat, was in dem Beitrag verbotschaftet wurde. Nörgelt aber rum (13:07 Uhr):

Sieht Ihr Mandant nun Honorarforderungen entgegen?

Ihm scheint’s wohl grundsätzlich nicht zu gefallen, daß Anwälte (nicht alle!) über ein höheres Einkommen verfügen als Hartz-IV-Empfänger. Sozialneid? Egal. Ich habe seinen Müll aus den Kommentaren gelöscht.

Das läßt er sich natürlich nicht gefallen. Er insistiert (13:37 Uhr):

Welche Art von Verteidigung hat Ihr Mandant denn genossen?

Ich möchte mich eigentlich nicht mit ihm unterhalten, zumal ich (noch) nicht weiß, wer oder was er ist. Entf-Taste! Das gefällt ihm auch nicht (19:17 Uhr):

Und ich könnte schwören, hier waren bis vor kurzem noch Kommentare zu finden. ;) Haben Sie nach der Frage der zuteilgekommenen Verteidigung einfach nur einen singulären einen Wutanfall gehabt, oder sind Ihnen kritische Nachfragen generell unangenehm?

Wer alles löscht, was ihm nicht passt, wäre vielleicht gut beraten, die Kommentarfunktion zu schließen.

Wünsche Ihnen trotzdem noch einen schönen Abend. Ich versüße mir meinen gerade mit Lebkuchenherzen – und was Ihr Mandant macht, weiss ich nicht. Vermutlich schaut er zur Decke und fragt sich, ob er ohne Anwalt nicht besser gefahren wäre.

Preiswerter auf jeden Fall.

Er scheint sich in irgendwas verbissen zu haben. Oder er schiebt Frust, weil er sonst keinen hat, mit dem er schimpfen kann. Ich schiebe das Zeug erst einmal beiseite …

Kommentator

Don’t feed the trolls„,

der alte Grundsatz aus dem Usenet fällt mir ein. Genützt hat es nichts (20:38 Uhr):

Ich würde sagen, Sie haben es geschafft, sich nochmals selbst zu unterbieten. Solch geistige Tieffliegerei begnegnet einem in der Blogosphäre äußerst selten.

Glückwunsch und weiterhin viel Vergnügen bei Comedy auf Ihrem Niveau.

Was mache ich falsch, daß der arme Mann immer noch (vergeblich) versucht, seine armseligen Gedanken über mein Weblog zu verbreiten? Weg damit. Kommentarlos – jedenfalls von meiner Seite. Um 20:57 Uhr meldet sich der Lebkuchenesser (kommt er aus Nürnberg?) wieder:

Also dummdreist, kritikunfähig und letztwortsüchtig? Ich bin wirklich angenehm überrascht von Ihnen. Soviele Defizite habe ich schon lange nicht mehr in einer Person vereinigt gesehen. Ein Blick auf Ihr Foto spricht allerdings Bände. :D

Ich hoffe für Ihren Mandanten, dass es in der Psychiatrie ebenfalls ein Fernsehgerät gibt.

Herzliche Grüße

< °)))o><

Was habe ich diesem bedauernswerten Geschöpf getan? Er beleidigt mich, nur weil ich nicht mit ihm rede? Und seine geistige Diarrhoe ins Nirvana schicke? Um 21:13 Uhr kommt der nächste Beitrag aus dem Orkus:

Ganz schwach, Herr Hoenig. Wie Ihre Verteidigung. Ganz schwach.

Jetzt komme ich an’s Grübeln: Er kennt meine Verteidigung? Welche? War er dabei? Habe ich ihn mal verteidigt? Nein! Meine Mandanten reden so nicht mir mir. Das muß eine andere Ursache haben. Eine psychiatrische? Fünf Minuten später (um 21:18 Uhr) hat er eine Frage:

Möglicherweise leidet nicht nur der Mandant an einer massiven psychischen Erkrankung?

