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In eigener Sache
Das Schimpfwort zum Sonntag
Den mußte ich einfach mal nach oben holen:
Rechtsadvokatischer Pöbelblog.
Quelle: Kommentator Troll Kat
Manche Schlichtgestalt hat dann doch ‚mal einen lichten Moment. Ich gratuliere!
Kommentare deaktiviert für Das Schimpfwort zum Sonntag
Mal eben ein Anderkonto
Rechtsanwälte sind verpflichtet, fremdes Geld von eigenem Geld getrennt aufzubewahren. Deswegen braucht ein Anwalt ein eigenes Konto und ein so genanntes „Anderkonto„.
Wir haben unsere Bank gebeten, für uns ein solches Fremdgeldkonto einzurichten. Gestern traf das erwartete Formular ein:
Ich werde mir dann wohl mal eine Woche auf eine einsame Berghütte zurückziehen, um den Klausel-Vordruck in Ruhe studieren zu können, damit ich keine Fehler mache, wenn ich das Vertragswerk unterschreibe.
Neues Kanzleischild
Es hat nicht so richtig funktioniert mit dem
„Kanzleischild-anschrauben-und-schon-kommen-die-Mandanten-in-Strömen“ .
Deswegen starten wir jetzt einen neuen Versuch: Wir werden das Kanzleischild auswechseln!
Das ist dann auch das Layout-Thema, mit dem unsere neue Website in Kürze auftreten wird.
Die Quittung des Monats
Tja, wenn man es nicht selber machen will, muß man es eben machen lassen. Und dafür wird dann auch bezahlt. Anständig.
Und irgendwann reicht das schmale Pflichtverteidigerhonorar dann auch für eine Spülmaschine … 8-)
Kein Anrufbeantworter
Wir haben unseren Anrufbeantworter bereits von einigen Jahren abgeschafft. Statt dessen nehmen unsere freundlichen Mitarbeiterinnen die Anrufe unserer Mandanten persönlich entgegen. Und zwar rund um die Uhr.
Das ist nicht nur Dienst am Mandanten, sondern dient auch dem Selbstschutz. Denn manche Menschen sind es nicht gewohnt, mit einer Maschine zu sprechen. In diesen Fällen kommt sowas dann dabei heraus. Und das wollen wir uns nicht antun.
Liebe Blogleser,
wenn Sie morgen, am Montag, den 27.06.2011, in diesem Blog keinen neuen Beitrag bzw. überhaupt nichts mehr lesen können, dann hat Frau Eva Herman wieder einmal Recht behalten.
Und wenn Sie mich dann suchen sollten … ich bin nebenan, bei John Watson, alias „Wonko der Verständige“. Grüßen Sie den Herrn Kollegen aus Essen von mir.
So Long, and Thanks For All the Fish.
PS:
Hier ein Hinweis an alle Überlebenden.
Mit links und 40 Fieber
Mein Schlußvortrag heute Mittag war gekennzeichnet von der nachlassenden Wirkung des Aspirins. Aber scheinbar war ich der einzige, der das wieder steigende Fieber gemerkt hat.
Jedenfalls kam eine Verwarnung und 40 Stunden Freizeitarbeit am Ende heraus. Für einen mittäterschaftlich begangenen Raub ein mildes, aber wie ich finde, gerechtes Ergebnis.
Unter Hinweis auf die Ansteckungsgefahr mußte ich verhindern, daß mir die jugendliche Mandantin erleichtert um den Hals gefallen ist.
… ich tröste mich nun mit einem Krätertee im heimatlichen Bette.
Kostenfalle für den Verteidiger
Unsere Kanzlei ist in Sachen „Kostenfallen“ bereits seit 2005 unterwegs. Nein, wir stellen keine Fallen, sondern wir verteidigen solche Leute, denen man vorwirft, betrügerisch an das Geld anderer Leute herankommen zu wollen.
Ich muß sagen, wir (und auch andere Kollegen, die solche Verteidigungen betreiben) waren dabei auch recht „erfolgreich“. Jedenfalls ist es bislang zu keiner nennenswerten Verurteilung wegen Betruges gekommen, weil es eben kein Betrug ist. Jedenfalls erst einmal bis heute.
Zu solchen Verteidigungen gehören natürlich auch Selbstversuche. Ich habe mich mehrfach mit verbundenen Augen vor den Computer gesetzt, den Monitor mit dem „Gesicht“ zur Wand gedreht und dann die einschlägigen Seiten im Netz aufgesucht. In einigen Fällen habe ich mich sogar noch unter den Schreibtisch gesetzt und die Tastatur rückwärts von unten bedient.
Trotzdem: In allen Fällen habe ich den Hinweis auf die Kosten entdeckt und habe bislang auch noch keine Post von Inkassounternehmen bekommen.
Es scheint aber immer noch einige Unternehmen zu existieren, die wir noch nicht verteidigt haben. Sei es, weil sie noch keinen Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen haben, oder weil sie uns schlicht (noch) nicht kennen. So ein Unternehmen ist nun an uns herangetreten:
Ich habe dieses auf Altpapier gedruckte Schreiben sofort mit verschlossenen Augen in den Tresor unseres Serverraums gelegt, ihn abgeschlossen, mir meine Augenbinde angelegt und mich unter den Schreibtisch gesetzt.
Trotzdem, ich habe ihn entdeckt, den Kostenhinweis:
Ich räume ein, es ist nicht jedermanns Sache, die Augen aufzumachen, bevor man eine „rechtsgültige Unterschrift“ unter einen Auftrag setzt.
Aber es kann doch nicht Sache der Richter sein, dort „Trottelschutz“ zu gewähren, wie es der Kollege Siebers zutreffend nennt, wo man das Problem mit wenigen Grundschulkenntnissen schlicht vermeiden könnte.
Diese angeblichen Abofallen entsprechen ungefähr dem Niveau der Fallen, die ich als Indianer im Alter von 4 Jahren auf dem Hof der Gagfah-Siedlung gestellt habe, in der meine Großeltern gelebt haben. Offenbar soll die Schwelle zur Strafbarkeit eben auf dieses Niveau abgesenkt werden.
Schau’n wir mal …
Zu Wasser, zu Land, in der Luft
Ein befreundeter Kollege (1/4) bietet an:
… bundesweit tätig, ich komme zu Ihnen mit PKW, Motorrad, Bahn, Flugzeug oder Schiff, wenn es sein muss
Ich hätte da noch eins draufzulegen:
Bild: © sportograf





