Verheiratet, aber nicht mit dem Anwalt

Die Sterne standen günstig für meinen Mandanten, gestern morgen vor dem erweiterten Schöffengericht.

Trotzdem gelang es mir nicht, die Eltern meines Mandanten zu beruhigen; besonders die Mutter war in großer Sorge um ihren Sohn, der seit 4 Monaten in der Untersuchungshaft saß. Als dann am Ende doch noch eine Freiheitsstrafe herauskam, die ohne Auflagen zur Bewährung ausgesetzt und der Haftbefehl aufgehoben wurde, fiel sie mir um den Hals.

Der Vater zog sie lachend wieder zu sich: „Hey, Du bist mit mir verheiratet, nicht mit dem Rechtsanwalt!“ Eine glückliche Familie, jetzt wieder.

So lasse ich mir den Start nach dem Urlaub gefallen …

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Sheilas Revolutionstanz mit der Zauber-Wanne

Rainer von Vielen macht Musik. In und mit der Wanne:

Rainer von Vielen & Kauz – Tanz deine Revolution, ein Clip mit Szenen aus dem Film „1. Mai – Helden bei der Arbeit und der „Zauber-Wanne aus der lauter unerwartete Dinge kommen …“

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Kanzlei-Bus

Auch eine gute Idee:

Oklahoma City attorney Chad Moody’s „marketing vehicle.“ Aggressive, kreative und intelligente Strafverteidigung verspricht der Kollege. Der Kanzlei-Bus spricht dafür, daß The Drug Lawyer sein Versprechen auch halten kann.

Gefunden bei Matthew Homann’s blog „the [non]billable hour“
Foto: Flickr / Jason Bondy

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Sheilas Revolutionstanz mit der Zauber-Wanne

Rainer von Vielen macht Musik. In und mit der Wanne:

Rainer von Vielen & Kauz – Tanz deine Revolution, ein Clip mit Szenen aus dem Film „1. Mai – Helden bei der Arbeit und der „Zauber-Wanne aus der lauter unerwartete Dinge kommen …“

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Nicht notwendig

Es ist einfacher, ein eingeseiftes Schwein am Schwanz zu fassen zu bekommen, als einen Jugendstrafrichter in Moabit dazu zu bringen, einem Jugendlichen „freiwillig“ einen Pflichtverteidiger zu bestellen.

In diesem Fall ging es um drei jugendliche Angeklagte und zwei Geschädigte. Eine heftige Schlägerei unter Einsatz von „gefährlichen Werkzeugen“; ein Teilgeschehen habe ich bereits beschrieben. Der Richter war nicht davon zu überzeugen, daß hier ein Verteidiger für meine Mandantin „notwendig“ ist.

Da nun die Finanzierung der Verteidigung nicht von der Landeskasse übernommen werden sollte, habe ich die Mandantin nebst Eltern ausführlich instruiert, sie wollten dann – aus Kostengründen – ohne mich zum Gericht.

Parallel habe ich gegen die ablehnende Entscheidung des Jugendrichters vor vielen Wochen schon Beschwerde eingelegt. Über diese Beschwerde hat nun das Landgericht entschieden. Gestern.

Darüber informierte mich soeben der Jugendrichter, telefonisch. Er war ganz verwundert, daß ich nicht zum Termin erschienen war, der vor 20 Minuten hätte beginnen müssen. Schließlich sei ich doch als Pflichtverteidiger bestellt. Ob ich denn den Beschluß des Landgerichts nicht erhalten hätte.

Nö, habe ich nicht. Es hat mich auch niemand per Fax oder Telefon darüber informiert. Deswegen war ich auch nicht vorbereitet. Und jetzt nicht bereit, alles stehen und liegen zu lassen, um nach Moabit zu fahren. Und überhaupt: Ich bin kein Tanzbär, den man am Nasenring durch die Manege führt.

Der Termin wurde ausgesetzt. Drei Angeklagte, ein Staatsanwalt, eine Protokollführerin, reichlich Zeugen, zwei Verteidiger und ein anwaltlicher Nebenklägervertreter, Wachtmeister, Jugendgerichtshilfe und was-weiß-ich-noch-wer konnten unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen.

Dabei hätte man mir gestern einfach nur mal den Beschluß des Landgerichts auf’s Fax legen oder uns anrufen müssen. Auch das hat der Richter nicht für notwendig gehalten.

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Verteidigerpost

Mein Kollege hat heute Post bekommen. Von seiner Mandantin, die im Knast sitzt und viel Zeit hat:

Ich bin froh, daß meine inhaftierten Mandanten andere Freizeitbeschäftigungen pflegen.

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Magische Kräfte

Aus den Gründen eines Strafurteils, mit dem mein Mandant vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung im Rahmen einer zünftigen Wirtshausschlägerei freigesprochen wurde:

Insoweit bekundete der Zeuge Gluffke, der Angeklagte Bulli Bullmann sei „mit erhobener Faust“ auf ihn losgegangen. Daraufhin habe er ihm die flache Hand, ähnlich wie ein Stopp-Signal entgegengehalten. Daraufhin sei der Angeklagte Bulli Bullmann rücklings über die Tische und Stühle geflogen.

Gleiches sei mit dem Boris Bullmann geschehen, auch diesem habe er die flache Hand entgegengehalten und auch dieser sei plötzlich zu Boden gegangen. Wie sich die Auseinandersetzung zwischen ihm und den Bullmännern tatsächlich entwickelt hat, wollte oder konnte er nicht sagen.

Für das Gericht gibt es insoweit nur zwei Auslegungsmöglichkeiten:

Entweder besitzt der Zeuge Gluffke magische Kräfte und vermag es, mit der ausgestreckten flachen Hand Menschen zu Boden zu bringen, oder er hat den beiden Bullmännern zwei Faustschläge versetzt, so dass diese zu Boden gingen.

So unterhaltsam wie dieses Urteilsbegründung war übrigens auch die Beweisaufnahme. Alle Beteiligten hatten richtig Spaß an dieser Veranstaltung.

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Abgesperrt

Zwischengelagert, damit sie für den nächsten Staatsbesuch das gemeine Volk vom Hochadel trennen können.

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Zulassung

Für Aufsehen bei den lokalen Größen sorgte die Wanne vor der Zulassungsstelle in der Jüterboger Straße.

Wir waren dort mit dem Fernsehteam verabredet, das den Beitrag für Wiso gedreht hat.

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Ordnung

Hier herrscht Ordnung:

Ordnungsamt

Das Ordnungsamt in Neukölln

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