Wildes Leben

wildesleben443

… in Neukölln, auf dem Weg zur Kanzlei, morgens um 8. Da ist noch nichts (oder nichts mehr) wild. Trotzdem!

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Ein einfacher Schwurgerichtsfall

Der Angeklagte sieht sich mittlerweile 3 Sachverständigen gegenüber, er ist in der Hauptverhandlung mit zwei Staatsanwälten konfrontiert, und die Schwurgerichtskammer verhandelt mit einem Ergänzungsrichter und einem Ergänzungsschöffen. Selbst erfahrene und langjährig tätige Polizeibeamte bedienen sich mittlerweile eines Zeugenbeistandes, der sie bei den Befragungen in der Hauptverhandlung begleitet;

[…]

Demgegenüber steht einzig der Pflichtverteidiger, Rechtsanwalt Koch aus Bremen, der in der Hauptverhandlung das Fragerecht für den Angeklagten ausübt.

Faires Verfahren?

Ob er der Täter ist oder unschuldig, ist noch längst nicht geklärt.

schreibt Gisela Friedrichsen dazu im Spiegel.

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Haschisch statt Spice statt Space

Durch die Verbotspolitik gegen rauscherzeugende Pflanzen, die die Bundesregierung in den letzten Jahren verfolgt hat, hat der Staat die Kontrolle über diesen Markt aufgegeben und ein Produkt wie Spice geradezu heraufbeschworen. Wenn Cannabis legal erhältlich wäre, hätte Spice sicherlich keine Chance.

Quelle: Deutscher Hanfverband, via taz

„Spice“ ist ab heute verboten.

Die Kräutermischung ‚Spice‘ enthält gesundheitsschädliche und nicht zugelassene Stoffe. Spice ist nicht harmlos, es musste schnell aus dem Verkehr gezogen werden. Zum Schutz der Verbraucher müssen wir Spice-Präparate, die die gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten, verbieten.

Quelle: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt

Ok, dann wird nun Space entwickelt und verboten. Danach geht es weiter mit Spiess, Speiss …

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Der letzte Gast?

heinz-443

Es ist wohl spät geworden gestern abend heute morgen.

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Aufgeräumt

Ich habe heute zwei Rechner aufgeräumt. Jedenfalls die Verzeichnisse, in denen die Dateien (*.sff) der versendeten PC-Faxe aus dem Jahr 2008 herumlungerten. Rund 1.700 Stück lagern nun in einem ZIP-Archiv.

Das wäre vor ein paar Jahren alles noch per Briefpost verschickt worden, nun geht das per Flatrate durch die ISDN-Leitung.

Ich beschwere mich nicht, wenn zunehmend die Postfilialen schließen und Briefkästen demontiert werden.

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Anlasilmanyan bir bilgi, bilgi degildir.

Ethno-Marketing in Kreuzberg.

Neuköllner Auskunft

Wissen, das unverständlich ist, ist kein Wissen. Oder so ähnlich…

Besten Dank für die Hinweise an Ekrem Senol, Jurblog.de

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Heißes Menütaxi

Unbekannte setzten heute früh in Kreuzberg das Fahrzeug eines Zustelldienstes in Brand. Anwohner der Manteuffelstraße bemerkten kurz vor 3 Uhr den in Flammen stehenden „Citroen Jumper“ und alarmierten die Feuerwehr. Der Frontbereich wurde durch das Feuer stark beschädigt. Da eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Berlin

Die Gefährlichkeit des Aktentransports mit dem Menütaxi war bereits Thema hier im Blog und in der taz.

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Ermittlungen abgeschlossen

Aus einer Akte einer Betrugssache, in der gegen den Geschäftsführer eines Unternehmens ermittelt wird:

Es ist erfahrungsgemäß aufwändig, objektiv festzustellen, ob die Geschädigten über einen PC Kontakt mit dem Internet-Account hatten oder ob ihre Daten von Adressbanken entnommen wurden. Die Zahl der Fälle scheint jedenfalls betrügerisches Vorgehen zu indizieren. Da die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind, wird das Ermittlungsverfahren zur weiteren Veranlassung an die Staatsanwaltschaft … abgegeben.

