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Jahresarchive: 2013
Die Familie – intensiv, hart, erfolgreich
Ab und an bekomme ich Post – von Juristen mit meist einiger Berufserfahrung, die alte Bekannten in einem Blogbeitrag wieder getroffen haben. Die Rede ist von Wilhelm Brause, Bulli Bullmann, (Graf) Gottfried von Gluffke, Frollein F. und das High Light: Mütterchen Mü.
Die Namen habe ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern erst übernommen (böse Zungen Zivilisten sprechen von „geklaut“), später durch konkludente Genehmigung beibehalten. Daran hat mich nun ein junger Jurist noch einmal erinnert:
Sehr geehrter Herr Hoenig,
ich habe eine ganz kurze Frage bezüglich Ihrer Pseudonyme in den Blogbeiträgen: Waren Sie zufällig als Student oder Referendar im Repetitorium von Herrn Langels (Abels und Langels)?
Ich bin derzeit in der Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen und war erstaunt, als auf einmal Wilhelm Brause und Bullmann in den Fällen auftauchten und erinnerte mich sofort an Ihren Blog :-)
Viele Grüße
Es gab mehrere Gründe für mich, Anfang der 80er Jahre zum Repetitor zu gehen. Die miserablen (pädagogischen) Leistungen der verbeamteten Universitäts-Lehrer waren jedoch entscheidend, weshalb ich seinerzeit lieber „intensiv – hart – erfolgreich“ gelernt habe, statt mir monotone Vorlesungen an der Uni anzuhören.
Der Slogan stammt aus einer Zeit, in der das „Rep“ noch Wegner & Abels hieß; heute sind Dr. Peter Abels und Harald Langels die Köpfe des Nachhilfe-Unternehmens. Und offenbar nutzen die engagierten Lehrer noch immer die Figuren, die mir seinerzeit das Lernen – und nun das Bloggen – leichter gemacht haben:
Ich denke, wenn eine Methode seit über 30 Jahren noch immer mit den selben Mitteln auskommt, kann man eigentlich zuverlässig davon ausgehen, daß sie erfolgreich ist – für die Unternehmer wie für deren Kunden.
Ich habe den oben zitierten Nachwuchs um seine Zustimmung (ziviljuristisch sauber: Einwilligung – habe ich bei W&A mal gelernt und bis heute nicht vergessen ;-)) zur Veröffentlichung seiner eMail gebeten; er schreibt mir zurück:
… das ist motivierend, dass so ein [censored crh]-Strafrechtler auch bei A&L bzw. damals Wegner Abels war.
Das Rep ist auch sehr gut. Bin mir nur nicht sicher, wie das alles in 6 Monaten zu machen ist …
Ich bin da optimistischer: Wenn der Stundenplan, den ich seinerzeit von Repetitoren bekommen habe, auch nur annähernd so kleinteilig ist, daß er für Mittwochmorgens zwischen 8 und 10 Uhr den Frühsport vorschrieb, klappt das in der kurzen Zeit.
Das Studentenleben ist eben intensiv und hart – meins jedenfalls war es, auch (und ganz besonders) außerhalb von Wegner & Abels. 8-) Der Erfolg kommt dann ganz von anneleine …
Centnerweise Zahlungen
Irgendwie hatten sich der Rechtsanwalt Rudolf Redlich und sein Mandant Wilhelm Brause nicht mehr so richtig lieb. Die beiden hatten unterschiedliche Vorstellungen über die Höhe der von Brause an Redlich zu zahlenden Vergütung.
Runde 1: Gericht
Da man sich nicht einigen konnte, nahm der Rechtsanwalt Redlich erst die Hilfe seines Kollegen, Rechtsanwalt Pius Postulationis, und der dann die eines Richters in Anspruch. Am Ende entschied der Richter, der Brause müsse noch 150 Euro an den Redlich zahlen.
Runde 2: Trotzphase
Zornig teilte Brause dem Redlich mit, er habe keinen Anspruch auf Überweisung des Betrages, sondern nur auf Barzahlung. Und er werde die Zahlung nicht an ihn – SIE WILL ICH NIE WIEDER SEHEN! – sondern nur an Rechtsanwalt Pius Postulationis zahlen. Das war dem Redlich Wurscht, Hauptsache, Brause zahlt jetzt überhaupt.
