Monatsarchive: April 2007

Haftbefehl wegen Puddingwerfen

Geplant: Berlin. Bombenanschlag auf US-Vizepräsidenten – Elf Verschwörer gefaßt.
Mit Bomben und hoch explosiven Chemikalien, mit Sprengstoff gefüllten Plastikbeuteln – von den Terroristen „Mao-Coktail“ genannt – und Steinen haben Berliner Extremisten einen Anschlag auf den Gast unserer Stadt vorbereitet.

Quelle: Bild

Darauf beantragte die Staatsanwaltschaft mit folgender Begründung den Erlaß eines Haftbefehls:

Die Beschuldigten gehören einem extremistischen Personenkreis an, deren erklärtes Ziel es ist, durch gezielte Propaganda und Protestaktionen sowie öffentliche Demonstrationen gegen die bestehenden politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin zu protestieren. Sie haben in Übereinstimmung mit den Zielen dieser Personengruppe Verbindung zu Institutionen und Stellen außerhalb des Geltungsbereichs der hiesigen Strafprozeßordnung und sind daher in der Lage, sich jederzeit ungehindert durch ihre Übersiedlung in den sowjetisch besetzten Teil Deutschlands oder des Auslands der Strafverfolgung zu entziehen.

In Freiheit befindlich würden die Beschuldigten die in Frage kommenden Beweismöglichkeiten für die Sachaufklärung und Überführung an der vorgesehenen Aktion durch gezielte Absprachen untereinander verhindern, da ein Teil der Obenangeführten in Wohngemeinschaft (so. Kommune) miteinander lebt.

Quelle: Ermittlungsakte zu 1 P Js 236/67, Blatt 113-115

Dem Antrag wurde nicht entsprochen. Es ging den „Terroristen“ um das Werfen von Pudding, Kuchen, Mehltüten und Superbällen. Am 6. April 1967. Anläßlich des Besuches des US-Vizepräsidenten Humphrey in Berlin.

Pudding

(Zitiert nach/aus: Ulrich Enzensberger, Die Jahre der Kommune I)
Foto: pixelio.de

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Es geht wieder los

Eines der schlimmsten Vergehen überhaupt: Motorraddiebstahl. Und das dann auch noch am Karfreitag. In der Hölle sollen sie schmoren!

Diebstahl

Zwei Motorraddiebe sind Karfreitag früh in Reinickendorf von Zivilpolizisten auf frischer Tat ertappt und festgenommen worden. Gegen 4 Uhr waren die Beamten auf die beiden 21 Jahre alten Männer in der Holzhauser Straße aufmerksam geworden, wie sie sich an einer abgestellten „Kawasaki“ zu schaffen machten. Als die Männer das Motorrad auf einen Hinterhof eines Hauses im Jacobsenweg geschoben hatten, griffen die Polizisten zu. Ein Transporter, mit dem das Krad abtransportiert werden sollte, wurde beschlagnahmt und die Festgenommen der Kriminalpolizei überstellt.

Quelle: Polizeiticker auf Berlin.de
Foto: pixelio.de

Es ist gut zu wissen, daß die Polizei aufpaßt. Den Diebstahl meiner KTM Duke vor 2 Jahren hat sie leider weder verhindern, noch aufklären können.

Man sollte eben daran denken, wenn man das gute Stück irgendwo abstellt, daß die Welt voller Bösewichte ist.

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Flott unterwegs

Elsenbruecke

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Friedrichshain wurden in der vergangenen Nacht zwei Motorradfahrer festgestellt, die erheblich zu schnell waren. Kurz nach 22 Uhr maßen Beamte des Verkehrsdienstes der Direktion 5 mit einem Lasergerät auf der Elsenbrücke bei erlaubten 50 km/h bei den beiden Kradfahrern Geschwindigkeiten von 121 bzw. 123 km/h, als diese in Richtung Markgrafendamm unterwegs waren. Außerdem wiesen die Hinterreifen beider Kräder keine ausreichende Profiltiefe auf. Sie müssen mit vier Punkten in Flensburg, drei Monaten Fahrverbot und mindestens 425 Euro Bußgeld rechnen.

Quelle: Polizeiticker auf Berlin.de

Die Brücke verläuft über die Spree und hat eine Länge von etwa 185 Metern und eine Breite von 34,60 Metern. Das verlockt natürlich, insbesondere dann, wenn – wie nachts – kein oder kaum Verkehr unterwegs ist.

Ich frage mich allerdings, wie die Polizisten mit einem Lasergerät gleich zwei Moppedfahrer auf einen Streich gemessen haben wollen.

Zusätzlich zu den angegebenen Sanktionen – das ist der Tarif für’s Zu-Schnell-Fahren – könnten noch ein Bußgeld in Höhe 75 Euro und drei Flens auf dem Bußgeldbescheid ausgeworfen werden – für die Glatzen auf den Gummis.

Unterm Strich wären das (ohne Verfahrenskosten) 500,00 Euro, sieben Punkte und drei Monate BVG. Ganz schön happig für einmal kurz am Kabel ziehen.

