Frustriert

Den Gesichtsausdruck („Marke: Boah ey, ich habe ja sowas von keeeinen Bock heute.„), das Aussehen (Schlabberjeans, kariertes Hemd, drei Knöpfe oben offen; Sandalen, Socken.) und das Auftreten („!! Kommense rein und setzen Sie sich gefälligst hin, der Dolmetscher da und der Verteidiger da!!“) des Herrn Haftrichters E. am Amtsgericht Tiergarten heute morgen hätte ich zum Anlaß genommen, ihm sofort seine Papiere zu geben und zum Arbeitsamt zu schicken – wenn ich sein Arbeitgeber wäre. Der muß echt ’ne schwere Kindheit gehabt haben, dieser unkündbare Richter auf Lebenszeit.

Gut tuend war die Fröhlichkeit des Dolmetschers und das breite Kreuz meines Mandanten.

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Keine Beschimpfungen

Aus einem Gutachten, das zur Fortdauer einer Betreuung durch eine Nervenärztin erstellt wurde:

Von Richtern, Staatsanwälten und Vertretern von verschiedenen Behörden, aber auch von Psychiatern fühlt er sich verkannt und bösartig ungerecht behandelt entgegen seinen berechtigten Ansprüchen unter Nichtachtung seiner großen Begabungen und Fähigkeiten.

Dabei führt er eine ausgesprochen aggressive Sprache; er spricht durchweg nur von den „Schwachmaten“, benutzt aber auch immer wieder beleidigende und herabsetzende Ausdrücke wie „altes Schwein, Arschloch“. Damit belegt er alle, die ihm seiner Meinung nach nicht gerecht behandelt haben. Ausgenommen von diesen Beschimpfungen sind nur der Rechtsanwalt Hoenig und sein jetziger Betreuer Herr B.

Wenigstens nach außen hin verhält sich der Mandant einigermaßen gesittet, wenn er über mich, seinem Pflichtverteidiger, berichtet. Die unmittelbare Korrespondenz zwischen ihm und mir sieht ein wenig anders aus und ist zumindest in Teilen nicht jugendfrei. 8-)

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Europawahl

Stimme aus der Wahlkabine:

Sach ma einer Stopp!

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Bayreuther Landrecht

ohnevollmacht

Schau’n wer ma.
8-)

Weiterführendes zum Thema Vollmachtsvorlage gibt es bei den Vier Strafverteidigern, von den Kollegen Jürgen Melchior und Andreas Jede. Auch wenn’s nichts nützen wird. Schließlich sind das ja alle keine Bayern (obwohl Andreas Jede dort mal studiert hat). Und der BGH sitzt auch woanders.

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Hat nicht lange gedauert

Snapshot error NTCOPY, line 860
could not write 0 bytes – disk seems to be full

Quelle: 2009-06-05_Part-D.log

1 Terabyte reicht also nicht mehr.

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Annahme verweigert

Der Mandant hat mich per eMail um eine Stellungnahme und um meine Unterstützung gebeten. Ich habe ihm per eMail geantwortet. Ein paar Minuten später bekomme ich Post vom „Daemon“:

Sorry, your envelope sender has been denied: The recipient 550 5.1.1 does not want to receive mail from your address. (http://portal.gmx.net/serverrules )

Ja, was denn nun?

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Bayernpartei provoziert in Berlin

Ich hatte bereits am Sonntag über eine originelle Wahlwerbung der Bayernpartei in Berlin berichtet. Heute ist im Tagesspiegel zu lesen:

Wenn das mal zu Hause keinen Ärger einbringt.

Das denke ich allerdings nicht.

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Businessplan für Scheibenwischer

Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) legt den Roma nahe, beim Ordnungsamt ein Gewerbe anzumelden. Auf diese Weise könnten die rumänischen Familien, die zurzeit in einem Spandauer Asylbewerberheim untergebracht sind, dauerhaft in Berlin bleiben – und zwar legal. „Sie können sich zum Beispiel als freiberufliche Reinigungskräfte anmelden“, sagt Anja Wollny, Sprecherin der Sozialverwaltung.

Quelle: Tagesspiegel

Ja-nee, ist klar. Mal eben ein Gewerbe anmelden. Freier Beruf. Das bisschen Buchhaltung und die Steuererklärung, Arbeitsschutz, Krankenversicherung, Berufsgenossenschaft … und das mit den Quittungen für meine Betriebsausgaben schaffen die Leute auch locker.

Sach ma, Frau Heidi Knake-Werner, geht’s noch?!

Nebenbei: Wenn Sie mal was richtig Gutes rauchen wollen, melden Sie sich einfach mal bei mir.

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Das kann ich locker allein!

Der heranwachsende Mandant hatte einen erwachsenen Mittäter. Deswegen gab es zwei Verfahren: Das gegen den Mandanten vor dem Jugendrichter, gegen den Erwachsenen wurde vor dem Strafrichter verhandelt.

Das Verfahren gegen den Mandanten läuft noch. Gegen den Erwachsenen wurde am Donnerstag verhandelt. Der Mandant war als Zeuge geladen.

Ich hatte daher am Mittwoch mit dem Richter, dem Verteidiger des Erwachsenen und dem Nebenklagevertreter gesprochen und sie jeweils gebeten, den Mandanten nicht zu „quälen“, wenn er sich auf sein Schweigerecht beruft und nicht aussagt. Alle drei sagten mir ihre Unterstützung zu; der Nebenklagevertreter entband mich auch von meiner Sorge, daß der Staatsanwalt es trotzdem versuchen könne … er passe schon auf den Mandanten auf.

Aus Kostengründen verzichtete der Mandant daher, mich als Zeugenbeistand mitzunehmen; ich hatte ein gutes Gefühl, weil ich wußte, auf die Kollegen und das Gericht kann ich mich verlassen. Dem Mandanten habe ich in epischer Breite den § 55 StPO erklärt und daß er nicht aussagen solle und müsse, solange sein Verfahren nicht rechtskräftig beendet ist.

Der Mandant geht allein zum Gericht, wird als Zeuge in den Saal gerufen, ordnungsgemäß belehrt und … fängt an, eine völlig verquaste Zeugenaussage zu machen, bevor ihn irgend ein anderer Verfahrensbeteiligter daran hindern konnte.

Jetzt gibt es ein weiteres Verfahren; gegen den Mandanten; wegen Falschaussage. Und für sein bisheriges Verfahren sehe ich auch schwarz; die vorhandenen Spielräume haben sich erledigt.

Ich sach da jetz nix zu!

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Kanzlei Hoenig Info überlastet?

In den letzten Tagen gab es ein paar Performance-Probleme mit unserem Weblog.

=====8< ===== Um 17:30 war die Load bei 9, da es 125 PHP-Scripte gab. jedes hat ca. 22 MB an Arbeitsspeicher benoetigt, dadurch war der Arbeitsspeicher voll. =====>8=====

lautete die Diagnose.

Da scheint wohl der Umzug auf einen dickeren Server bevorzustehen.

Auch Erfolg hat seine zwei Seiten.

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