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In eigener Sache
over capacity
Manchmal wünsche ich mir auch so’in Schild an meiner Bürotür:
-
crh is over capacity …
Allerdings rechne ich damit, daß sich darum keiner schert.
Anwaltswerbung an der Grenze
Ich dachte schon, daß unsere Werbung mit der Wanne frech ist, und habe mich für mutig gehalten. Dieses Kanzleifahrzeug stellt unsere Idee aber weit in den dunklen Schatten:

Es gibt allerdings böse Kritik, berichtet Rainer W. During im Tagesspiegel.
Ich ziehe den Hut vor dem Mut der Kollegen.
Foto: During, via Tagesspiegel
Danke an Richter Ballmann für den Hinweis auf den Artikel.
Update:
Ein Anwalts-Feuerwehrauto gibt es noch nicht. Hopp-hopp, liebe Kollegen! ;-)
Home Office
Obwohl solch ein Aufkleber

auf dem heimatlichen Rechner fehlte, war es nach reichlich Jahren endlich mal wieder an der Zeit. Das ist nun der neue:

Die verregneten November-Wochenenden können kommen …
Besten Dank an Gisbert für die Beratung und das solide Handwerk!
Paparazzo in Moabit
Ich kannte den Fotografen aus vielen Verhandlungen in Moabit. Der Mann sieht eigentlich nicht danach aus, als gehörte er zu der Klasse von rücksichtslosen Fotografen, die ihren Lebensunterhalt mit der Verletzung von Persönlichkeitsrechten zu verdienen versuchen. Um so mehr war ich überrascht, daß er auch dann noch draufhielt, als Richter, Angeklagter und Verteidiger unisono mitteilten, sie wollten nicht fotografiert werden. Auch nicht in der Verhandlungspause.
Einmal losgelöst von den juristischen Spitzfindigkeiten, die uns das Bundesverfassungsgericht am 3. April 2009 (1 BvR 654/09) mit auf den Weg gegeben hat: Ich finde solche Paparazzi, wie den von gestern Vormittag, schlicht unverschämt, wenn sie versuchen, Verfahrensbeiteiligte entgegen ihren ausdrücklich geäußerten Willen auf ihre Chips zu speichern.
Und wenn ich dann anschaue, für welchen Mist sich dieser ungehobelte Kerl sich bei allen Nicht-Fotografen im Gerichtssaal derart unbeliebt gemacht hat, muß ich ernsthaft an seiner intellektuellen Leistungsfähigkeit zweifeln. War dieses Bild es wert, sich Feinde zu machen?

Was zahlt die Zeitung für solche Farbklekse? 20 Euro?
Geile Musik
Gegen Berliner Strafverteidiger besteht außerhalb Berlins das Vorurteil, sie seien ungehobelte Rüpel. Insbesondere in den neuen Bundesländern, die ohnehin traditionell „etwas“ gegen Berliner haben. Meine Aufgabe bei der ersten Kontaktaufnahme mit Richtern und Staatsanwälten „im alten Osten“ sehe ich deshalb darin, für gute Stimmung zu sorgen und zu zeigen, daß ich ein freundlicher und friedlicher Mensch bin. 8-)
In einer recht schmutzigen Jugendschutzsache wollte ich mit der zuständigen Staatsanwältin in einer ostdeutschen Landeshauptstadt telefonieren. Unsere Mitarbeiterin hat die Staatsanwältin über die dortige Geschäftsstelle erreicht und mich mit ihr verbunden, nachdem sie ein paar Sekunden der Musik in unserer Warteschleife gelauscht hat.
Die Staatsanwältin begrüßte mich mit den Worten: „Was haben Sie da für eine geile Musik!“ Ich hatte mich darauf eingestellt, erst das Eis brechen zu müssen, bevor ich mit ihr verhandeln konnte. Das war jedoch nach der Musikeinlage nicht mehr nötig.
Schneeflöckchen, verfluchtes
So sieht’s aus im Lande Brandenburg:


Daß mich der erste Schnee dieser Saison gerade auf der Rückfahrt von Zehdenick nach Berlin erwischen mußte, nehme ich dem da oben echt übel. Das habe ich – gerade heute – nicht verdient.
Argumente gegen das Radfahren
Zunächst der freundlich Hinweis, man möge sich doch beeilen. Aus gutem Grunde:

Und dann das hier:

Soll ich das Rad jetzt tragen? Ich glaube nicht, daß das gemeint war. Aber es gab auch überzeugende Argumente dafür, nicht mit dem Rad zu fahren.
Wenn man keine Arbeit hat …
Aus meinem Einkommensteuerbescheid:
Zinsabschlag/Kapitalertragssteuer kann auf die Steuerschuld nur bei Vorlage entsprechender Steuerbescheinigungen im Original angerechnet werden.
Ich hatte meinem Steuerberater die Bescheinigungen in Kopie übermittelt, die er an das Finanzamt weitergeleitet hat.
Nun habe ich Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt und die Original nachgereicht. Irgendwann wird dann ein neuer Bescheid erlassen und mir dann die gezahlte Zinsabschlag/Kapitalertragssteuer in einer weiteren Zahlung überwiesen.
Na gut, solange die Finanzbeamten mit diesem überflüssigen Mist beschäftigt sind, können sie keinen anderweitigen Unsinn machen.
Staatsanwalt verprügelt Rechtsanwalt
Der Kollege Rechtsanwalt Manfred Zipper ist Fachanwalt für Strafrecht, also Strafverteidiger. Strafverteidigung ist Kampf, sagt ein anderer Strafverteidiger, kein geringerer als Hans Dahs.
Nun hat der Kollege Zipper – nach eigenem Bekunden „noch aktiver Ringer“ – sich wohl mächtig ins Zeug gelegt und dafür eins auf’s Auge bekommen, dies aber richtig.
Es stellt sich mir nur die Frage, ob er das Dahs-Zitat nicht falsch verstanden hat. Ich kämpfe ja auch für die Rechte meiner Mandanten, aber daß ich mich von einem Staatsanwalt – oder gar von einem Strafkammer-Vorsitzenden – verprügeln lassen würde … soweit geht die Liebe zum Beruf dann doch nicht.
Es könnte allerdings sein, daß Herr Zipper da nicht von einem Organ der Rechtspflege eins gedonnert bekommen hat, sondern von einem seiner Mandanten. Denn Herr Zipper ist nicht nur als Strafverteidiger unterwegs, sondern auch noch als Vertreter der Roland Rechtsschutz. Er ist ein Partner-Anwalt dieses Versicherers, der mit Engagement und exzellentem Fachwissen die Interessen vertritt.
Ich gestatte mir die Frage: Wessen Interessen vertritt der Partner-Anwalt eines Versicherers eigentlich: Die seines Mandanten? Oder die seines Partner-Versicherers?
Mir hat bislang weder ein Staatsanwalt, noch ein Mandant ein blaues Auge geschlagen. Ich verkaufe meine Seele aber auch weder dem einen, noch irgend einem anderen. Ich bin und bleibe unabhängig, auch unabhängig von Mandaten, die mir ein Versicherer vermittelt.