Wenn man dann nicht weiß, wie man sich dagegen wehrt, dürfte die Saison gelaufen sein.

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Mopped made by Rechtsanwalt

Ein ehemaliger Anwalt beschloss vor 16 Jahren, Motorräder zu bauen, „wie es sie noch nie gab„.

Confederate

Sie sind urwüchsig, roh und schön zugleich. Seit 16 Jahren baut der Rechtsanwalt Matt Chambers mit seiner Motorradmarke Confederate Motorräder, durch die das Wort Höllenmaschine einen Sinn erhält. „Keine Kompromisse“ lautet Chambers Motto, der nach eigenen Worten „die potentesten Fahrzeuge auf diesem Planeten“ baut.

Weitere Bilder auf der Fotostrecke

Quelle: Manager Magazin
Link gefunden in der Handakte

Nur gut, daß ich kein Manager bin und deswegen ein ordentliches Mopped fahren darf.

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In Tegel stinkt’s

Schimmel

In der Justizvollzugsanstalt Tegel ist es für die Häftlinge nicht nur ganz schön eng, einigen stinkt es auch. Und zwar nach Schimmel.

Quelle und mehr: taz 5.4.07
Foto: pixelio.de

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Verladetechnik

Nun weiß ich endlich, wie ich das Mopped bequem in den Transporter bekomme:

Fröhliche Ostern!

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Berliner Knackis schmoren länger

Knast

In keinem anderen Bundesland sitzen Gefangene so lange ein wie in Berlin. Selbst Bayerns Häftlinge kommen früher auf freien Fuß. Grüne: Knästen mangelt es an Personal für die Resozialisierung

Schon lange geht die Klage in der Stadt: Berlins Knäste sind zum Bersten voll. Kein Wunder, könnte man jetzt meinen: Was die Praxis der vorzeitigen Haftentlassung betrifft, ist Berlin bundesweites Schlusslicht.

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts können lediglich 9,15 Prozent der Berliner Häftlinge vor Ablauf ihrer Freiheitsstrafe den Knast verlassen. Am frühesten entlässt Schleswig-Holstein: Dort kommt fast jeder dritte Häftling vorzeitig auf freien Fuß. Und selbst Bayern lässt 19,61 Prozent der Häftlinge früher gehen. Der Bundesschnitt liegt bei 18,65 Prozent.

Quelle: Felix Lee in der taz

Justizsprecherin Barbara Helten meint dazu:

Kommt es zu einer Haftentlassung, müssten die Häftlinge dem auch zustimmen. Sie habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass viele darauf verzichten.

Ah-ja. Und Käse ist ein Gemüse!

Liegt es vielleicht daran, daß die Häftlinge in den meisten Fällen keinen Verteidiger haben, der ihre Interessen bei den Strafvollstreckungskammern des Landgerichts vertritt? Es wird wohl so sein, weil Häftlinge einerseits einen Verteidiger nicht finanzieren können. Andererseits wird kein Pflichtverteidiger bestellt; aus Kostengründen.

Foto: pixelio.de

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Berlins Polizei – Alte Männer hat das Land

Die Berliner Polizei werde immer älter, während die Altersstruktur der Täter gleich bleibe, erklärte Pfalzgraf. Knapp 52 Prozent der Tatverdächtigen seien heute unter 21 Jahre alt. „Das heißt, dass sie in einer körperlich guten Verfassung sind“, unterstrich der Gewerkschafter.

Der Altersdurchschnitt der Polizisten ist nach Angaben der Polizeigewerkschaft vom Jahr 2000 mit 38,26 Jahren auf 40,28 Jahre im Jahr 2006 gestiegen.

Quelle: Berlins Polizei: Mit dem Krückstock auf Streife? – Aktuelle Nachrichten von Tagesspiegel Online

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Genug geärgert

Nachdem wir uns nun in ausreichendem Umfang über unfreundliche Gerichtsentscheidungen geärgert haben, möchte ich an dieser Stelle doch mal etwas höchst Erfreuliches veröffentlichen:

tremola.jpg

Warum sitze ich eigentlich hier noch vor dem doofen Rechner statt auf dem Mopped? :-)

Foto: pixelio.de

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Förderung von Anwaltskanzleien

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn fördert (auch) Anwaltskanzleien durch die Finanzierung von Beratungsdienstleistungen.

Vorgesehen sind Förderungen von „Allgemeinen Beratungen, Existenzgründungsberatungen, Existenzaufbauberatungen, Umweltschutzberatungen“. Weitere Hinweise des BAFA zum Thema gibt es hier.

Verständlicher erläutert (pdf) die ABC AnwaltsBeratung Cosack die Förderungs-Möglichkeiten und -Bedingungen in einem Beitrag für die „HAV – Info“, dem Informationsblatt des Hamburgischen Anwaltvereins.

Auch – und gerade – seit Jahren bereits bestehende Kanzleien profitieren von der Beratungsleistung der Anwaltsberaterin Ilona Cosack.

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