Die Aktenzeichen der (Berliner) Strafjustiz |
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Die Aktenzeichen der Strafjustiz erscheinen befremdlich, wenn man nicht weiß was hinter ihnen steckt. Wenn man sie "lesen" kann, bekommt man erste Hinweise auf die Art bzw. auf den aktuellen Stand des Verfahrens und erkennt, welche Stelle die Sache bearbeitet. Das Aktenzeichen stellt also für den, der mit der Strafjustiz in Kontakt kommt, eine erste Hilfe dar. Was steckt nun hinter den Kürzeln?
Die Struktur Ein Aktenzeichen besteht in der Regel aus drei Elementen. Ein Beispiel
249 Ds 125/07
249 Diese (erste) Ziffer bezeichnet die Nummer der Abteilung des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft, bei der die Sache bearbeitet wird. Hier ist es die "Abteilung 249". 125/07 Diese Ziffernkombination teilt mit, daß es sich um Verfahren Nummer 125 im Jahr 2007 handelt. Die Profis lesen: "Hundertfünfundzwanzig aus null-sieben". Ds
Kürzel der Staatsanwaltschaft Js KapJs OpJs WiJs StJs UmwJs MüJs JuJs PLs
Kürzel des Gerichts Gs Ds Cs - (Bindestrich) - (Bindestrich)
Es gibt noch einige weitere Kürzel, die unterschiedliche Verfahren oder Verfahrensabschnitte bei Staatsanwaltschaft und Gericht bezeichnen, mit denen jedoch die Öffentlichkeit seltener zu tun bekommt. Nur auf ein besonders unangenehmes Kürzel möchten wir noch hinweisen: Wenn Sie irgendwann einmal Post von der Justiz bekommen und auf dem Umschlag erkennen Sie das Kürzel "VRs", müssen Sie damit rechnen, daß es sich um eine Ladung zum Haftantritt handeln könnte. VRs bezeichnet Strafvollstreckungssachen.
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