Runde 3: Münztransporter
Ein paar Tage später erschien Brause bei Postulationis mit einer schweren, klappernden Blechbüchse. Die 150 Euro waren da drin; in Münzen. Die beiden größten Münzen waren 2 Euro-Stücke, ein paarmal 1 Euro am Stück, die meisten aus Kupfer. Pius Postulationis konnte dem Wilhelm noch schnell mitteilen, daß er das Metall nicht haben wollte. Brause reagierte nicht, verließ die Kanzlei und die Büchse blieb auf dem Counter stehen.
Runde 4: Pfänder
Der Zirkus ging dann also in die vierte Runde – die Zwangsvollstreckung. Brause jaulte auf, als ihm Gottfried Gluffke, sein Arbeitgeber, mitteilte, daß er soeben über eine unmittelbar bevorstehende Lohn- und Gehaltspfändung informiert wurde.
Die Zahlung mit dem Blech war nämlich nicht geeignet, die Forderung des Redlich auszugleichen. Gluffke, der alte Fuchs, kannte nämlich eine Dunkelnorm, die er dem Brause auf seinen Arbeitsplatz legte: Die
VERORDNUNG (EG) Nr. 974/98 DES RATES vom 3. Mai 1998 über die Einführung des Euro
So ähnlich formuliert hat das auch unser freundlicher Gesetzgeber in Nationales Recht gegossen: § 3 Münzgesetz.
Runde 5: Dauergenerve
Brause muß die Büchse also wieder abholen und entweder „vernünftiges“ Bargeld mitbringen oder überweisen. Brause entschied sich erst einmal fürs Abholen. Und da er nun auch diesen Rechtsanwalt Pius Postulationis nicht mehr lieb hatte, wollte er ihm noch eins mitgeben: Er richtete einen Dauerauftrag über 1 Euro ein, zahlbar über 150 Monate, jeweils am Ersten.
Runde 6: Gehobene Rechnung
Bereits nach der ersten Teil-Zahlung erhielt Brause von Postulationis eine Rechnung, über die angefallene „Hebegebühr“.
Hebegebühren gem. RVG VV Nr.1009
Hebegebühren fallen an, wenn der Rechtsanwalt Zahlungen für den Mandanten entgegennimmt und diese dann an den Mandanten auskehrt. Mit den Hebegebühren sollen die Kosten abgedeckt werden, die der Rechtsanwalt durch Tätigung der Überweisungen und für zusätzliche Sorgfaltspflichten hat. Für jeden Auszahlungsbetrag fallen die Kosten gesondert an.
Quelle: Rechtsanwaltsgebühren.de
Die Rechnung von Rechtsanwalt Postulationis an Brause lautete also:
(Mindest-)Hebegebühr für die Zahlung von 1 Euro: 1,00 Euro, zuzüglich Umsatzsteuer 19 Cent, macht insgesamt 1,19 Euro.
Runde 7: Schnappatmung
Es hat noch ein, zwei Tage gedauert, bis der Adrenalinspiegel von Brause wieder soweit gesunken war, daß er imstande war, den nun noch offenen Gesamt-Betrag von 150,19 Euro zur Anweisung direkt an Rechtsanwalt Redlich zu bringen.
Endrunde
Bei einem leckeren Abendessen, gemeinsam mit den jeweiligen Gattinen, entschieden sich die Kollegen Redlich und Postulationis nach dem dritten mit gutem Wein begleiteten Gang, auf die Geltendmachung von Verzugszinsen zu verzichten.
—
Besten Dank an den Rechtsanwalt Malte Dedden, Kehl, für die Anregung zu diesem Beitrag und die Aufdeckung dieser Dunkelnomen.
Aktive Sterbehilfe bei easyJet
Offenbar hat es für den Fluggast, ein guter Bekannter, keine Alternative gegeben: Er konnte den Billigflieger nicht vermeiden. Der Mensch ist aber enorm leidensfähig, also Augen zu und rein in den easyJet.
Als er dann – auf irgendeinem Sitz, der zufällig noch frei war – Platz genommen hatte und die Augen wieder öffnete, hätte ihn bald der Schlag getroffen:
Den Engländern eilt nun gerade nicht der Ruf von Gourmets voraus. Aber daß diese Insulaner nun versuchen, mit Kaffee aus Beuteln ihre Opfer Fluggäste umzubringen, hätte ich nicht geglaubt. Wenn ich diesen Aufkleber an der Rückenlehne eines Flugzeugsessels nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.
