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Kanzlei Hoenig Info
Zusammenhanglos
Gegen den Mandanten wurde ein Bußgeldbescheid erlassen, weil er gegen das neue Waffengesetz verstoßen haben soll. Auf einer eng beschriebene Seite setzt sich das Landeskriminalamt mit der Verteidigungsschrift auseinander, die sich mit den objektiven Tatbestandvoraussetzungen der Rechtsnorm beschäftigt. Und dann folgt – aus der Hüfte geschossen – noch dieser Satz:
Abschließend ist noch anzumerken, dass es für die Erhebung eines Bußgeldes und dessen Höhe unerheblich ist, ob jemand Anwärter oder Mitglied eines Motorradclubs ist oder nicht.
Man muß nicht Psychologie studiert haben, um den Hintergrund zu erkennen: Der Bußgeldbescheid wurde genau deswegen erlassen, weil der Betroffene eben Mitglied eines Motorradclub ist. Basta!
Missstände in der JVA und die „Russenmafia“
Der Prozess um die vier Häftlinge der JVA Tegel, die Mitte letzten Jahres als sogenannte „Russenmafia“ Mitgefangene erpresst, terrorisiert und körperlich misshandelt haben sollen, geht in die zweite Runde.
Barbara Keller liefert auf Berlin Kriminell eine Zusammenfassung des schon jetzt recht umfangreichen Prozeßstoffs.
Kommentare deaktiviert für Missstände in der JVA und die „Russenmafia“
Arcor nervt
Das Telekommunikationsunternehmen Arcor wird derzeit von Verbraucherschützern wegen seiner Geschäftspraktiken kritisiert. Der kürzlich von Vodafone übernommene Konzern verärgert Kunden mit Streit um Flatrates und Vertragskündigungen.
Quelle: ZDF Frontal21
Bei der Telekom ist auch nicht alles Magenta was glänzt, aber ich bin froh, das Experiment mit ARCOR abgeschlossen zu haben.
Arbeitsplätze, die niemand will
Knöllchen verteilen, Hundehalter ermahnen, Radler in Parks stoppen – und jetzt auch noch das Rauchverbot in Kneipen kontrollieren: Kaum jemand erhält für seine Tätigkeiten so viele böse Blicke wie die Mitarbeiter der Ordnungsämter. Auch handfesten Aggressionen sind sie zunehmend ausgesetzt. Wie berichtet ist die Zahl der Angriffe auf Ordnungsstreifen seit 2005 kontinuierlich gestiegen. Deshalb fällt es den Bezirken schwer, genug Personal für all diese unpopulären Aufgaben zu finden.
Quelle: Tagesspiegel
Es wäre auch nicht mein Traumjob, in Neukölln oder Kreuzberg für „Ordnung“ zu sorgen. Vor dem Hintergrund, daß sich schon die Polizei in bestimmte Kieze nur noch in Mannschaftsstärke traut, habe ich durchaus Verständnis dafür, daß so ein Ordnungsbeamter einem Hundehalter im Rollbergviertel nicht unbedingt mit Freuden ein Kot-Tütchen übergeben möchte.
Übrigens: Die Bußgeldverfahren wegen Parkens in der Umweltzone ohne Plakette sind richtig selten geworden. ;-)
Telekom – druchinenadergrebracht
Heute erhalten wir eine Rechnung der Telekom. Das ist für sich genommen nicht der Rede wert. Wir haben schon mehrere Rechnungen bekommen. Allerdings läuft seit April einiges grundsätzlich falsch. Die Tarife für unsere beiden ISDN-Anschlüsse sind vertauscht. Ich hoffte, daß es diesen Monat geklärt ist. Und war eigentlich ganz optimistisch. Auch noch, als die eMail heute morgen in meinem Postfach lag:
Guten Tag Herr Hoenig,
mit dieser E-Mail erhalten Sie Ihre aktuelle Rechnung. Die Gesamtsumme für Ihre Rechnung im Monat Juli 2008 beträgt: 0,00 Euro.
Ich erwartete die vereinbarte Gutschrift der zuviel bezahlten Beträge.
Allerdings war diese Rechnung nicht das, womit ich gerechnet hatte. Denn ein „eMail-Paket“ hatten wir nicht vereinbart. Nagut, es wurde ja auch nichts berechnet, da ist wohl was druchinenadergrebracht gebracht worden:

Ich glaube, ich ruf da gleich mal an …
Polizist erschießt Hund
Mit einem Schuss aus seiner Dienstwaffe hat ein Polizist heute früh in Kreuzberg einen Hund getötet.
Die Beamten waren gegen 8 Uhr in die Ohlauer Straße gerufen worden, nachdem Anwohner das altersschwache Tier auf dem Hof eines Hauses entdeckt hatten. Der Hund lag auf einem Beet und konnte sich nicht mehr bewegen.
Mit Einverständnis des Halters schoss ein Polizeihauptmeister auf das Tier.
Quelle: Pressemeldungen der Polizei Berlin
Hmm. Sterbehilfe für einen Hund stelle ich mir irgendwie anders vor. Das geht auch etwas diskreter.
Daten gerettet
Seit Freitag vergangener Woche hatte unser Server ein Problem. Das haben wir dann gestern gemerkt. Als nichts mehr ging. Das Raid-System verteilte (nur) auf der Partiton D der drei Festplatten Müll.
Das Kopieren des Images auf die neue Harddisk war „nur“ ein zeitliches Problem; sowas dauert eben ein paar Minütchen.
Kritischer war, daß das Backup vom Freitag die letzte funktionierende Datenbank der Anwaltssoft und des Exchange-Servers beinhaltete. Die Sicherungen von Montag und Dienstag enthielten ziemlich viel unbrauchbaren Schrott.
Die Phantasy-(SQL-)Datenbanken konnten repariert werden, die Daten des Exchange-Servers wurden mit Hilfe der lokal abgespeicherten Sicherungen (backup.pst) wiederhergestellt. Und die anderen Dateien, die am Montag und Dienstag geschrieben wurden, lagen in unserer WebAkte. Kein Byte ging verloren. Nur ne Menge Zeit für die Fehlersuche und ne Menge Nerven. Besten Dank an die Techniker.
Ich bin gespannt, was die weitere Analyse bringt: CHKDSK reparierte die fehlerhaften Sektoren auf der gespiegelten Platte: Alles wieder gut. Dann zurück kopiert auf die drei RAID-Platten wurden wieder reichlich fehlerhafte Sektoren gefunden. Aber eben nur auf der Partition D; Laufwerk C war völlig in Ordnung. Wundersame Technik.
IGT

Was bedeutet eigentlich die Abkürzung IGT? Doch nicht das Wort, was mir gerade dazu einfällt, oder? ;-)
Die Fragen vom Einbürgerungsamt
Die taz fragt heute: Wie deutsch bist Du? Und beginnt den Artikel mit:
Ab dem 1.September gilt der bundeseinheitliche Einbürgerungstest. Jeder Ausländer, der deutscher Staatsbürger werden will, muss ihn bestehen. Eine machbare Aufgabe? Die Fragen 1 – 47
Bei der Frage 10 mußte ich doch ein wenig länger überlegen. Das lag nicht nur an dem mißglückten Layout, das die vierte Antwortvariante versteckt.
Sondern auch an Art. 102 GG in Verbindung Art. 79 GG. Abschaffung des Verbots der Todesstrafe mit „der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates“. Das sollte doch irgendwann ‚mal zu schaffen sein, oder? Obiter dictum.

