Keine Kommentar-Trolle

Nun hat auch die Deutsche Welle die Kommentarfunktion unter ihren Beiträgen abgeschaltet. Bereits seit Ende Juli läßt die Legal Tribune Online (LTO) keine Kommentare mehr zu.

In unserem Weblog bleibt die Möglichkeit bestehen, die Beiträge zu kommentieren. Anders als die beiden genannten Plattformen haben wir hier aber auch nicht diese Probleme, jedenfalls nicht im nennenswerten Umfang. Die ganz überwiegende Anzahl der Kommentare ist sachlich, in vielen Fällen hilfreich und nur ganz manchmal dicht am Grenzbereich.

Ich bin in früheren Zeit dafür kritisiert worden, daß ich Kommentare, die sich nicht an die Policy gehalten haben, gnadenlos gelöscht habe. Besondere Intensivtäter haben unter reger Anteilnahme der Leser den Troll des Monats verliehen bekommen. Weniger schlimme Finger habe ich in den Moderationsfilter geschoben und erst einmal geschaut, was sie denn so getippt haben, bevor ich ihre Beiträge freigeschaltet habe.

Diese restriktive Strategie hat nun zur Folge, daß sich die Trolle andere Möglichkeiten gesucht haben und die Kommunikation zwischen den Blogautoren und den Lesern auf einem für intelligente Lebensformen lesbaren Niveau bewegten. Und die Beiträge meist sinnvoll ergänzten oder hinterfragten. Dadurch macht nicht nur das Lesen Spaß, sondern auch das Schreiben.

Die Diskussionen über den weit verbreiteten „Hass im Netz“ deuten darauf hin, daß die – auch und ganz besonders von mir begrüßten – unbegrenzten Möglichkeiten der Meinungsäußerungsfreiheit, die wir durch dieses Internetz bekommen haben, eine dunkle Seite hat. Die Zeiten ändern sich.

Ich werde auch künftig die sehr wenigen Ausfälle einiger verirrter Trolle ins Nirvana schicken, um weiterhin ein entspanntes Klima hier im Blog zu gewährleisten.

Der einzige, der hier auch künftig weiter rumtrollen darf, bleibe ich. Basta! 8-)

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Bild: © Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Dieser Beitrag wurde unter In eigener Sache, Medien veröffentlicht.

7 Antworten auf Keine Kommentar-Trolle

  1. 1
    Duncan says:

    und darauf einen roten Hering für den Cheftroll ;P

  2. 2
    Mööööhhhhhpppp! says:

    Und den ganzen Idioten, die „Zensur“ schreien: https://xkcd.com/1357/

  3. 3
    RA Datenschutz says:

    Schade ist nur, dass sich die DW hinter ihrer angeblichen Haftung versteckt. Es haben eine Vielzahl an großer und kleiner Medienanbieter dafür gekämpft, dass eben diese Plattformhaftung nicht besteht.

    Es ist das gute Recht aller Betreiber festzulegen, was sie auf ihrer Internetseite als angemessene Kommentare betrachten. Aber dann sollte man auch die Eier in der Hose haben, um das (wie der Kollege Hoenig) so klar zu sagen. Dieses Verstecken hinter angeblichen Zwängen ist beschämend.

  4. 4
    moep says:

    @RA Datenschutz:

    soweit ich weiß besteht zwar keine Plattformhaftung aber doch nicht ganz unerhebliche Sorgfaltspflichten, was die Kontrolle und Entfernung nicht erlaubter Inhalte angeht. Das macht schon Arbeit.

  5. 5
    Hephaistos Ho‘Sideras says:

    Die Deutsche Welle ist von Haus aus tendenziell beschämend

  6. 6

    Liest man Konversationen aus der Zeit um 2006-2008
    und die heutigen, dann ist schon etwas auffällig,
    was da so getrieben wird.

    Die Cyberwarbudgets sind gestiegen. Der Ueberwachungsaufwand… der organisierte Schwachsinn.

  7. 7
    merks de selber says:

    Meistens sollen nur Fakten verschwiegen werden.
    Wenn es aus der falschen Ecke kommt , ist schon das ein Skandal was alle machen. Die zielgenaue Werbung auf Facebook durch Trumps Team hat zu einem Aufschrei und einer Anhörung im Senat geführt. Dabei wird Microtarketing von allen Parteien eingesetzt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrotargeting
    „. Mikrotargeting wurde nach der erfolgreichen Anwendung beim Präsidentschaftswahlkampf von Barack Obama im Jahre 2008 weltweit bekannt.“

    Hört auch den Vortrag von Thomas Fischer.



    Es wird Mikrotargeting in Deutschland ab 18:28 beschrieben. Leider noch anderes .Langweiliges,