Lawblog-Effekt

Der Slashdot-Effekt oder Slashdotting tritt auf, wenn eine bisher wenig populäre Website vom IT-Online-Magazin Slashdot aufgegriffen wird und so binnen Minuten ein erheblicher Benutzeransturm auf die Website beginnt. Dieser führt oft dazu, dass erheblicher Traffic verursacht wird und der Server vorübergehend Anfragen nicht mehr oder nur noch sehr langsam beantworten kann. Die Seite ist dann (ge)slashdotted.

Seltener spricht man im deutschsprachigen Raum auch analog vom Heise-Effekt („Server wurde geheist“) bei der Erwähnung einer Website bei heise online. Auch andere, nicht-IT Online-Magazine (etwa tagesschau.de, Spiegel online oder cnn.com) können ähnlichen Traffic verursachen, wenn sie eine Website erwähnen, deren Server dem Ansturm nicht gewachsen ist. Hier spricht man allerdings sehr selten vom Tagesschau-Effekt, vom CNN-Effekt oder ähnlichem. Da Slashdot eines der ersten Online-Magazine war, die solchen Traffic verursachen konnten, ist dieses Magazin namensgebend.

Quelle: Wikipedia

Ich kannte das Phänomen nur unter „Lawblog-Effekt“. Grüße an den Urlauber!

5 Kommentare

IKEA renoviert JVA Moabit

Unbestätigten Gerüchten zur Folge soll Ikea die 100 Jahre alte Justizvollzugsanstalt in Moabit endlich mal auf den aktuellen Stand bringen (pps / 214 kb).

1 Kommentar

Einschlafende Richterin

Da regt sich die Menschheit über Anwälte auf, die sich weigern, vor Gericht Schlipse zu tragen. Aber wenn sich eine Richterin auf dem Richtertisch herumlümmelt …

Herumlümmeln

… daran stört sich wohl offenbar kein Mensch. Oh tempora, oh mores!

Quelle: „ZEIT Campus“ – Das erste Mal … einen Angeklagten trotz Zweifeln freisprechen

Link gefunden in der Handakte

Update: Die Zeit hat das Bild der Richterin, auf das ich verlinkt hatte, aus dem Netz genommen. Auch in dem zitierten Artikel ist das Bild nicht mehr vorhanden.

Es zeigte die (?) / eine (?) Richterin, die vor sich einen Gesetzeskommentar auf dem Richtertisch liegen hatte, den sie umarmt und auf den sie – friedlich lächelnd – den Kopf gelegt hatte.

Die Veröffentlichung dieses wunderschönen Schnappschusses war der Richterin wohl nicht so Recht. ;-)

Update 2: Offenbar hatte der Server, auf dem das Bild liegt, einen Schluckauf. Jetzt ist es jedenfalls wieder da …

5 Kommentare

Nümmerchen – angenehm kurz, verdammt lang.

Erfeulich: Die Bankverbindung der Kreiskasse Steinfurt. Eine dreistellig Kontonummer. Das gibt es nur noch auf dem platten Land. ;-)

Nicht akzeptabel hingegen: Das Aktenzeichen eines Insolvenzverwalters in Hamburg, für das noch nicht einmal die beiden(!) Formular-Felder für die Angabe des Verwendungszwecks im Überweisungsauftrag ausreichte.

1 Kommentar

Landgericht Bozen-Brixen

Freundlich wirkt der Eingang nun wirklich nicht.

LG Bozen-Brixen

Und dabei sind dort nicht nur das Strafgericht, sondern auch die Zivilkammern untergebracht. Bloß weg …

Kommentare deaktiviert für Landgericht Bozen-Brixen

0,2 mm Stahl

Eigentlich ein Nichts. Sieht man kaum. Aber wehe, das [censored] Stück sitzt im Fußballen unter der Hornhaut. :-(

Kommentare deaktiviert für 0,2 mm Stahl

Nichts ist unmöglich

Gegen den Unfallgegner unsere Mandanten wurde ein Bußgeldbescheid erlassen, weil er nach Ansicht des Polizeipräsidenten den Unfall schuldhaft verursacht hat. Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig.

Trotzdem will der Haftpflichtversicherer, der HDI, den Schaden nicht regulieren, der unserem Mandanten entstanden ist.

Das Bußgeldverfahren ist nicht ausschlaggebend für die zivilrechtliche Haftung. Zur Beurteilung der Haftung hatten wir bereits Stellung genommen. Eine andere Entscheidung ist nicht möglich.

schreibt der sture Versicherer.

Doch!

schreibt der sture Rechtsanwalt. Das wird das Landgericht schon noch möglich machen. Wo kommen wir denn hin, wenn ein Schadenssachbearbeiter des HDI sich über die Entscheidung eines Herrn Polizeipräsidenten erheben möchte! Wir können auch anders … ;-)

3 Kommentare

Fußgänger gegen Moppedfahrer

Da er bei „Rot” über die Straße lief, verursachte ein 24-jähriger Fußgänger gegen 14 Uhr 50 einen Verkehrunfall an der Kreuzung Köpenicker Straße Ecke Brückenstraße in Mitte. Ein 29-jähriger Motorradfahrer erfasste ihn und stürzte bei dem Zusammenstoß von seiner Maschine. Das Motorrad rutschte auf der Straße weiter und beschädigte zwei geparkte Fahrzeuge. Die Feuerwehr brachte beide Beteiligte ins Krankenhaus. Während der Motorradfahrer mit einer Schürfwunde davonkam und ambulant behandelt wurde, musste der Fußgänger mit Verletzungen an beiden Beinen stationär aufgenommen werden.

Quelle: Polizeiticker auf meinberlin.de

Kommentare deaktiviert für Fußgänger gegen Moppedfahrer

Denn Sie wissen nicht, was sie essen

Der Berliner Kurier fragt: Essen Sie noch Döner?

Naja

5,3 % waren noch nicht in Kreuzberg.

Kommentare deaktiviert für Denn Sie wissen nicht, was sie essen

Dunkelnorm: OASG

Eine weitest gehend in der Öffentlichkeit unbekannte Rechtsnorm ist das Opferanspruchssicherungsgesetz (OASG). Mit vollem Namen heißt die Vorschrift „Gesetz zur Sicherung der zivilrechtlichen Ansprüche der Opfer von Straftaten“.

Danach hat der oder die Geschädigte einer Straftat die grundsätzliche Möglichkeit, die Einnahmen des Täters zu pfänden, die er durch die Veröffentlichung seiner Lebensgeschichte bzw. der Darstellung der Tat erzielt.

Damit soll es Verurteilten wie Markus Gäfgen und seinem Rechtsanwalt (der ihn nach der Verurteilung vertritt) oder Arno Funke alias Dagobert erschwert werden, mit der Straftat später noch Einnahmen zu erzielen, die nicht den Geschädigten zugute kommen.

Solche Normen muß man kennen, wenn man als Opferanwalt unterwegs ist.

2 Kommentare