Vorlesung
Urkunden werden durch ihre Verlesung als Beweismittel in das Strafverfahren eingeführt. Auch Ergebnisse von DNA-Analysen. Zum Beispiel so etwas hier:
Das sind dann die Momente, in der sich die Verteidigung recht entspannt zurücklehnen und Blogbeiträge schreiben kann. ;-)
Die Richter wechseln sich dann beim Vorlesen der gar nicht so wenigen Analysen ab; kein beneidenswerter Job, denn es kommt auf jedes Detail an. Auch und gerade hier auf die unscheinbaren Klammern. Gewissenhafte Richter wissen das und lesen jedes Komma, jeden Punkt und jede Klammer mit vor. Auch aus Rücksichtnahme auf die Entspannung der Strafverteidiger, die sonst blitzartig wieder aufrecht im Stuhl sitzen.
Distanzgemindert
Seit 2008 ist Herr S. mein Mandant. Er sitzt seit dieser Zeit in der Psychiatrie, im Maßregelvollzug. In den letzten anderhalb bis zwei Jahren hatte er sich gut entwickelt. Er wurde sukzessive „gelockert“ und es stand der Wechsel in ein betreutes Wohnen außerhalb der Klinik unmittelbar bevor.
Diese Mitteilung der Klink an mich deutet darauf hin, daß es mit weiteren Lockerungen eher düster aussieht, jedenfalls in absehbarer Zeit.

Der Mann ist 26 Jahre alt. Er war 21 als er verhaftet und eingeliefert wurde. Bis dahin hatte er eine klassische Heimkarriere hinter sich. Seine Mutter hatte (unter anderem) ein Alkoholproblem, auch während der Schwangerschaft. Sie ist schon seit über zwei Jahrzehnten Patientin einer anderen Psychiatrie im Südwesten der Republik.
Herr S. hatte im Grunde nie eine reelle Chance auf ein freies und selbstbestimmtes Leben.
Verfahren gegen Strafverteidiger eingestellt
Nach zähem Ringen und unter Aufwendung des gesamten Repertoires eines Fachanwalts für Verkehrsrecht wurde das Verfahren gegen den Strafverteidiger einem (einigermaßen) gerechten Ende zugeführt.

Besten Dank an den besten Verkehrsrechtler am Paul-Lincke-Ufer 42-43!
Telegrafische ?berweisung HINWEIS
Ich fürchte, daß diese Übersetzung nicht von einem für die Berliner Gerichte und Notare allgemein beeidigten Dolmetscher übersetzt wurde. Vielleicht fehlte Herrn Hon. Dr.Benjamin Owen das dazu notwendige Honorar?
Barclays Bank Plc
1 Churchill Place
London, E14 5HP , United Kingdom
http://www.barclays.co.uk
Tel: +44-702-403-2041
Fax: +447043071539Lieber Geehrte Kunde,
Telegrafische ?berweisung HINWEIS .
Wir werden hiermit offiziell mitteilen, zu Ihrem Fonds telegrafische ?bertragung durch unsere Bank , Barclays Bank ( UK) Plc Vereinigtes K?nigreich, auf Ihr Bankkonto , die offiziell von der Leitung der Weltbank Schweizer ( WBS) , die Summe der US-Kredit genehmigt $ 5.500,000.00 M Dollars auf Ihr Bankkonto .
Beachten Sie , dass ich die Bearbeitung Ihrer Zahlung und alles, was in Bezug auf die sofortige ?berweisung von Ihrem Fonds wird innerhalb k?rzester Zeit durchgef?hrt werden ab dem Zeitpunkt wir Ihre Unten ben?tigten Informationen gestartet.
Auch dar?ber informiert, dass der Gouverneur von Barclays Bank Plc auf Ihrem Avis und eine Kopie der Beratung unterzeichnen wird der Weltbank in Schweizer Rekord f?r einige Zwecke zugesandt werden. Inzwischen Ihre Informationen und Ihre vollst?ndigen Kontaktdaten wurden aus unserer Forschung manager.Barrister Sarah Collins eingehen, werden in Ihrem Namen zu handeln, um eine None Residential Unbedenklichkeitsbescheinigung zur sofortigen Ver?ffentlichung Ihres Fonds zu erhalten.
