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Off Topic
Sensibel wie ein Güterzug
Aus einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung:
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, eine korrekte Kennzeichnung sowohl landwirtschaftlicher wie industrieller Güter aus israelischen Siedlungen so sicherzustellen, dass für die Konsumenten erkennbar wird, ob das Produkt aus einer israelischen Siedlung oder von einem palästinensischen Produzenten in der Westbank stammt?
Angenommen, der Wunsch der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ginge in Erfüllung, und israelische Produkte würden künftig gekennzeichnet, wie sollte die Markierung denn ausgestaltet werden? Vielleicht mal ein gelber Stern?
Jahrhundertelange Tradition: Der Verzehr von Eichhörnchen und Hunden
Eine Ode an den Espresso:
Ich liebe diesen kleinen, heißen Schluck, morgens und nachmittags, seine Bitternoten, den Schmelz der Crema auf der Zunge, das leichte Schokolade-Nuss-Aroma, den Duft der gerösteten Bohnen, selbst die Neige im Steinguttässchen, dieses Gemisch aus Zuckerrest, Schaumspur und Kaffeesatz. Ein guter Espresso ist ein Gedicht, ein Kulturgut, ein Hammer.
... und eine Absage an die dehydrierten Hobbygärtner, aka Teetrinker. Von Jan Spielhagen auf SPON
Schleizer Dreieck - Petition zum Erhalt der Rennstrecke
Es gibt sicherlich gute Gründe für Umwelt- und Lärmschutz. Aber es gibt auch Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Wenn an ein paar Tagen im Jahr ein bisschen Spektakel gemacht wird, an dem sich viele Menschen erfreuen und von dem die Region um Schleiz auch lebt, bedeutet das nicht das Aus für den Naturschutz.
Das Schleizer Dreick ist mir seit einigen Jahrzehnten ein Begriff. Ich würde es bedauern, wenn die seit 1923 bestehende und damit älteste „Natur“-Rennstrecke Deutschland wegen der Beschwerde von ein paar Anwohnern geschlossen werden müßte. Sicherlich wird es Möglichkeiten geben, mit denen der lärmgeplagte Anwohner und die Rennstrecke leben können, wenn man zu Kompromissen bereit ist.
Deswegen komme ich hier einer Bitte nach und weise hin auf eine Petition, die dazu beitragen kann, daß auch in den kommenden Jahren das Schleizer Dreieck von vielen Motorsportlern und Zuschauern besucht werden kann. Unterschreiben Sie massenhaft: Hier geht es zur Petition zur Erhaltung des Schleizer Dreiecks als Rennstrecke.
Und informieren Sie andere, die Spaß an der Tradition haben - auch wenn sie manchmal ein wenig knattert und riecht.
Bekloppte Anwaltssuche
Der Plan eines Arbeitgebers, eine neue Stelle zu schaffen und damit z.B. einem Berufsanfänger ein Sprungbrett zu bieten, könnte im Einzelfall in den finanziellen Ruin führen. Wenn ich mir den Bericht des Kollegen Wolf Reuter, seines Zeichens Fachanwalt für Arbeitsrecht, ansehe, frage ich mich, wie eine Rechtsanwaltskanzlei sich einen Nachwuchsanwalt suchen darf.
Die Suche „nach einer jungen Kraft mit höchstens zwei Jahren Berufserfahrung“ sei nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) diskriminierend und löse einen Schadensersatzanspruch in 5-stelliger Höhe aus, berichtet Rechtsanwalt Wolf Reuter. Das ist doch bekloppt!
Es ist einem Arbeitgeber also verboten, jemanden zu suchen, mit dem er mehr Zeit verbringt als mit seinem Ehepartner und von dem er ganz konkrete Vorstellungen hat.
