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Motorradrecht
Die letzte Rille
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Hund gegen Motorrad in Kreuzberg
Nachdem ich hier auf Probleme mit Pferden hingewiesen habe, kommt nun die Variante: Ein Hund.
Eine 40-jährige Motorradfahrerin aus Schöneberg ist am Sonnabend nach einem Unfall schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Verursacht wurde der Unfall nach Angaben der Polizei von einem nicht angeleinten Hund, der an der Oppelner Straße in Kreuzberg gegen 15.25 Uhr plötzlich auf die Fahrbahn rannte. Die 40-Jährige konnte dem Tier zwar ausweichen, verlor dabei allerdings auf regennasser Straße die Kontrolle über ihr Motorrad und stürzte.
Quelle: Berliner Morgenpost
Es bleibt zu hoffen, daß der Hundehalter wenigstens eine Haftpflichtversicherung hat, die für den Schaden aufkommt. Die Kreuzberger „Hundesportler“ sind nicht eben für ihre finanzielle Stärke bekannt.
Update:
Der Hundehalter konnte bisher nicht ermittelt werden.
Quelle: Polizeiticker
Das führt leider zum selben Ergebnis wie die nicht vorhandene Haftpflichtversicherers des Hundehalters.
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Schon wieder: Motorrad gegen Pferd
Einen ganz besonderen Unfall hatte das OLG Saarbrücken zu beurteilen. Ein Moppedfahrer fährt in eine Herde Pferde (oder heißt es Pferdeherde?). So etwas hat man nicht alle Tage, deswegen gibt es jetzt auch ein Grundsatzurteil:
Blockieren die Pferde verschiedener Tierhalter die Fahrbahn, so spielt es für die Haftung keine Rolle, mit welchem der Tiere ein herannahendes Fahrzeug kollidiert. Die Pferde bilden ein einheitliches Hindernis, wobei von jedem Pferd die gleiche Gefahr ausgeht. Die betreffenden Tierhalter haften als Gesamtschuldner.
Aus den Gründen:
Erforderlich ist, dass sich bei der Verursachung der Rechtsgutverletzung gerade die dem Tier typischerweise anhaftende Gefahr verwirklicht hat. Diese spezifische Tiergefahr hat sich dann realisiert, wenn der Schaden auf der Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens und der dadurch hervorgerufenen Gefährdung beruht. Das ist nicht nur der Fall, wenn das Tier ausschlägt oder beisst, sondern auch, wenn es ausbricht und ein Verkehrshindernis bildet.
Oberlandesgericht Saarbrücken, Urteil vom 17.01.2006, 4 U 615/04-55/05
Fundstellen: Schadenspraxis 2007, Seite 62
Mir fallen dazu keine sinnvollen Kommentare ein. Hier gibt es einen weiteren Pferde-Mopped-Unfall.
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Angebliche 200 km/h statt erlaubter 100 km/h
Die Frankenpost berichtete über einen Moppedfahrer in der üblichen Form:
Nach dem TÜV in Radarfalle: Motorradfahrer mit Tempo 200 gestoppt
Dettelbach (dpa/lby) – Von sommerlichen Motorradtouren mit seiner PS-starken Maschine kann ein Unterfranke in den nächsten drei Monaten nur träumen. Der 27-Jährige hatte die Leistung seines Motorrads von 28 auf 78 PS erhöht und am Freitag vorschriftsmäßig beim TÜV Würzburg eintragen lassen. Um die Kraftentfaltung des Zweirads zu testen, drehte der Biker auf der Heimfahrt vom TÜV den Gashahn voll auf und raste mit Tempo 200 über eine Landstraße. Dabei wurde er von einem Videowagen der Autobahnpolizei verfolgt. Die Beamten filmten den Raser und hielten ihn an. Die Strafe: Drei Monate Fahrverbot, vier Punkte in der Verkehrssünderkartei und 750 Euro Geldbuße.
Mich ärgern solche Berichte. Weil sie einfach handwerklich schlecht gemacht sind.
Es wird hier der Eindruck erweckt, als ob die Autobahnpolizei hier noch vor Ort eine „Strafe“ verhängt hätte. Das ist sicherlich falsch. Wenn die Beamten einen solchen Fall registriert haben, dann schreiben sie eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige. Diese wird dann von der Bußgeldbehörde bearbeitet. Von dort erhält der Kradfahrer dann einen Bußgeldbescheid, gegen den er sich selbst oder mit Hilfe eines Verteidigers zu Wehr setzen kann. Das Ergebnis ist offen.
Wenn beispielsweise die Messung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde, dann ist sie entweder überhaupt nicht verwertbar oder es müssen Abzüge gemacht werden. Oder es gibt andere Gründe, warum die vom Bußgeldkatalog vorgesehene Regelbuße nicht verhängt werden kann. Oder das Verfahren verzögert sich bis hinein in die Verjährung. Oder oder oder …
Es ist alles nicht so einfach, wie sich das in der (Boulevard-)Presse anhört. Zumal manche Journalisten sich einfach keine Mühe geben, sauber zu arbeiten. Und – bitteschön: Was ist eigentlich genau ein „Raser„?