Dieser Fonds war Teil der eingereichten verstorbenen Pr?sidenten Saddam Hussein im Irak Entdeckung Fonds mit der Weltbank in der Schweiz, welche die Swiss Bank beschlossen, es gro?z?gig zu verteilen, um einige gl?ckliche Menschen zu helfen ist , und die Europ?ische Union ist im Einvernehmen mit der Swiss Bank zu verteilen der Fonds zu 700 hunderttausend Menschen in Amerika, Europa und Asien und Afrika in anderen zur Verbesserung ihrer Unternehmen.
Daher bekr?ftigen die die folgenden Informationen genau , weil dieses Amt nicht leisten k?nnen, haftbar gemacht werden f?r falsche ?bertragung von Finanzmitteln oder haftendem eines Fonds in eine unbekannte gutgeschrieben.
Das einzige, was von Ihnen verlangt wird , um die Non- Residential Unbedenklichkeitsbescheinigung zu erhalten , damit wir Ihrem Konto direkt per ?berweisung oder ?ber irgendwelche unserer entsprechenden Banken und schicken Sie Kopien der ?berweisung Release Dokumente an Ihnen und Ihrem Banker zur Best?tigung .
Sollten Sie unsere Richtlinien folgen , wird Ihr Fonds gutgeschrieben werden und spiegeln sich in Ihr Bankkonto innerhalb von f?nf (5) Bankarbeitstagen ab dem Tag, Sie erhalten diese Non- Residential Unbedenklichkeitsbescheinigung .
F?r weitere Informationen und Unterst?tzung auf dieser ?berweisung Mitteilung ,
Bitte senden Sie IhreVollst?ndiger Name:
FULL CONTACT ADRESSE:
Telefon-und Faxnummern :
Direkt auf meine Email: barba.nkplc@live.com
Mit freundlichen Gr??en ,
Hon . Dr.Benjamin Owen
Leiter, Internationale Banking Division .
Barclays Bank PLC , UK
Es ist immer wieder belustigend, mit welchem Optimismus manche Menschen ausgestattet sind.
Bitte weiterleiten an: Abteilung für Fanartikel
Eine eMail der besonderen Art mit dem Betreff der Überschrift zu diesem Beitrag erreichte unsere Kanzlei am Samstag:
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte senden Sie mir, sofern überhaupt möglich, kostenlos einen Kugelschreiber oder auch einen Bleistift zu.
Natürlich würde ich mich auch sehr über ein Fan-Shirt (L) oder etwas für den Bereich Laptop / PC freuen.
Wenn es Ihnen möglich wäre, mir einen Teil dieser Dinge zusenden zu können, würde mich das sehr freuen.
Vielen Dank für Ihre Mühe.
Mit freundlichem Gruß
Dietrich P(*)
Wir leben in einer sonderbaren Welt.
(*) Der Gedanke daran, den vollständigen Namen dieses Schnorrers mit seiner kompletter Adresse hier zu veröffentlichen, war schon verlockend. Aber mein zivilrechtlicher Medienberater hat mich mal wieder ausgebremst.
Big Data: Der Begriff und das Problem
Big Data bezeichnet ein Bündel neu entwickelter Methoden und Technologien, die die Erfassung, Speicherung und Analyse eines großen und beliebig erweiterbaren Volumens unterschiedlich strukturierter Daten ermöglicht. Was genau steckt dahinter und wo ist das Problem?
Sabine Horvath, Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Dienste im Deutschen Bundestag, beschreibt sehr anschaulich, was bereits ist und was da noch alles auf uns zukommen wird: Hier (PDF). Interessant für die Ich-hab-nichts-zu-verbergen-Fraktion und für diejenigen, die immer noch irrg davon ausgehen, sie könnten sich irgendwie in einer vermeintlich anonymen Menge verstecken.
Kommentare deaktiviert für Big Data: Der Begriff und das Problem
Zum Glück gibt’s Rückwärtsgänge
Erst hupen, und dann kneifen. So sind’se, die Autofahrer:
Nun gut, das sah ja auch nicht so aus, als wollte der Rollerfahrer jetzt nur spielen.
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