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Politisches
Freiheit für zu Guttenberg
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) wird in der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg keinen Strafantrag stellen.
«Der Bundestagspräsident hat den Ältestenrat in seiner letzten Sitzung davon unterrichtet, dass dafür keine Notwendigkeit besteht», sagte Lammerts Sprecher Guido Heinen dem Berliner «Tagesspiegel». Eine nähere Begründung dafür gab es nicht.
berichtet die Berliner Zeitung.
Tja, wo kein Kläger, da kein Richter. Glück gehabt.
Trotzdem: Schade, ich hätte ihn gern verteidigt. ;-)
Ethnische Solidarität
Die Erscheinungsformen der Organisierten Kriminalität … sind vielgestaltig. Neben strukturierten, hierarchisch aufgebauten Organisationsformen (häufig zusätzlich abgestützt durch ethnische Solidarität, Sprache, Sitten, sozialen und familiären Hintergrund) finden sich -auf der Basis eines Systems persönlicher und geschäftlicher kriminell nutzbarer, insbesondere grenzüberschreitender Verbindungen Straftäterverflechtungen mit unterschiedlichem Bindungsgrad der Personen untereinander, deren konkrete Ausformung durch die jeweiligen kriminellen Interessen bestimmt wird.
Quelle: Sarrazin Amtsblatt Berlin Nr. 11 /18. 03. 2011
Und womit vertreiben sich sie sich die Zeit, die organisierten Ethnien?
-
– Rauschgifthandel und -schmuggel,
– Waffenhandel und -schmuggel,
– Kriminalität im Zusammenhang mit dem Nachtleben,
– Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung,
– Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft,
– illegales Glücks-und Falschspiel,
– Schutzgelderpressung,
– unerlaubte Arbeitsvermittlung und illegale Beschäftigung,
– Einschleusung von Ausländern,
– Kontoeröffnungs-und Überweisungs betrug,
– Zigarettenschmugge1,
– Kapitalanlagebetrug,
– Subventionsbetrug und Eingangsabgabenhinterziehung,
– Fälschung und Missbrauch unbarer Zahlungsmittel,
– Herstellung und Verbreitung von Falschgeld,
– Verschiebung insbesondere hochwertiger Kraftfahrzeuge und von Lastkraftwagen-, Container-und Schiffsladungen,
– Betrug zum Nachteil von Versicherungen,
– Einbruchdiebstahl in Wohnungen mit zentraler Beuteverwertung,
– Geldwäsche,
– Korruption in Verbindung mit Wettbewerbsdelikten (Kartellabsprachen) und Untreue.
Auch der Rest der Gemeinsamen Richtlinie der Senatsverwaltungen für Inneres und Sport sowie für Justiz über die Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei bei der Verfolgung der Organisierten Kriminalität vom 22. Februar 2011 erscheint eher eine angewandte Vorurteilsforschung zu sein als irgendwas Substantielles.
Geht doch ‚rüber!
Der Unterschied zwischen manchen grünen Kreuzberger_innnen / Neuköllner_innen, also den Ökos_innen einerseits, und den Bewohnern einer Einfamilienhaus-Siedlung in einer schwäbischen Kleinstadt andererseits scheint sich ständig zu verringern:
Und überhaupt: Wofür braucht ein Grüner / eine Grüne in der Großstadt einen Parkplatz?
Hey, macht Euch auf’s Land, wenn Ihr Ruhe haben wollt. Wir leben hier in einer Großstadt!
Kinder in den Knast
Der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat gerade eine „Einrichtung mit besonders intensiver pädagogischer Betreuung“ vorgestellt. Man mag die Worte wägen, wie man will – was er vorschlägt, ist nichts anderes als eine Kinderstrafvollzugsanstalt.
schreibt Christoph Ehmann in der taz
Ich habe diesen Artikel zum Anlaß für eine Suche nach „Jugendstrafvollzug erzieherisch“ auf Google genommen. Die ersten beiden Treffer sahen so aus:
Zukunft braucht Erinnerung. Oder auch: Es ist nicht jedem gegeben, aus Fehlern anderer zu lernen.
God Bless America!
Das Thema WikiLeaks ist ein gutes schönes beredtes Beispiel dafür, welche Qualität Bürgerrechte in den USA haben. Also in der USA, die sich für Freiheit und Gerechtigkeit in aller Welt, z.B. in Afghanistan, einsetzt. So weit, so gut irgendwas.