Link gefunden im Blog der Verkehrsunfallabwicklung
Bericht über die Beerdigung
Es hat ein wenig gedauert, nun kann man aus Insider-Sicht nachlesen, was bei Robert Königs Funeral ablief. Die BIKERS NEWS berichtet:
Am Mittwoch, dem 23. Mai 2007, fährt ein schwarzer KIA-Van mehrfach am V-Team Harley Davidson-Shop in Ibbenbüren bei Osnabrück vorbei. Als er schließlich hält, steigt ein groß gewachsener Mann mit blonden Haaren aus und betritt den Shop.
Er ist mit einer Pistole mit Schalldämpfer bewaffnet. Im Büro hat einer der Inhaber, Robert König, soeben seinen Arbeitstag begonnen. Der zweifache Familienvater wird von mehreren Kugeln getroffen. Er schleppt sich in den Werkstattraum, wo er wenig später an seinen schweren Verletzungen stirbt.
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Hanse Jamboree in mopeten.tv
Am 9. und 10. Juni fand wieder das Hanse Jamboree statt. Das Besondere daran: Die Moppedfahrer fördern mit den Treffen das Kinder Krebs Zentrum Hamburg.
In Henstedt-Ulzburg, nördlich von Hamburg, findet seit ein paar Jahren ein Motorradtreffen der besonderen Art statt: Das Hanse Jamboree. Neben dem Feiern und der gemeinsamen Ausfahrt, steht hier das Fördern im Mittelpunkt: Der Gewinn wird dem Kinder Krebs Zentrum Hamburg zur Verfügung gestellt.
berichtet mopeten.tv. Ein Video vermittelt Eindrücke von der Veranstaltung.
Hinweise gefunden bei Mobile Zeitgeist von Heike Scholz
Werbung mit geklauter Harley

Ein Rocker auf seiner Harley sollte der LBS helfen, ihr Spießerimage abzustreifen. Doch ein Polizist erkannte auf den Plakaten seine gestohlene Maschine wieder. Jetzt fordert er von der Bausparkasse eine Entschädigung.
Foto, Quelle und mehr: Spiegel online
Hier gibt es das peinliche Video der Bausparkasse.
Besten Dank an Christoph Zettler für den Hinweis
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Rot-gelber Autofahrer verprügelt rot-weißen Motorradfahrer
Ob es ein Zufall war, daß der Kradler ein rot-weißes Trikot trug und die Besatzung des Autos ein eher etwas rot-gelbes? Die Pressemeldung der Polizei dazu meint, es handelte sich um eine weitere Auseinandersetzung zwischen Mitglieder zweier verfeindeten MCs:
Leichte Verletzungen erlitt in der vergangenen Nacht ein Mitglied eines Motorradclubs, als er von dem Beifahrer eines „VW“ angegriffen wurde. Der Mann, der Angehöriger der Gruppierung „Red Devils“, einem Supporter Club der „Hells Angels“ ist, hielt gegen 23:45 Uhr mit seinem Krad an einer „roten“ Ampel an der Yitzhak-Rabin-Straße, wo er plötzlich aus der geöffneten Seitenscheibe eines neben ihm wartenden „VW” mit einem Gegenstand geschlagen wurde. Anschließend stieg der Täter aus, schlug weiter auf sein Opfer ein und sprühte ihm Reizgas ins Gesicht. Danach flüchtete er in dem „VW“, der von einer Frau gefahren wurde. Anhand von Zeugenaussagen wurde kurze Zeit später das Tatfahrzeug ermittelt. Bei der Überprüfung der Halteranschrift trafen die Beamten auf die 37-jährige Fahrzeughalterin und ihren 34-jährigen Bekannten, der dem Motorradclub „Darkrage“, einem Supporter Club der „Bandidos“, angehört. Gegen Beide ermittelt nun ein Kommissariat wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Bei der Durchsuchung des Autos fanden die Beamten Beweismittel. Hintergrund der Tat sind vermutlich schwelende Streitigkeiten der beiden großen rivalisierenden Motorradclubs.
Quelle: Polizeiticker auf meinberlin.de
Es ist nicht einfach, sich auf einem Motorrad sitzend gegen einen Angriff zu wehren. Und es ist auch nicht einfach, unerkannt mit einem Auto, an dem die Kennzeichen gut lesbar sind, nach Hause zu flüchten.
XT 500 – Vorbildliche Artikelbeschreibung bei eBay
UND NOCHMALS IN ALLER DEUTLICHKEIT: KEIN VERNÜNFTIGER MENSCH, DER SEINE SINNE AUCH NUR HALBWEGS BEISAMMEN HAT, KÄME AUF DIE ABWEGIGE IDEE AUS DIESEM UNSÄGLICHEN FRAGMENT EIN FUNKTIONIERENDES MOTORRAD AUFBAUEN ZU WOLLEN! DIESES MOTORRAD IST AUSSCHLIESSLICH ZUM SCHLACHTEN GEEIGNET!!
HAB´ ICH MICH VERSTÄNDLICH AUSGEDRÜCKT?
Quelle: eBay
Das könnte man glatt in einem Formularbuch für eBay-Verkäufer veröffentlichen.
Den Ärger des Verkäufers kann ich nachvollziehen. Ich hoffe nur, es gibt ein paar Leser, die aus dessen Fehlern lernen. Wer viel Geld ausgeben will, sollte sich vorher einmal anschauen, wofür.
Danke an Lutz W. für den Link

