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Kanzlei Hoenig Info
Bayern-Trojaner im Einsatz
Das bayerische Justizministerium führte bereits mehrere Online-Durchsuchungen durch. Der „Landestrojaner“ oder „Bayern-Trojaner“ wurde insgesamt fünfmal eingesetzt, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner morgen erscheinenden Printausgabe berichtet. Zwischen 2009 und 2010 gab es insgesamt fünf Online-Durchsuchungen in Augsburg, Nürnberg, München und Landshut.
Quelle: Gulli
In Bayern war man schon immer recht fortschrittlich. Oder? Aber ob die Spitzelsoft auch irgendwas Verwertbares zu Tage befördert hat, wurde bislang nicht bekannt.
Party bei „Berlin City“ und „Berlin Eastgate“
Geladene und ungeladene Gäste gestern auf der Rockerparty der Bandidos in Reinickendor anläßlich ihres 10. Geburtstages.
Darüber berichtet heute der Tagesspiegel. Alles und jeder wurden kontrolliert. Gefunden wurde … nichts. Aber die Polizei hat einmal mehr ein paar nette Fotos für’s Familienalbum geschossen. Man weiß ja nie, wofür man sowas mal gebrauchen kann.
Es dauert nicht mehr lange, da werden die Gäste solcher Feiern nur nach erfolgter Speichelprobe für die DNA-Datenbank aufs Festgelände gelassen.
Nazis verprügelt und beleidigt
Vertauschte Rollen:
Innerhalb von nur vier Tagen sind in der vergangenen Woche drei NPD-Politiker sowie ein Wahlhelfer von Unbekannten verprügelt oder beleidigt worden.
berichtet die Berliner Morgenpost.
Die Polizei vermutet Täter in der linksextremistischen Szene.
Sonst waren es doch immer die Linken, die von den Nazis verprügelt wurden. Man kann sich aber auch auf nichts mehr verlassen.
Vorsorglich:
Ich finde das auch nicht in Ordnung, auf diese Weise den Wahlkampf zu betreiben. Mein Mitleid mit den Geschädigten hält sich – entsprechend der von mir gepflegten Vorurteilen – allerdings in Grenzen.
Liebe Blogleser,
wenn Sie morgen, am Montag, den 27.06.2011, in diesem Blog keinen neuen Beitrag bzw. überhaupt nichts mehr lesen können, dann hat Frau Eva Herman wieder einmal Recht behalten.
Und wenn Sie mich dann suchen sollten … ich bin nebenan, bei John Watson, alias „Wonko der Verständige“. Grüßen Sie den Herrn Kollegen aus Essen von mir.
So Long, and Thanks For All the Fish.
PS:
Hier ein Hinweis an alle Überlebenden.
Der Strafverteidiger empfiehlt – 4
Immunisierende Glückwünsche an Udo Vetter
Seit Jahren bietet er uns einen qualitativ hochwertigen Blick hinter die Kulissen des juristischen Betriebs und zeigt uns zwischen verständlichen Erläuterungen der Paragrafen vor allem die menschliche Seite. Vetters Blog immunisiert gegen das beklemmend kafkaeske Gefühl, das Nichtjuristen in Rechtsfällen erfasst.
Quelle: Aus der Laudatio der Jury anläßlich der Verleihung des Grimme Online Award an das law blog von Udo Vetter.
Ich gratuliere dem Düsseldorfer Kollegen und freue mich sehr über diesen, seinen großartigen Erfolg, hinter dem ein hartes Stück Arbeit steckt. Ich ziehe den Hut!
Es gibt sie wirklich
Die Bande soll per Phishing an die Kontodaten gelangt sein. Sie haben E-Mails verschickt, in denen etwa Bankkunden aufgefordert werden, ihre Kontonummern und Passwörter einzugeben.
Quelle: Heise
Ich bin nicht davon ausgegangen, daß diese Masche wirklich funktioniert.
Nochmal: Parteispenden
Es gab eine Menge Aufregung, als ich vor ein paar Tagen auf eine Liste hinwies, die die Namen der Spender mitteilte, die der Nazi-Partei NPD Geld gegeben haben. Die das sicherlich ordnungsgemäß für die Parteiarbeit verwenden werden („Nazis wirken bei der politischen Willensbildung von Dumpfbacken mit„. Frei nach Art. 21 GG).
Daß § 25 Abs. 3 ParteiG auch die Rechtsextremisten verpflichtet, die Spenden unter Angabe des Namens und der Anschrift des Spenders sowie der Gesamthöhe der Spende im Rechenschaftsbericht zu verzeichnen, haben einige der toleranten NPD-Spender-Datenschützer nicht berücksichtigt.
Ok, nur alles was über 10.000 Euro geht, soll veröffentlich werden, sagt das Parteiengesetz. Aber Spender die über soviel Geld und damit vermutlich auch genügend Hirn (sonst hätten sie nicht so viel Geld) verfügen, werden einen Teufel tun, und den Nazis ihr hart Verdientes in die dumpfen Backen zu schieben. Also müssen sie sich eben mit den Kleinhirnenspendern begnügen.
Nun ist die taz auf den Plan getreten. Nicht, um mich in meinem Nazi-Bashing zu unterstützen. Die Genossen wollen mal schauen (lassen), wer was an welche (andere) Partei gezahlt hat und was anschließend mit dieser Partei passiert ist bzw. bei deren Willensbildungsmitwirkung.
Die taz installiert das Parteispendenwatch.
Sebastian Heiser schreibt dazu:
In der Datenbank kann nach Partei, Betrag, nach Namen oder juristischen Personen gesucht werden
und ruft dazu auf,
die Daten zu durchsuchen und Hinweise für weitere Recherchen zu geben.
Das sorgt für eine freundliche Transparenz im Schutzbereich des Art. 21 GG.
Da die taz-Datenbank keine Suche nach Parteispenden an die Nazi-Organisationen anbietet, scheint mir – trotz einiger datenschutzrechtlicher Bedenken – der Hinweis auf die das npdleak eine brauchbare Ergänzung zu sein.
Guter Vorschlag
Ich hatte in den vergangenen Tagen ein wenig Zeit, auf ein paar Trolls hier im Blog zu antworten. Ein bisschen Frust ob der fiebrigen Erkältung an diesen Pseudo-Kommentatoren abzureagieren, hatte eine gewisse therapeutische Wirkung. Auf mich jedenfalls. Andere sehen das anders:
Dass sogar Juristen sich in Foren und Blogs gegenseitig nerven mit Besserwisserei/Überkorrektheit/Bashing/Flaming, ist eine Erkenntnis, die ich erstmal gewinnen musste. Vielen Dank dafür. Ich bin Jurastudent und dachte, dass mich der Berufsstand demnächst ein wenig aus der grauen Masse herausheben würde. Soweit, so falsch gedacht.
Ein Hinweis an den Blogbetreiber. Gehen Sie nicht auf diesen speziellen Typ Provokateur ein. Sie können nicht gewinnen und ihr Blog verliert so an Professionalität. Ich empfinde Foren und Blogs unter anderem dann als lesens- und besuchenswert, wenn sich die Schreiber dort nicht gegenseitig an die Ehre gehen. Nerv!
schreibt mir Pitch ins Gesangbuch. Ich nehme diesen Rat gern an. Künftig schicke ich die Trolls wieder (ab-)reaktionslos in den digitalen Orkus. Danke, Pitch.