Allein die Anzahl der Anzeigen sind für den Kriminalhauptmeister, der den zitierten Satz in den Schlußbericht seiner Ermittlungen geschrieben hat, der – subjektiv – sichere Beweis, daß der Beschuldigte der Täter ist.

Objektiv betrachtet, liegt dem Ermittler nur die Strafanzeige der angeblich Geschädigten vor. Mehr nicht. Die Akte hat keine 10 Seiten.

Nebenbei: Der Beschuldigte hat mit dem Unternehmen, das hier im Visier des Ermittlers steht, 14 Monate vor der angeblichen Tatzeit schon nichts mehr zu tun gehabt.

Er überlegt, welcher Zeitpunkt wohl der günstigste ist, diese – im übrigen auch im Handelsregister nachlesbare – Information an die Justiz weiterzugeben. Und in welcher Form.

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Der Himmel über Kreuzberg

Abendrot. Schönwetter droht.

himmel-uber-kreuzberg-443

Wenn man keine Lust hat zum Arbeiten, guckt man eben ein wenig aus dem Fenster. Danach fällt einem das Arbeiten wieder leichter.

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Die Verräterin

Daß es organisierte Diebe gibt, die sich spezialisiert haben auf hochwertiges Gerät, ist bekannt. Auch den Ermittlungsbehörden und den Strafrichtern:

Sechs Männer und zwei Frauen, […], waren angeklagt, als die Hauptverhandlung im vergangenen Jahr vor der 7. Strafkammer des Landgerichts München I begann. Mittlerweile sind noch zwei Angeklagte übrig – die anderen wurden zu Haftstrafen zwischen einem Jahr neun Monaten und vier Jahren acht Monaten verurteilt. In der Sache waren die Angeklagten großteils geständig […]. Sie mieteten Transporter, fuhren damit in Tiefgaragen, brachen Gitterboxen auf, in denen Motorräder verwahrt wurden, luden die Beute ein und brachten sie zu einem Lager […]. Von dort wurden die Fahrzeuge dann ins Ausland gebracht und verkauft.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Auf diese Art ist auch meine KTM vor ein paar Jahren aus dem Hinterhof geklaut worden. In meinem Fall sind mir die Diebe gefolgt, um den Standort des Moppeds zu ermitteln.

Es geht aber auch anders:

Kristina S. ist im Kreisverwaltungsreferat stellvertretende Leiterin eines Sachgebiets in der Unterabteilung Verkehrsüberwachung. Oder besser gesagt: Sie war. Denn ihr wird vorgeworfen, ihr Dienstgeheimnis verletzt zu haben. […] Konkret soll die KVR-Mitarbeiterin den Dieben Adressen beschafft haben. Die Täter nannten ihr Kennzeichen teurer Motorräder, die sie in der Stadt gesehen hatten. Dann soll Kristina S. ihnen Auskunft darüber erteilt haben, wo genau sie die begehrte Beute finden.

Quelle: Abendzeitung

Wie kommt sowas raus?

Einen Hinweis darauf lieferte ein Dialog aus einer Telefonüberwachung […]. Ein Bandenmitglied sagte zum anderen: „Ich werde ihr die Kennzeichen heute geben, vielleicht schafft sie“s, dann können wir morgen arbeiten.“

[…]

Die Diebe fuhren offenbar in der Stadt umher auf der Suche nach teuren Motorrädern, notierten die Kennzeichen, übergaben die Notizen Kristina S., und die suchte dann die dazugehörigen Adressen heraus.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Es gibt Straftaten, da machen auch einem Strafverteidiger keine richtige Freude.

Danke an die Donnerkatze für die Links.

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