Die Polizei ermittelt in eigenen Reihen:
Den Beamten wird u. a. Folgendes vorgeworfen: Zug- und Gruppenführer sollen zugelassen bzw. angeregt haben, dass sich ihre Mitarbeiter dienstlich nicht zugelassene Ausrüstungsgegenstände privat beschafft und im Dienst verwendet haben. Dies bestätigte eine durch die Direktionsleitung heute Morgen veranlasste Kontrolle der Ausrüstung, bei der auch Quarzhandschuhe der Zugführung zuzuordnen waren. Ob diese Handschuhe im Einsatz angewendet und damit Körperverletzungen begangen wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die Führungskräfte sollen beim Einschreiten Betroffene provoziert und mit unangemessener Härte vorgegangen sein.
Quelle: Pressebericht der Polizei Berlin
So eine Nachricht ist natürlich auch für die Medien interessant: Tagesspiegel, Morgenpost und ad-hoc-news verwerten diese Pressemeldung für ihre Artikel.
Selbstredend sind das schwerwiegende Vorwürfe. Wenn man aber weiß, daß viele Polizeibeamte ihrem Dienst nicht nachgehen könnten, wenn sie in Bezug auf ihre Ausrüstung nicht eigen-initiativ würden, relativiert sich das Ganze. Mir sind beispielsweise Motorrad-Polizisten bekannt, die ihre eigenen Winterjacken zum Dienst anziehen (müssen), weil die (zivile) dienstliche Schutzkleidung einfach untauglich ist.
Bei privaten Waffen und gefährlichen Werkzeugen wie z.B. „Quarzhandschuhe“ könnte die Spaß-Grenze allerdings überschritten sein.
Danke an die Donnerkatze für die Links. crh
