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DHL – Die Reaktion auf die Beschwerde

Meine Strafanzeige gegen eine unbekannte DHL wegen diffuser Paket-in-der-Gegend-Verteilung blieb erwartungsgemäß beim Frachtführer nicht unbemerkt.

Via Twitter erhielt ich aber die Botschaft, daß @DHLPaket für Strafanzeigen nicht zuständig sei. Ich habe dann vorgeschlagen, die Überschriften auszutauschen und den Text statt mit „Strafanzeige“ mit „Beschwerde“ zu überschreiben. Damit war die Beschwerdestelle einverstanden.

Ich habe die DHL-Twitterer beim Wort genommen und eine höflich formulierte Beschwerde gemailt:

Das Friedensangebot hat der Kundenservice Social Media mit dieser eMail quittiert:

Immerhin hat Jürgen G. rund dreieinhalb Stunden gebraucht, um den Knopf für diesen Textbaustein zu finden. Inhaltsleer ist er aber nicht ganz. Bemerkenswert ist sein PS und der Hinweis auf den Paketkasten.

Ich fühle mich bestärkt darin, den Weg über die Strafanzeige und die Öffentlichkeit gegangen zu sein. Unverschämt. Arrogant. Unfähig. Das sind die Adjektive, die mir dazu und zu dem Beschwerdemanagement einfallen.

Den einzigen Nutzen, den meine Beschwede bis dato hatte, war die pünktliche und zuverlässige Zustellung des Materials für einen Samstags-Blogbeitrag.

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PS: Die Rechtschreibefehler in meiner eMail sind meinem heiligen Zorn geschuldet, den ich nur mühsam im Griff hatte.

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Strafanzeige gegen DHL

Nachdem bereits in der vergangenen Woche zwei von DHL transportierten (nicht: zugestellten!) Pakete statt in unserer Kanzlei, im Keller des Restaurants unten in unserm Haus gefunden wurden – eines davon mit dringend benötigtem medizinischen Bedarf, das andere mit einer Gerichtsakte aus Eilenburg – hatten wir am Dienstag erneut das Vergnügen.

Die Sendungsnachverfolgung, gestartet beim Versender, ergab, daß eine Lieferung privater Natur vom dem Zusteller „zugestellt bei: Nachbar“ wurde. Auf unserem Grundstück gibt es etwa 20 Nachbarn. Tolle Wurst, wenn man statt zu arbeiten, Pakete suchen darf.

Die Sendung wurde beim Nachbarn eine Etage tiefer gefunden. Und rein zufällig zwei weitere Pakete, die der DHL-Bote unserer Kanzlei zustellen sollte: Ein fettes Paket von der Staatsanwaltschaft Cottbus und eine Akte in Ordnergröße vom Landgericht Augsburg. Zufallsfund, würde der Durchsuchungsbeamte sagen.

Wir wurden nicht benachrichtigt. Weder durch einen Zettel, noch durch den Zustellungsversuch zu einer Zeit, in der drei ausgebildete Juristen in maximal 8 Meter Entfernung von einer nervigen Klingel am ruhigen Schreibtisch saßen und arbeiteten.

Ich verspreche mir durch den brisanten Inhalt der drei justiziellen Pakete nun ein wenig mehr Interesse bei den Strafverfolgungsbehörden. Ich würde gern das Gesicht der Herrschaften bei der DHL sehen, wenn ihnen die Post vom Polizeipräsidenten zugestellt (sic!) wird, der wegen des Verdachts einer Straftat gegen Unbekannt ermittelt. Bei Strafakten, die dem Zugriff Dritter preisgegeben werden, – so hoffe ich – hört der Spaß auch für Strafverfolger auf.

Nun hat es so ein DHL-Zusteller doch wahrhaftig geschafft, daß ich versuche mithilfe der Staatsgewalt unseren Paketzugang zuverlässig zu gestalten. Aber welche Alternative hat der gemeine DHL-Kunde denn sonst?

Deshalb: Vielleicht hilft ja so ein Ermittlungsverfahren ein bisschen … ich bin gespannt und werde berichten.

Update:

Die Akten haben wir mit folgendem Text an die Gerichte in Eilenburg und Augsburg sowie die Staatsanwaltschaft Cottbus zurückgeschickt:

… zusätzlich übersende ich Ihnen noch ein Konvolut meiner Strafanzeige vom [DATUM] gegen Unbekannt. Hintergrund dieser Strafanzeige ist, daß das Paket, mit dem Sie uns die Akten zur Einsichtnahme via DHL zugesandt hatten, nur zufällig den Weg in unsere Kanzlei gefunden hat. Die weiteren Details entnehmen Sie bitte dem Text meiner Strafanzeige.

Ich rege an, daß sich Ihre Verwaltung mit dem Versender in Verbindung setzt, um in Zukunft möglichst auszuschließen, daß die Originalakten durch Vorsatz, Nachlässigkeiten und/oder Organisationsversagen irgendwann einmal verloren gehen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen zur Verfügung.

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Bild: © Maik Grabosch / pixelio.de

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DHL – mal wieder nicht da!

Es ist unfassbar.

Jahrelang lief das prima mit dem Zusteller von DHL. Ein freundlicher, hilfsbereiter und zuverlässiger Mann. So ähnlich sind wir ja schließlich auch.

Und dann das:

Seit ein paar Monaten setzt das Unternehmen beinahe täglich andere Nasen ein, die die an uns gerichteten Pakete in der ganzen Nachbarschaft verteilen. Weil wir angeblich die Tür nicht geöffnet hätten.

Das Spielchen kennt man.

Aber daß sich die Schachtelschieber das auch bei einer Anwaltskanzlei trauen, in der regelmäßig von 9 bis 18 Uhr mindestens ein Leut, maximal acht Leute arbeiten, die dem „alten“ und den Zustellern anderer Unternehmen täglich die Tür öffnen! Nur diese DHL-Fritzen stehen angeblich wiederholt vor verschlosserer Tür.

Auf diesem Zettel sind mehrere Behauptungen schlichtweg falsch.

  1. Die beiden Pakete sind NICHT „da“!
  2. Sie sind auch nicht an dem Nachbarn ausgeliefert; der nimmt nämlich NIEMALS Pakete für andere an. Auch nicht ausnahmsweise. Nicht einmal für uns.
  3. Es wäre möglich gewesen, die Pakete bei uns abzugeben. Wir waren „empfangsbereit“ und „empfangswillig“. Aber vielleicht war der Zusteller nur zu faul, die zwei Treppen raufzujoggen.
  4. Die Pakete sind nicht auffindbar.

Wenn ich dann doch noch mal irgendwann auf die Titelseite der Zeitungen kommen sollte: Dann war der Grund ein DHL-Zusteller, der sich nicht schnell genug vor mir verstecken konnte.

Ich bin gespannt, wie sich das Spielchen jetzt weiter entwickeln wird, das ich gestern nachmittag angepfiffen habe.

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