In eigener Sache

Es gibt Tage …

… an denen lohnt das Aufstehen nicht. Samstag war so einer. Da wäre ich besser im Bett geblieben.

Start: 9:30 Uhr

Wir waren schon fertig und wollten gerade das Haus verlassen, um mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Da fiel mir ein: Das Auto steht in Wilmersdorf, ich war mit den Strafverteidigern am Freitagabend essen. Mit U-Bahn nach Wilmersdorf, Auto abholen. Keine Zeit mehr zum Einkaufen.

In der Kanzlei: Arbeitsplatzrechner starten. Startet nicht. Bleibt sofort nach dem Einschalten hängen: Piep. Piep-piep.piep. Piep-piep.piep. Piep. 2 Stunden später sind andere Arbeitsspeicher montiert. Geht wieder.

Mal eben auf einem anderen Arbeitsplatzrechner das Update der Schmerzensgeldtabelle installieren. Rechner hängt sich beim Deinstallieren der Vorversion auf. 2 Stunden später: Fertig.

Die Verbindung mit dem Server über MSTSC funktioniert nicht. Server neu booten. Fehlermeldungen … chkdsk /f ausführen. 1 Stunde später. Server arbeitet, läßt sich wieder per mstsc fernsteuern.

Dann mal eben noch die eMails runterladen. Outlook hat keine Verbindung zum Exchange-Server. Ereignisprotokoll des Servers weist 198-tausend Fehler auf:

Der MAPI-Aufruf ‚OpenMsgStore‘ ist mit dem folgenden Fehler fehlgeschlagen:
Der Microsoft Exchange Server-Computer steht nicht zur Verfügung. Das Netzwerk antwortet nicht, oder der Server wurde für Wartungsarbeiten heruntergefahren.

Blutdruck 380. Der Puls bei gefühltem doppeltem Wert.

Neues eMail-Konto einrichten und eingehende eMails umleiten. Notfall-SMS an den Techniker.

Ende: 18.30 Uhr

Wo ist das Bier?

UPDATE:
Sonntagabend, 19:00 Uhr. Alles wieder gut. Jetzt ist Wochenende (noch 5 Stunden).

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Ich war’s nicht!

98 Europaletten mit über 70.000 Kaffeepackungen sind auf noch ungeklärte Weise aus einem Speditionslager in der Sonnenallee gestohlen worden.

Quelle: Pressemeldung der Polizei Berlin

Wir beziehen unseren Caffè aus Norditalien, nicht aus Neukölln.

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Vergeßlich

Wer einmal mehr als eine Stunde damit verbracht hat, sein eigenes Auto in einem der Parkhäuser am Flughafen Tegel wiederzufinden, trifft Vorkehrungen zur Meidung von Wiederholungen.

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Jetzt mußte ich mich nur noch daran erinnern, daß es das Parkhaus 1 war.

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Kein Teufel

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… klebt an meiner Bürotür. Offenbar habe ich auf eine unserer Mitarbeiterinnen einen ganz besonderen Eindruck gemacht. Wenn ich nur wüßte, wie ich das zu deuten habe …
;-)

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Noch eine Ausnahme vom Innenstadt-Fahrverbot

Am Anfang gab es eine Idee: Stinker raus aus der Innenstadt. Dann kam die Umsetzung. Am Ende stand ein Werk, an dem viele teure Juristen monatelang gebastelt haben. Über das gewaltige Ergebnis habe ich im Kanzlei-Wannen-Blog bereits berichtet.

Es wird immer mehr Ausnahmen von der Regel geben und wenn das Ganze sich dann ab Januar in der Praxis bewähren soll, wird das Regelwerk aussehen wie ein Schweizer Käse.

