Die Forderung nach der Entkriminalisierung von Betäubungsmitteln ist so alt wie ihr Verbot. Mal mit guten, mal mit weniger guten Argumenten, oft aber musikalisch gut untermalt.
Neu ist allerdings, daß diese Forderung vermehrt auch in den so genannten etablierten Kreisen erhoben wird, unter anderen vom ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan, dem britischen Unternehmer Richard Branson, dem peruanischen Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa und von dem mexikanischen Autor Carlo Fuentes.
Antje Passenheim berichtete gestern in der taz über ein hochkarätig besetztes Gremium, das die Legalisierung von Drogen fordert, weil der weltweite Kampf gegen sie nach ihrer Meinung gescheitert und nicht zu gewinnen sei. Auch diese These ist schon etwas angegraut, meines Erachtens deswegen keineswegs unrichtig.
Die zitierte Prominenz postuliert:
Politische Führer sollten den Mut haben, öffentlich zu äußern, was viele von ihnen insgeheim wissen: dass es auf der Hand liegt, dass repressive Strategien das Drogenproblem nicht lösen. Der Krieg gegen Drogen ist nicht gewonnen und wird niemals gewonnen werden.
Statt dessen sollte verstärkt auf Aufklärung, legale Regulierung von Drogen und medizinische Hilfe gesetzt werden.
Doch bei den angesprochenen politischen Größen stößt diese Forderung auf taube Ohren, berichtet Antje Passenheim:
Die Regierung habe nicht die Absicht, Drogengesetze zu liberalisieren, entgegnete ein Sprecher des Londoner Innenministeriums. „Drogen sind illegal, weil sie schädlich sind. Sie zerstören Leben und verursachen unermesslichen Schaden in Familien und Gemeinden.“
Und was empfiehlt der besoffene bekiffte geneigte Blogleser?

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