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Kanzlei Hoenig Info
Mehr Grün auf die Straße
Die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fordert eine stärkere Polizeipräsenz in den Problemkiezen der Hauptstadt. „Wir müssen klarmachen, dass bei Ausschreitungen wie vor kurzem im Wrangelkiez das Prinzip Null Toleranz gilt“, sagte CDU-Generalsekretär Frank Henkel gestern. Dies sei nur mit mehr Polizei auf den Straßen möglich.
schreibt die Berliner Morgenpost.
Wie das im besonderen Fall aussehen kann, hat man am Samstag Nachmittag bei der Demonstration zum Gedenken an den Ermordeten Punk Silvio Meier gesehen: Da haben 1.200 Polizisten auf 800 Demonstranten aufgepaßt (Quelle: taz).
Qualitätsmanagement bei der Polizei
Wir machen jerade eine Qualitétsübaprüfung und ick wollte frahren ob ick Ihnen ein paar Frahren frahren kannn.
wird Jochen Reinecke durch einen Polizisten gefragt, nachdem er vor einijer ßeit den Notruf anjerufen hatte. Nun will die Leitung offenbar wissen, ob das denn alles so in Ordnung war mit der Entgegennahme des Notruf.
Lobenswert! Zeigt dieses Geschichtchen doch, daß man auch bei den Freunden und Helfern ein Qualitätsmanagement pflegt. Es wäre schön, wenn man das nicht (nur) mit Bordmitteln machte, sondern damit auch mal externe Profis, die ein wenig engagierter bei der Sache wären.
Quelle: Berlin-Journal
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Neukölln – es ist kurz vor zwölf!

Die Uhr am Rathaus Neukölln – via Hauptstadtblog.
Naja, so schlimm isses da ja nun auch wieder nicht.
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Pfiffige Bewerbung
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich an Ihrer Stelle wäre echt voll genervt, wenn ich täglich unzählige Bewerbungen lesen müsste, die alle mit „Hiermit bewerbe ich mich…“ anfangen.
Ich frage mich sowieso, wer sich bei der heutigen Lage auf dem Arbeitsmarkt noch eine ernsthafte Bewerbung erlauben kann, denn 50 Bewerbungen und 50 Absagen sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei.
Meine ‚Mama‘ sagt immer: „Kind, geh schaffe und bring Kohle bei…!“ Aber sie wissen ja bestimmt wie Mamas so sind, Sie haben sicher auch eine. Na ja, man muss sie verstehen, Mama will schließlich nur das Beste für mich.
Fakt ist, ich suche eine Festanstellung als Sekretärin und ich will zu Ihnen. Natürlich könnte ich mich auch als Kassentippse bei Wal Mart oder Köchin im Altenwohnheim bewerben (kochen kann ich nämlich auch und das sogar ganz gut), aber wer kocht schon gerne Sachen, die sowieso in den Mixer müssen…! Eigentlich sollte ein Beruf Spaß machen. Für alles was mit Sekretariatsaufgaben zusammenhängt, habe ich noch sehr viele Ordner frei, die stelle ich Ihnen zur Verfügung.
Einen IQ habe ich auch, nur in Mathematik und Latein nicht. Aber wer will denn schon wissen, wie hoch die Cheops-Pyramide auf den Millimeter genau ist (sie ist SEHR hoch!) und wer spricht denn heute noch Latein? Niemand!
Auf der anderen Seite kann ich ihnen natürlich mit Excel problemlos ausrechnen, wie viel Säcke Reis in China jährlich umfallen und mit Power Point eine voll animierte Präsentation des Lebens der gemeinen Schmeißfliege im 13. Jahrhundert erstellen. Und bei Bedarf kann ich auch einem Engländer eine Brücke verkaufen. Mit einem wundervollen Ausblick auf den Rhein und Mainz-Kastell.
Wenn Sie mit dem Lesen bis hierhin gekommen sind und sich immer noch nicht dafür entschieden haben, mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, dann dürfen Sie meine Bewerbung gerne ausdrucken und einen Papierflieger basteln.
Mal ganz im Ernst, heutzutage schreibt doch jeder Jobsuchende eine Bewerbung mit dem Gedanken, dass er sowieso eine Absage bekommt, bei mir wird’s wenigstens ein Papierflieger.
Aber ich gebe zu bedenken: Das Leben ist eines der härtesten – besonders für eine 23jährige Berufseinsteigerin, die eine Festanstellung sucht. Auf Wunsch schicke ich Ihnen natürlich auch noch eine dieser langweiligen Standardbewerbungen (…hab‘ ich alles gelernt) und natürlich auch mit Foto.
Leider habe ich daheim keinen Scanner, deshalb ist auch keines dabei. Bis ich im September 2006 bei Ihnen anfangen kann, habe ich auch schon einiges an Berufserfahrung zusammen und das Outlook zu meinem besten Freund gemacht (ok, guter Bekannter).
Dann kann ich auch kundenorientiert arbeiten, so wie bei der SFS, wo ich meine Ausbildung absolviert habe. (Oh no, dieses Wort ruiniert den Stil meiner Bewerbung, das muss ich schnell ändern.) Kundenkontakt ist was tolles, die Hosen sind längst nicht so schnell durchgescheuert.
Bis demnächst (hoffentlich), jetzt liegt es an Ihnen. Oh Gott, was soll ich anziehen?
Ich grüße Sie
Besten Dank an Klaus uss Dreispe für die nette Zuschrift.
(Und für die Dilldappen)
Sach‘ ich doch: Zieht nach Kreuzberg!