Nun scheint er sich Sorgen um mich zu machen. Ist ja nett! Aber das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen. Er bemüht sich weiter, um 21:20 Uhr:

Sie haben die falsche Einstellung zum Bloggen. :D Immer nur missmutig sein, sich ärgern und löschen macht kauzig. Lassen Sie sich helfen! Professionell natürlich.

Doch, das meint er bestimmt ehrlich. Aber trotzdem: Das Zeug hat nichts mehr mit dem Ursprungs-Beitrag zu tun. Also weg.

Troll

Dann hat es ein wenig gedauert, bis um 22:01 Uhr:

Jetzt wollte ich Sie gerade schon loben, weil sie offenbar an sich arbeiten und ernsthaft versuchen, Ihre Letztwortsucht zu überwinden. Es wäre somit nur noch bei Kritikunfähigkeit und Dummdreistigkeit geblieben.

Und was sehe ich jetzt? Alle Therapiebemühungen umsonst. Sie sind rückfällig geworden, mein lieber Schwan.

Bleibt immer noch die Frage offen, welche Art von „Verteidigung“ Ihr Mandant denn nun eigentlich erfahren hat. Denn das, was er bekommen hat, hätte er doch auch kostenfrei erhalten können, während Sie den ganzen Tag Ihre Comedy-DVDs schauen, oder?

*PLONK*

Was macht man mit so einem Knilch? Naja, wenigstens hat er mir genügend Stoff geliefert, um einen neuen Beitrag zu schreiben. Ich bin auf die (seine?) Kommentare gespannt. 8-)

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…. dann ruft ja jeder hier an

Ich möchte über die Telekom mit meinem Laptop ins UMTS-Netz. Dafür habe ich das „web’n’walk Connect“ Paket bestellt. Und telefonisch alle Daten angegeben, die die Dame an der Bestell-Hotline von mir haben wollte.

Heute bekomme ich eine eMail von der Telekom:

Sehr geehrter Herr/Frau Hoenig,
vielen Dank für Ihr Vertrauen in T-Mobile.
Anbei übersenden wir Ihnen Informationen zur Ihrer persönlichen T-Mobile Bestellung.

Die eMail enthielt eine Datei im pdf-Format als Anlage. Darin hieß es:

vielen Dank für Ihre Bestellung bei T-Mobile. Als wir Ihren Auftrag bearbeiten wollten, haben sich Rückfragen zu Ihren persönlichen Daten ergeben.
Wir möchten Ihren Auftrag umgehend ausführen. Bitte rufen Sie uns doch unter 0180 5 726252* an, damit wir die fehlenden Daten ergänzen können.

Ich habe den Mitarbeiter der Hotline gefragt, warum für Rückfragen, die die Telekom an ihren (potentiellen) Kunden hat, eine teure 01805er Nummer angegeben wird.

Wenn der Anruf kostenlos wäre, ruft hier dann ja jeder an …

Das nenne ich mal eine echt tolle Einstellung! Wenigstens ist dieser freche Flegel an der Hotline ehrlich.

Dann hat er mich gefragt, was das „R.“ in meinem Namen bedeutet. Mehr war nicht zu klären.

Nebenbei:
Unsere Mandanten können uns über eine kostenlose 0800er Nummer erreichen.

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Keine Langeweile

Der Tag fing ganz langsam an, aber dann …

9:45 Uhr
Eine Mandantin soll als Zeugin vernommen werden. Sie ist vorsichtig, weil sie unter Bewährung steht. Ein falsches Wort und die Bewährung könnte widerrufen werden, befürchtet sie. Deswegen komme als Beistand mit zur Staatsanwaltschaft.

10:30 Uhr
Besuch in der Untersuchungshaftanstalt. Der Mandant, den man vorwirft, im Suff einem anderen Menschen ins Gesicht getreten zu haben, weint und fürchtet sich vor dem Maßregelvollzug. Der zweite Mandant weint, weil die Aussichten beim Haftprüfungstermin am nächsten Tag wohl eher schlecht sind. Der Dritte beantwortet meine Frage, welche Sprache seine Mutter gesprochen hat, das wisse er nicht, er sei im Krieg und auf der Straße aufgewachsen.