Wenn eine Kreuzberger Kanzlei beispielsweise eine türkischstämmige Rechtsanwältin, um die 40 Jahre alt, verzugsweise aus religiösen Gründen Kopftuch tragend, suchen würde, weil mit ihr eine spezielle Zielgruppe angesprochen werden soll, dann hat sie also ein Problem. Ein solcher Wunschzettel sei nur dann zulässig, wenn er - der Wunsch -
wegen der Art der auszuübenden Tätigkeit oder der Bedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung darstellt, sofern der Zweck rechtmäßig und die Anforderung angemessen ist.
Und wer bestimmt nun, was „wesentlich“, „entscheidend“ und „angemessen“ ist? Na klar: Ein Arbeitsrichter. Oder zwei oder drei nacheinander. Ganz nach dem Motto: „No risk, no fun!“
Wenn die Kanzlei sich also in ihrer Stellenanzeige nicht auf „Rechtsanwalt/Rechtsanwältin gesucht“ (oder auf sonst so ein lila PädagogInnengeschwurbel) beschränkt, hat sie ohne fundierte arbeitsrechtliche Beratung gute Chancen, das Jahresgehalt zahlen zu müssen, ohne daß die Arbeit dafür geleistet wird. Also sucht sie „unter der Hand“ oder wirft hunderte Bewerbungen solange in die Tonne, bis sich zufällig eine 42-jährige Muslima mit Rechtsanwalts... Pardon: Rechtsanwältinnenzulassung bewirbt.
Aufreger der Woche: Schufa
Ich weiß gar nicht, aus welchem Grund sich die Leute so dermaßen aufregen.
Der Kollege Rechtsanwalt Sebastian Dosch spricht KlarkLAWtext:
Viele Menschen haben mit Mahnschreiben und Zahlungsaufforderungen keine großen Probleme - doch wenn das Wort darin auftaucht, werden Ohren gespitzt, Augen zusammengekniffen und Kulis gezückt: Schufa.
Wo ist das Problem, wenn man die folgenden Grundsätze beherzigt:
- Ich kaufe nur das, für das ich auch Geld habe. Wenn nicht, dann nicht.
- Wenn ich etwas gekauft habe, dann bezahle ich es sofort.
Hey, das ist ein freies Land hier. Wer sich an diese Grundsätze nicht halten will, ok. Kann er machen. Aber dann darf er auch nicht meckern, wenn der Verkäufer sagt: „Du kannst mich mal!“ und das dann auch den anderen Verkäufern mitteilt.
Oder habe ich da was übersehen?
Und wer einen Account bei Facebook unterhält, darf der sich dann beschweren, wenn die Schufa oder das Landeskriminalamt Geburtstagsgrüße an die Pinnwand schickt?
Schufa kündigt Facebook-Account
Nach massiven Protesten an Plänen, Informationen aus sozialen Netzwerken wie Facebook zur Berechnung der Kreditwürdigkeit zu nutzen, ist das Projekt gestoppt worden. Das Hasso-Plattner-Institut kündigte den umstrittenen Forschungsvertrag mit der Auskunftei Schufa.
meldet die FAZ und andere einschlägig bekannte Wirtschaftsblätter.
Ob dahinter der Facebook-Account von Herrn Hasso Plattner steht, der nun doch etwas zu verbergen hat, wird nicht berichtet.
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Politisch korrekte Strolche
Aus unserem Küchenschrank:
Zu „meiner Zeit“ hießen die Dinger anders. Darf man heute nicht mehr sagen. Oder vielleicht noch nicht (wieder).
Der letzte Mandant, der zu den „Dickmännern“ (darf man das eigentlich sagen?) völlig entspannt „Negerküsse“ gesagt hat, hat eine senegalesische Mutter.
Für den Weg zum Gericht
Auch für Jogger geeignet: Eine freundliche Begrüßung unsrer vierbeinigen Freunde.
Ich setze mich dann mal auf’s Rad und fahre von Kreuzberg nach Moabit ins Gericht ...
Besten Dank an den Nordic Walker aus Schenklengsfeld für den freundlichen Vorschlag.


