Kurzer Prozeß

Der Braunschweiger Strafverteidiger Werner Siebers (einer der Vier) berichtet in seinem Blog Strafprozesse und andere Ungereimtheiten über einen kurzen Prozeß.

Als Verteidiger hat man grundsätzlich darauf zu achten, daß die Spielregeln eingehalten werden. Das formelle Verfahrensrecht, insbesondere die Strafprozeßordnung, hat die vornehme Aufgabe, den Angeklagten zu schützen. Vor gnadenlosen Richtern und dem übertriebenem Jagdinstinkt der Staatsanwälte. Wenn aber auf allen Bänken im Saal ein gerechtes (sic!) Ergebnis akzeptiert wird, kann man das Verfahrensrecht auch mal beiseite lassen.

Es zählt, was am Ende hinten rauskommt. (Von wem stammt dieses Zitat, Frau Merkel?)

Kommentare deaktiviert für Kurzer Prozeß

Realsatire: Klage gegen das Parteibuch

Hier gibt es eine Klage zu sehen, die dazu beitragen könnte, den schlechten Ruf, den die Anwaltschaft bislang schon in Teilen der Bevölkerung hat, noch schlechter zu machen. Si tacuisses, philosophus mansisses, lieber Kollege Jungraithamyer .

Viel Glück, Marcel Bartels! Das geht mit links.

3 Kommentare

Säckeweise Anwälte

Noch einer mehr in Berlin.

Kommentare deaktiviert für Säckeweise Anwälte

Da bitte nicht.

Och ne, nicht auch noch auf der Rennstrecke. :-(

4 Kommentare

Bestellt

Das wichtigste Utensil für die neue Kanzlei ist bestellt. Soweit die gute Nachricht.
Das Teil kommt erst gegen Ende Januar.

2 Kommentare

Die blinde Staatsanwältin im TV

In einem Kommentar zu meinem Beitrag über die Drecksäcke weist Christiane darauf hin, daß die Staatsanwältin bei Kerner aufgetrete ist.

Hier kann man sich das Video anschauen. Damit man ggf. weiß, wen man vor sich hat und was man zu erwarten hat – als Interessenvertreter eines Drecksacks.

Danke für den Hinweis.

Kommentare deaktiviert für Die blinde Staatsanwältin im TV

DNA-Untersuchungen und Obduktionsbericht morgen

Der Abschlussbericht zu den DNA-Untersuchungen der neun Babyleichen von Brieskow-Finkenheerd soll nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ddp am morgigen Freitag vorliegen. Auch der Obduktionsbericht soll nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) demnächst fertig sein.

berichtet der Tagesspiegel.

Wenn die Ermittler bis Ende Januar keine Beweise vorlegen, wird die Frau aus der U-Haft entlassen. Experten bezweifeln, ob überhaupt ein Prozess gegen die Mutter eröffnet werden kann. Die Verwesung der Leichen ist so stark, dass die Todesursache – Mord oder Totgeburt – möglicherweise nicht festgestellt werden kann.

Nach den unverantwortlichen Berichten in den Blättern mit den große Buchstaben befürchte ich, daß einer Haftentlassung alsbald die Lynchjustiz folgen könnte.

Kommentare deaktiviert für DNA-Untersuchungen und Obduktionsbericht morgen

Nomen est omen?

Ich schreibe gerade an die Bevollmächtigten der Gegenseite.
Deren Aktenzeichen lautet: 2402/05 Mi/st

Kommentare deaktiviert für Nomen est omen?

Wertlose Betäubungsmittel

Welchen Wert haben Betäubungsmittel? Diese Frage hatte das Landgericht Göttingen zu beantworten.

Zum Hintergrund: Es geht um die Höhe des Verteidigerhonorars. In den Fällen, in denen zum Beispiel die „Tatwerkzeuge“ und/oder die „Beute“ dem Täter weggenommen – eingezogen – werden und der Verteidiger auch in diesem Zusammenhang für seinen Mandanten tätig wurde, bemißt sich die Höhe des Honorars nach der Höhe des Wertes der eingezogenen Sachen.

In Verfahren, in denen es um „Handeltreiben mit Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen“ geht, wird das „Rauschgift“eingezogen. Das LG Göttingen vertrat in diesem Zusammenhang die Ansicht:

Betäubungsmittel, die unter Verstoß gegen die Bestimmungen des BtMG in Besitz gehalten werden, haben regelmäßig keinerlei objektiven Verkehrswert, weil für den Besitzer jegliche Form der Veräußerung und der Weitergabe durch §§ 29 ff BtMG ausnahmslos verboten und unter Strafe gestellt ist und auch den Strafverfolgungsbehörden nach der Einziehung mangels legaler Verwendbarkeit nur die Vernichtung der Betäubungsmittel bleibt. Dass die Betäubungsmittel für den Besitzer subjektiv einen Wert darstellen mögen, weil er – illegale – Verwertungsmöglichkeiten kennt, ist als rein subjektiver Unrechtswert irrelevant.

Der Beschluß des Gerichts ist wohl noch nicht rechtskräftig. Wegen der besonderen Bedeutung der Sache – die Frage ist bislang noch nicht höchstrichterlich geklärt – wurde das Rechtsmittel zugelassen.

Die Entscheidung ist nachzulesen auf den Seiten von Richter am OLG Hamm Burhoff.

1 Kommentar

Fahrgefühl abhanden gekommen

Polizei sagt Rasern mit neuer Technik den Kampf an, schreibt die Berliner Morgenpost. Gegen Verkehrsrowdys sollen Lichtschranken und spezielle Ampeln zum Einsatz kommen. Das ist nicht unbedingt neu.

Jene Theorie kannte ich aber noch nicht:

„Auch ältere Leute sind oftmals zu schnell unterwegs. Und das nicht einmal absichtlich, sondern aus Unsicherheit heraus, weil ihnen das Fahrgefühl mit den Jahren abhanden kommt“, berichtet ein Streifenpolizist.

Ich sehe das anders: Einmal Raser, immer Raser. Das ist genetisch bedingt. ;-)

Kommentare deaktiviert für Fahrgefühl abhanden gekommen