13:00 Uhr
Mittagspause im Curry 36. Eigentlich lecker. Mir ist trotzdem schlecht.

13:30 Uhr
Haftbefehlsverkündung beim Bereitschaftsgericht. Die Mandantin ist eigentlich ganz gefaßt. Sie weint wegen ihrer Hunde. Einer sei ganz dick; aber nicht weil er zu viel ißt; er habe eine Hormonstörung.

15.00 Uhr
Der Mandant kommt auf eine Tasse Caffè vorbei, um sich über den Sachstand zu informieren und die weitere Strategie abzusprechen. Man wirft ihm vor, seine Ehefrau getötet zu haben. Er fürchtet sich vor einer Verhaftung und weint, weil seine 3-jährige Tochter traumatisiert ist.

16.00 Uhr
Die Tochter, die geschiedene Ehefrau und die Lebenspartnerin eines tödlich verunglückten Motorradfahrers wollen sich über ihre Ansprüche gegenüber der Unfallgegnerin informieren. Trotz des traurigen Anlasses weint niemand.

17:00 Uhr
Telefonat mit einem Vater, dessen 18-jähriger Sohn eine alte Frau totgefahren hat und dabei selbst tödlich verletzt wurde. Der Vater meint, die Frau sei alkoholisiert gewesen, sonst wäre sie dem Sohn doch nicht vor’s Motorrad gelaufen. Und er fürchtet, in Haftung genommen zu werden, weil der Sohn keine Fahrerlaubnis für die 160 PS hatte.

17:30 Uhr
Die Arbeit unterschreiben, die die Mitarbeiterinnen tagsüber gemacht haben.

18:00 Uhr
Mir reicht’s ich fahr‘ nach Hause. Helm auf und abschalten? Das klappt heute nicht ganz …

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Das Kriminalgericht in Bildern

Treppe in der Haupthalle

Eine kleine Fotoserie über die Gebäudekomplexe des Amtsgerichts Tiergarten in der Turmstraße, Wilsnacker Str. und Kirchstraße jeweils in Moabit findet man auf Berlin.de. Ganz nett gemacht, um einen ersten Eindruck der ehrwürdigen Altbauten und modernen Beton- und Plastikburgen zu bekommen.

In diesem Zusammenhang: Wer etwas über die Geschichte des Kriminalgerichts lesen möchte, wird bei dem Berliner Urgestein Rechtsanwalt Gerhard Jungfer fündig.

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Eigentor

Der Göttinger Kollege Tobias Feltus zitierte in seinem WebLog Wissenswertes, Interessantes und Kurioses aus Justiz und Alltag aus einem Zeitungsartikel, der die Äußerung einer Verteidigerin wiedergab:

„Meine Mandantin ist unschuldig. Wir streiten jegliche Tatbeteiligung ab.“

Man kann schon darüber streiten diskutieren, ob es nicht besser angebracht wäre, in einer Strafsache von „der Angeklagten“ zu sprechen statt von „meiner Mandantin„, um die professionelle Distanz zwischen Vertreterin und Vertretener auch nach außen zu dokumentieren. Völlig außer Diskussion sollte aber stehen, daß ein Verteidiger nicht von „wir“ spricht, wenn er „die Angeklagte/meine Mandantin“ meint.

Genau in diese Wunde legte Rechtsanwalt Feltus seinen salzigen Finger:

Es ist zu hoffen, dass die Verteidigerin nichts mit den vorgeworfenen Taten zu tun hat…..

Statt nun in sich zu gehen und über einen mißglückten Auftritt in der Presse nachzudenken, wählt die Verteidigerin die Offensive. Und fordert Rechtsanwalt Feltus mit Anwaltsschreiben auf, seinen Blogbeitrag zu entfernen.

Was ich nicht begreife: Warum ruft die Verteidigerin den Kollegen nicht einfach an und bittet ihn – vielleicht auch bei einem Glas Latte Macchiato – den Beitrag wieder rauszunehmen? Das wäre mit großer Wahrscheinlich erfolgreicher gewesen (so wie ich den Kollegen einschätze).