Der Berliner Rechtsanwalt Umut Schleyer hat für weitere notwendige Ausnahmen gesorgt, berichtet nun der Tagesspiegel:

Es gibt Sonderregelungen für Autohändler. Zu ihren Gunsten …

… hat die Berliner Verwaltung einen Freifahrtschein für jene Händlerautos beschlossen, die die Kriterien der Umweltzone erfüllen, also eine Plakette bekommen würden. Für sie – und nur für sie – dürfen die Händler ein sogenanntes Wechselkennzeichen (mit roter Schrift und den Anfangsziffern 07) benutzen, das an verschiedene Autos geschraubt werden kann und deshalb ein Fahrtenbuch erfordert. Das hat die Verwaltung dem Anwalt Umut Schleyer mitgeteilt, der nach Auskunft seiner Kanzlei 170 Berliner Autohändler juristisch vertritt.

Ich gratuliere dem Kollegen Schleyer zu seinem Erfolg. Zeigt er doch ein weiteres Mal auf, daß ein guter Wille allein nicht ausreicht, um einfach mal eben ein Gesetz zu machen. Vielleicht hätten die Herrschaften, die das Regelwerk geschaffen haben, sich vorher einmal ein paar Gedanken machen sollen, was sie damit anrichten.

Ob mit diesem Fahrverbot das angestrebte Ziel – nicht-stinkende Luft in der Innenstadt – überhaupt erreicht werden kann, ist ohnehin recht fragwürdig. Da kommt es dann auch nicht mehr darauf an, ob und wie viel Ausnahmen gemacht werden.

Deswegen bin ich auch guter Hoffnung, daß für die Wanne dann auch eine Ausnahme gemacht wird.

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Fristen im Zivilrecht

Aus einer Anmerkung meiner Mitarbeiterin in unserem Fristenkalender:

[Mandant] / Kaskoschaden, 507-07, Antwort auf richterliche Fragen!! Zivilrecht – Fristen gelten!! Am 25.10.2007 fällig.

Sie hat wohl ‚mal schlechte Erfahrungen gemacht. ;-)

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Fortschritt in Neukölln, Kreuzberg und Moabit

Das Jugendamt Neukölln arbeitet mit einer Software, die Sprache erkennt, meldete die Berliner Morgenpost am 29. September 2007:

„Wir sind das erste Bezirksamt, das die digitale Spracherkennung in diesem Umfang einsetzt“, sagt Uwe-Pfauder, IT-Beauftragter im Jugendamt. Zwölf Mitarbeiter haben das Programm im Februar getestet. 55 nutzen es seit September. Schon haben sich weitere Bereiche der Behörde infiziert, darunter Bauwesen, Soziales, Bürgerdienste, Finanzen und Bildung. Insgesamt 157 Mitarbeiter des Bezirksamtes diktieren jetzt ihrem Computer, statt selbst auf der Tastatur zu tippen.

Nun ja, die Behördenmühlen mahlen langsam. Aber immerhin, es geht voran. In unserer Kanzlei setzen wir die Spracherkennung bereits seit 2003 erfolgreich ein. Während in den Moabiter Gerichtssälen immer noch mit Papier und Bleistiften protokolliert wird. Von Richtern, Urkundsbeamten und Staatsanwälten. Wir arbeiten dort mit dem Laptop, der per VPN und UMTS mit den Servern der Kanzlei verbunden ist.

Abschließend noch ein Zitat aus dem Rathaus Neukölln:

Uwe Pfauder sagt der Software eine große Zukunft voraus. „In vier bis fünf Jahren wird es sich in der Verwaltung durchgesetzt haben.“

In vier bis fünf Jahren. Naja.

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Punktesammeln beim Strafverteidiger?

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Unsere Mittagspausen-Eisdiele könnte mich da auf eine Idee gebracht haben … ;-)

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Keine Post

Aus einer eMail, die mich heute morgen erreichte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte nehmen Sie mich aus Ihren Verteiler! Ich wünsche keinerlei Post mehr.

Sowas schreibe ich dem Finanzamt jetzt auch mal.

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Finanzgericht: Die Wanne ist ein PKW

Auf einen Eilantrag unserer Kanzlei hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschieden, daß die Kanzlei-Wanne ein PKW ist.

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Steuerrecht war mir nicht nur aus juristischen Gründen schon immer ein Greul.

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