Ein weiterer Berliner mit Migranten-Hintergrund will nach Kreuzberg ziehen:
Kreuzberg ist wie ein Mikrokosmos. Es ist nicht wie der schicke Prenzlauer Berg, wo alle gleich alt sind und die gleich hübschen Kinder haben und in der ähnlichen Einkommensgruppe sind. Es ist auch nicht so künstlich wie Berlin-Mitte und deutlich lockerer als Dahlem oder Steglitz. Und für Marzahn und Hellersdorf bin ich einfach nicht mehr schnell genug und meine Tochter kann noch nicht laufen, um notfalls vor den Nazis davonrennen zu können.
sagt Cem Özdemir.
Recht hat er, deswegen: Herzlich willkommen im Kiez! Selbst wenn allzuviel Grünzeug auch nicht gesund sein kann. ;-)
Quelle: Hauptstadtblog
Letzte Mahnung
Ist auch nach der zweiten Mahnung keine Zahlung eingegangen, kann dann eine dritte Mahnung erfolgen. Die dritte Mahnung wird gelegentlich auch als letzte Mahnung bezeichnet. Sie wird nach Ablauf der in der zweiten Mahnung gesetzten Frist versandt, oder aber nach Ablauf von etwa 14 Tagen nach der zweiten Mahnung, wenn man in dieser keine Frist gesetzt hatte. In der dritten Mahnung wird man in unmissverständlicher Weise eine letzte Frist zur Zahlung setzen und die gerichtliche Verfolgung der Forderung gegenüber dem Kunden/Schuldner in Aussicht stellen.
Ich finde, das ist doch brutal, nach der letzten Mahnung schon gleich zu klagen. Es gibt doch noch die allerletzte Mahnung und dann noch die jetzt-ist-aber-wirklich-Schluß-Mahnung und …
Woher ich den Unsinn mit der letzten Mahnung habe? www.Mahnerfolg.de. Seltsame Hobbys haben manchen Leute …
Ernsthaft: Vielleicht liest man dort mal das Gesetz, z.B. § 286 BGB – da ist die Rede von EINER einzigen, einsamen Mahnung. Und selbst die ist oft genug noch entbehrlich.
Italienische Zeiten
Statt Digitaluhr.
(2 MB wmv mit Ton)
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Google Earth hilft bei Ermittlungen
Der Schulder eines Mandanten wollte sich der wohl verdienten Zwangsvollstreckung entziehen, indem er sein Namensschild an der Haustür entfernte. Der Gerichtsvollzieher teilte uns mit: „Unter dieser Anschrift unbekannt.“
Nachforschungen ergaben, daß der Schuldner aber noch unter dieser Anschrift wohnhaft sei. Ein Blick aus 50 Meter Höhe auf die Wohnanschrift mit Hilfe von Google Earth ergab, daß es da noch ein Hinterhaus gab.
Mit einer aktuellen Auskunft aus dem Melderegister und dem Bild des Hinterhauses konnte der Gerichtsvollzieher einen weiteren Versuch starten … der dann erfolgreich war.
Besten Dank an den Leerling für die nette Idee. ;-)
BTW:
Der weiße Transporter, der im Hinterhof unserer Kanzlei steht, ist mein Vito.
Disqualifiziert im Wrangelkiez
Besser Handschellen anlegen „als ein Messer in den Bauch bekommen“, erklärt Körting.
Wer oder was ist Körting?

Nein, das ist kein Rechtsradikaler. Innensenator von Berlin ist der Mann, der sich – auf dem Niveau einer Diskussion in einer Eckkneipe Neuköllns um 4 Uhr morgens – über den Wrangelkiez und das dortige Vorgehen der Polizei ausläßt.
Eigentlich hatte ich von der Sitzung des Innenausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses ein wenig Licht im Dunkel erwartet. Statt dessen lese ich in der taz:
Frage von Volker Ratzmann, Fraktionschef der Grünen:
Trifft es zu, dass Zwölfjährige am vergangenen Dienstag in der Wrangelstraße auf offener Straße von der Polizei in Handschellen gelegt wurden?
Die Anwort vom Herrn Innensentor:
Ich vermag nicht zu erkennen, wozu solche Details weiterhelfen.
Weiter heißt es in dem taz-Bericht:
Nach Angaben von Jugendlichen und Anwohnern des Wrangelkiezes gegenüber der taz waren es die Handschellen an den Handgelenken der zwölfjährigen Migrantenkinder gewesen, die die umstehenden Menschen so empört hatten. So gefesselt, hätten die Jungen 10 bis 15 Minuten an der Wand gestanden, bis sie abtransportiert wurden. Fragen nach dem Grund seien von den Beamten nicht beantwortet worden, berichten Beobachter.
Quelle: taz vom 21.11.06
Ich vermag nicht zu erkennen, was den Mann für den Posten eines Senators qualifiziert. Am Zapfhahn der „Stumpfen Ecke“ hingegen würde er bestimmt ne gute Figur machen.
DAS gaukelt Leistungen vor …
… die der Versicherer tatsächlich aber nicht erbringen muß (will?).
Die Vier Strafverteidiger und das RSV-Blog berichten über ein neues Leistungsangebot des Rechtsschutzversicherers DAS.
In dem Angebot heißt es:
Die Antwort auf alle Rechtsfragen. Wann immer und so oft Sie Rat benötigen – für nur 4,99 €/Monat.
In den Versicherungsbedingungen heißt es:
Der Versicherer ist berechtigt, nach Anekennung der Leistungspflicht für die zweite oder jede weitere Rechtserstberatung innerhalb von zwölf Monaten den Vertrag vorzeitig zu kündigen.
Also: Der Versicherungnehmer ruft zum zweiten Mal an und bekommt anschließend die Kündigung wann immer und so oft er sie benötigt.
Wieso denke ich gerade an www.lebensprognose.com?