Haftbefehl

Vielleicht hätte sich der Ermittlungsrichter vorab informieren sollen.

Er verkündet seit Jahren Haftbefehle am Amtsgericht Tiergarten. Fluchtgefahr liegt seiner Ansicht jedenfalls immer dann vor, wenn die Verbüßung der Freiheitsstrafe im offenen Vollzug wegen ihrer Dauer nicht mehr möglich ist. Seiner Ansicht nach ist das grundsätzlich immer dann der Fall, wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren zu erwarten ist.

Aha. Das war mir neu, leben doch in der JVA Hakenfelde oder in der JVA Heiligensee Inhaftierte im offenen Vollzug, die zu mehr als fünf Jahren verurteilt wurden.

Ich danke der Vereinigung Berliner Strafverteidiger e. V. für die sehr lehrreiche Fortbildungsveranstaltung in Bad Saarow zur Untersuchungshaft.

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Entspannung

Einfach ‚mal nicht an den Job denken …

Stressabbau in Brno

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Alles Verbrächer!

Rene [Kurt@wsnntradingroom.com] schreibt mir eine eMail unter dem Betreff: Postbank.de:

http ://postbankservice.com/img/logo.jpg

Sehr geehrte Kundin,
Sehr geehrter Kunde,
Unser Land ist mit on – line – Banking in eine schwierige Lage geraten, deswegen wurde uns empfohlen, alle on – line – Konten von unserer Bank zu kontrollieren, um die „Tageskonten“ festzustellen, die von den Verbrächern dazu benutzt werden, die gestohlenen Gelder zu waschen. Deswegen bitten wir unsere Kunden und Partner inständig, einen Fragebogen für eine Kontobestätigung, der sich auf unserer offiziellen Web-Seite befindet, auszufüllen.
Die Konten, die bis zum 30.09.05 auf diesem Fragebogen nicht angegeben werden, werden sie bis zur Feststellung der Bedingungen ihrer Eröffnung und Verwendung blockiert. Diese Kontrolle geht sowohl die Privatkunden, als auch die Firmenkunden an.

http ://postbankservice.com

Wir wollen uns bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten, die wir Ihnen bereitet haben, entschuldigen, und, hoffen auf Ihre Unterstützung und gegenseitiges Einverständnis.

Mit freundlichen Grüßen,
Sicherheitsabteilung,
Postbank.de

Ich bin ja von der Postbank so einiges schon gewohnt, aber auf so eine Legasthenie fällt doch keiner mehr ‚rein, oder?

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Hello World

Eigentlich wollte ich das Blawg meiner Kanzlei erst nach den Herbstferien in Betrieb nehmen. Nachdem Jurablogs aber in der vergangenen Woche ein weiteres „Kanzlei-Blog“ – Recht und Alltag vom Kollegen Folkert Janke aus Berlin – vorgestellt hat, hat meine Ungeduld die Oberhand gewonnen.

Es hat schon viel zu lange gedauert, bis ich diesen ersten Beitrag veröffentlichen konnte. Zunächst mußte ich dem Provider 1 & 1 alle mir als Strafverteidiger zur Verfügung stehenden zivilistischen empfindliche Übel androhen, bis er endlich die ursprünglich für das Blog vorgesehene Domain zur Portierung auf meinen Stamm-Provider freigab.

Dann mußte mein Programmierer feststellen, daß ein Blog unter einer eigenen Domain zu betreiben von www.snafu.de nicht angeboten wird. Statt dessen hätte die URL zu dem Blog so ausgesehen:
http://mysql.snafu.de/rahoenig/domainname/

Ich bin dann zu Strato gegangen, dort hat alles recht zügig geklappt. Und nun gehört ist die Kanzlei Hoenig auch zur Blogger-Szene. ;-)

Besten Dank an dieser Stelle an Marian Heddesheimer für seine Programmierarbeiten.