Zumindest hätte dies verhindert, daß der unprofessionelle Sprachgebrauch der Frau Kollegin (ich verkneife mir, den Namen hier zu nennen ;-) ) nun ein weiteres Mal in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

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Faxübertragung

Die Berliner Volksbank ärgert mich. Deswegen ärgere ich zurück. Und schicke meine Stellungnahme per Fax an drei verschiedene Stellen in dieser Bank.

Interessant ist die jeweilige Übertragungsdauer für die zwei Seiten:

Berliner Volksbank – Beschwerdestelle: 1:39 Minuten
Berliner Volksbank – Kundenservice: 1:38 Minuten
Berliner Volksbank – Qualitätsmanagement: 0:46 Minuten

Ich weiß jetzt noch nicht, welche Schlüsse ich daraus zu ziehen habe. ;-)

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Treppenreiniger

Der Mensch, der freitags unser Treppenhaus reinigt, scheint nicht viel Freude im Leben gehabt zu haben. Wenn man ihn bei seiner Arbeit antrifft, sollte man ihn, das Gesicht zur Faust geballt, besser nicht ansprechen. Ein fröhliches „Guten Morgen!“ führt in der Regel zu Blicken, die man erwartet, wenn man gerade von ihm beim Hoseanziehen erwischt wird, nachdem man mit seiner Frau die Nacht verbracht hat.

Dieser Mensch also erwischt mich. Bei Aufschließen unserer Kanzleitür:

Siiiee sind der Anwalt hier!?

Jaja, ich seh‘ zwar nicht so aus, aber ich bin’s wirklich. Und dann kam das, was ich schon beim Tonfall der ersten Frage erwartet hatte:

Sagen Sie, ich hätte da ‚mal eine kurze Frage …

Für solche Versuche, eine kostenlose Rechtsberatung zu erschnorren, habe ich im Laufe der Jahre so meine Standardantworten entwickelt. Irgendwas hat mich heute daran gehindert, diese Platte aufzulegen.

Statt dessen habe ich ihm einen Deal vorgeschlagen: Ich gebe ihm den erwünschten Rechtsrat und er reagiert künftig fröhlich auf Begegnungen im Treppenhaus …

Eben kam eine unserer Mitarbeiterinnen in die Kanzlei und fragte völlig überrascht:

Hey, was ist denn mit dem Putzmann los? Hat dem jemand was zum Rauchen gegeben oder warum grüßt er mich heute morgen so freundlich??

Auch ein schönes Honorar. ;-)

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Zugangskontrollen in Moabit: Luftpumpen verboten

Damit nicht jeder Hinz und Kunz ins Gericht geht und dann auch noch alles Mögliche mitbringt, was irgendwie gefährlich oder auch nur störend sein könnte, gibt es in Moabit Zugangskontrollen. Die Besucher entgehen nur ganz knapp der Pflicht, sich ausziehen zu müssen; ansonsten werden sie durchsucht wie ein Passagier, der mit EL AL nach Israel fliegen möchte.

Um zu verhindern, daß geladene Zeugen zu spät im Saal erscheinen, weil mal wieder 20 pubertierende Schüler einer Neuköllner Hauptschule einer Verhandlung beiwohnen möchten, bekommen die Zeugen eine Bedienungsanleitung zusammen mit der Ladung zugestellt. Interessant ist der folgende Hinweis:

Gegenstände, die für tätliche Angriffe oder für Störungen der Gerichtsverhandlungen missbraucht werden können, dürfen nicht in das Gebäude gebracht werden. Verboten sind insbesondere Werkzeuge, Scheren, Messer, Wecker, CD-Player, Glas- und Gasflaschen, Dosen, Luftpumpen, Trillerpfeifen, Gassprays, Walkmen, Radios und Pistolen.

Luftpumpen, aha. Damit kann man Geräusche machen, die sich unanständig anhören. Manchen Zuhörer brauchen dafür keine Hilfsmittel; trotzdem werden sie reingelassen. Das ist aber jetzt nicht fair, oder?

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