Der demokratische Abgeordnete und ehemalige Wahlkampfmanager der Demokraten, Bob Beckel, zum Beispiel nimmt ein solches Recht für sich in Anspruch, als er über den WikiLeaks-Mitbegründers Assange im Fernsehen spricht:
„Dieser Mann ist ein Feind der Vereinigten Staaten. Und wie man mit denen umgeht zeigen jeden Nacht unsere Spezialkommandos in Afghanistan.“
So spricht ein amerikanischer Demokrat, ein Abgeordneter! Oder auch so:
„Man sollte den Typ …“
Über die Stellungnahme dieses US-Amerikaners schreibt Ralph Sina, WDR-Hörfunkstudio Washington, für die Tagesschau weiter:
Er sei zwar kein Befürworter der Todesstrafe. Aber im Fall von Assange kenne er keine Gnade, tönt Beckel. Es gebe nur einen Weg, mit WikiLeaks fertig zu werden: nämlich den Hurensohn Assange illegal zu erschießen.
Möge der Liebe Gott die Amerikaner vor solchen Strolchen wie diesen Bob Beckel schützen.
Link gefunden bei KaDe@Niederrhein.
Unsere Bundesregierung aus Sicht der USA
Die Wikileaks-Veröffentlichungen vertraulicher und teils geheimer Berichte des US-Außenministeriums enthüllen wenig schmeichelhafte Urteile der Amerikaner über deutsche Politiker. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bescheinigten sie, „selten kreativ“ zu sein und das Risiko zu meiden. CSU-Chef Horst Seehofer wird als „unberechenbar“ charakterisiert, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) als „aggressiv“.
berichtet die taz über die Veröffentlichungen unter www.wikileaks.org .
Nicht, daß ich meine, unsere Regierung verteidigen zu müssen. Aber vielleicht sagt einer diesen Amerikanern mal, was wir von ihnen halten.
Ein Staat, der sich in die Hose macht
Die Sicherheitsapparate eines Polizeistaats dürfen alles, was sie können. Die Sicherheitsapparate eines Rechtsstaats können alles, was sie dürfen. Sie dürfen und können ziemlich viel, aber das hat eine Grenze – auch in Zeiten echt oder angeblich drohender Terroranschläge.
beginnt Heribert Prantl seinen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung, in dem er die gegenwärtige Hysterie in der Politik kritisiert:
Mittlerweile reicht, wie in diesen Tagen, eine bloße Terrorwarnung, um an den Pfählen des Rechtsstaats zu rütteln – in der Politik wurden sogleich allerlei Maßnahmen diskutiert, die das Recht und das Bundesverfassungsgericht eigentlich verboten hat. Die rasende Aufgescheuchtheit, die fiebrige Hysterie kann einem Himmelangst machen.
Ich bin mir auch nicht so sicher, ob man sich mehr vor „den Terroristen“ fürchten soll oder mehr vor den Panikmachern in den Innenministerien. Immerhin sind die „Terrorwarnungen“ mehr als diffus, die irrwitzigen Reaktionen der Politik und der Exekutive hingegen bereits jetzt schon recht real.
Link gefunden auf Facebook bei Hans Jagnow
Altersweisheit
Das Leben durchläuft verschiedene Phasen. Und im Alter werden manche Menschen sonderbar.
Wenn es mal bei mir soweit ist, daß ich nicht mehr Herr meiner Sinne bin, wäre ich dankbar, wenn es mir einer sagen würde, bevor ich mich so daneben benehme wie unser Herr Finanzminister.
Impressionen aus dem Wendland
Ein Fotoprojekt gegen die deutsche Atompolitik von Andreas Herzau, Christian Jungeblodt, Michael Meyborg, Daniel Rosenthal, Lukas Thiele und der Fotoagentur LAIF
Gefunden in der taz.
Sensibler Rassist
„Der Kern des Problems ist der faschistische Islam, die kranke Ideologie von Allah und Mohammed, die niedergelegt ist im islamistischen ,Mein Kampf‘, dem Koran.“
Das ist das Statement eines Rassisten.
„Es wird gesagt, dass Sie Aussagen in den Medien machen, aber hinterher einer Diskussion aus dem Weg gehe. Es sieht so aus, dass Sie das auch heute wieder tun.“
Und das die Feststellung seines Richters.
Der Rassist ist etwas empfindlich und fühlt sich einem befangenen und parteilichen Richter ausgesetzt.
Zitate aus einem Artikel von Gunda Schwantje in der taz