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Zurück in Kreuzberg

Nach der Bastelei kommt die erste Ausfahrt – nach Kreuzberg:

Mit diesen Bildern erregte die Wanne bei einigen (zivilrechtlich tätigen und Schlips tragenden) Kollegen Anstoß: Das Auto steht im Parkverbot! Du meine Güte, wie das dem Fotografen bloß passieren konnte … 8-)

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Die Realisierung der Idee

Vor dem Versteigerungstermin hatte man bei dem Auktionshaus die Gelegenheit, sich die Schlachtrösser anzusehen. 10 oder 20 standen auf dem Hof. Eine Probefahrt war nicht möglich, wenigstens aber ein Motorstart. Ich habe mir so Stücker vier oder fünf näher angeschaut, ein paar „seriöse“ Gebrauchtwagenhändler nach ihren Tests gefragt.

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Die Knüppelgarde war an ihren Wagen sofort erkennbar

Die taz gibt im April 2005 zum Hintergrund der Wanne ihren Senf:

Wenn es ein Symbol für die Zeiten gibt, in denen in Berlin der Straßenkampf tobte, dann ist es die Wanne, im Behördenslang GruKaWe (Gruppenkraftwagen) oder Gru. Was hat sie im Laufe der Jahre nicht alles abbekommen: Farbbeutel, Steine, Flaschen, Zwillengeschosse, Molotowcocktails. Selbst die eine oder andere Gehwegplatte kam in den rauen 80ern von Dächern geflogen. Ungezählte Beulen zeugen davon. Sie rausmachen wäre viel zu teuer gewesen, sie wurden nur überlackiert. 250 Fahrzeuge der Baureihen D 408, 508, 609 und 611 – eine Spezialanfertigung von Mercedes für den Berliner Markt – nannte der Fuhrpark der Polizei einst sein Eigen. Inzwischen gibt es nur noch 164 und es werden immer weniger.

Interessantes weiß der Autor des Berichts auch über prominente Fahrgäste zu berichten:

Sie setzen die Person in einen vergitterten grün-weißen Mannschaftswagen […] und lassen auf dem Gelände der Polizeischule einen Steinhagel auf das Fahrzeug niedergehen. So geschehen mit Eberhard Diepgen (CDU), als der noch Regierender Bürgermeister war, auf dem Gelände der Polizeischule. „Diepgen war kreidebleich, als er rauskam. In seinem Gesicht stand die nackte Angst“, erinnert sich ein pensionierter Beamter schmunzelnd.

Bei Georg Schertz, der von 1987 bis 1992 Polizeipräsident war, war die Show nicht mal fingiert: „Wollen Sie mal mitfahren?“, luden Untergebene Schertz ein, mal eine Runde durch Kreuzberg zu drehen, als es dort mal wieder richtig heftig zuging. „Wir haben uns Klamotten ohne Ende eingefangen und sind auf der Felge wieder zurückgekommen“, erzählen sich die, die damals dabei waren. „Schertz redet darüber heute noch.“

Auch die taz packt die Wehmut:

Die Wanne wird ausgemustert. In zehn Jahren, so die Schätzung von Experten, wird die Seyfried-Comic-Vorlage ganz aus dem Berliner Straßenbild verschwunden sein.

Ganz? Nein, mindestens eine wird es überleben. :-)

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Herr Dr. Jocko

Der Fahrer

Herr Dr. Jocko

grüßt die anderen Affen.

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Bedenken?

§ 43 Bundesrechtsanwaltsordnung:

Der Rechtsanwalt hat […] sich innerhalb und außerhalb des Berufes der Achtung und des Vertrauens, welche die Stellung des Rechtsanwalts erfordert, würdig zu erweisen.

Oder § 43 b Bundesrechtsanwaltsordnung:

Werbung ist dem Rechtsanwalt nur erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet.

Kritisch war das schon: Ein kultiges Polizeiauto zum Kanzleifahrzeug umzuwidmen. Verboten wurde einem Kollegen zuvor noch, gemeinsam mit Autowerkstätten auf Werbetafeln vor einer Tankstelle für sich zu werden.

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Die Idee …

… entstand beim Abendbrot.

Die Polizisten taten mir immer leid

wurde Gerhard Seyfried vom Tagesspiegel am 11. März 2005 zitiert.

Er hat die grünen Transporter in seinen Berlin-Comics verewigt. Jetzt werden die „Wannen“ ausgemustert.

hieß es in dem Beitrag. Seyfried stellt fest, daß die Wanne nun den Weg allen alten Eisens geht, wie auch die Dampflokomotiven ihn gegangen sind.

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