Rocker

Nocker oder Razis?

Danke an die Donnerkatze für den Hinweis auf diesen ... Einzelfall.

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Engel und Banditen verboten

Um sieben Uhr früh durchsuchten 300 Polizeibeamte, darunter ein Spezialeinsatzkommando, Vereinsheime und zehn Wohnungen von Mitgliedern der „Hells Angels MC Charter Flensburg“ sowie der „Bandidos MC Probationary Chapter Neumünster“. Dabei wurde das Vereinsvermögen eingezogen. Das gestern ausgesprochene Verbot in Schleswig-Holstein begründete Innenminister Klaus Schlie (CDU) in Kiel: „Beide Vereine verstoßen gegen die Strafgesetze und richten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung.“ Dies belegten illegaler Waffenhandel, Körperverletzungen und versuchte Tötungsdelikte.

berichtet die Welt Online.

Es ist damit zu rechnen, daß noch von einem Gericht geprüft wird, ob die Verbote zu Recht ergangen sind. Die beiden Vereine sind wohl eher in der Lage, sich mit einem Rechtsmittel gegen das Verbot zu wehren, als die Handvoll Rocker des Chicanos MC Barnim, der im August 2009 verboten wurde.

Absehbar ist auch, daß nach den Verboten in Brandenburg und nun in Schleswig-Holstein auch andere Bundesländer auf den Zug aufspringen werden:

Die Verbote werden nach meiner Einschätzung dazu führen, dass der staatliche Druck auf die Hells Angels und Bandidos bundesweit zunehmen wird. Ich schließe nicht aus, dass andere Innenminister sich sehr genau darüber informieren werden, wie wir vorgegangen sind.

äußerte sich Klaus Schlie, Innenminister von Schleswig-Holstein gegenüber der Bikers News.

Schlie möchte sich aber nicht überall unbeliebt machen:

Ich wünsche allen Rocker- und Motorradclubs, die friedlich und gesetzestreu ihrem Hobby nachgehen, eine unfallfreie Motorradsaison.

wird er von Michael Ahlsdorf in der BN abschließend zitiert.

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Kein echter Erfolg der Polizei

Nun sind sie alle vier in der Obhut des Staates. Der letzte der „Pokerräuber“ hat sich in der Nacht widerstandslos verhaften lassen.

Allerdings soll dies nicht die Folge klassischer Polizeiarbeit gewesen sein. Sondern das Ergebnis der Auseinandersetzung zwischen zwei arabische Großfamilien, die sich aktiv an der Ermittlungsarbeit beteiligt haben sollen: Zuerst verrät die eine Seite die andere und dann folgt die Retourkutsche.

Es gibt zwei weitere „Großfamilien“ in der Stadt, die sich auch nicht sonderlich lieb haben; aber miteinander im eisernen Schweigen gegenüber den Ermittlern verbunden sind. Aber die überfallen ja auch keine Pokertourniere.

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Die Forschung über die Hells Angels

Wer und was die Hells Angels sind, das erklärt uns Professor Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen:

Frage:
Wird diese Gruppe gefährlicher?

Antwort:
Ja, es besteht großer Anlass zur Sorge. Die Innenminister-Konferenz hat sich nicht umsonst bereits mit den Hells Angels befasst.

Weitere heiße Luft in dieser Temperatur findet sich in der fr-online.

Anlaß für dieses Interview war ein Polizei-Einsatz bei einem Member der Hells Angels in Anhausen (Kreis Neuwied, Nähe Koblenz), bei dem ein Polizeibeamter erschossen wurde (Bericht in der fr-online).

(Danke an doppelfish für den Hinweis.)

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Kaffeesatz und Hühnerknochen

Polizei fürchtet Racheakte der Rocker.

Bandidos gegen Hells Angels - Furcht vor Rache.

Angst vor blutigem Rockerkrieg.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost sind weitere Übertritte nicht ausgeschlossen.

Die Polizei befürchtet vor diesem Hintergrund Racheakte der Gangs.

Nach Einschätzung der Polizei ist das ein „bislang nie da gewesener Vorgang in der Geschichte der Rockerclubs“ und nur eine Frage der Zeit, bis es zu blutigen Racheakten kommt.

Wie die Berliner Morgenpost aus Sicherheitskreisen erfuhr, werden bundesweit weitere Übertritte nicht ausgeschlossen, sie gelten sogar als sehr wahrscheinlich.

Denn nicht alle Hells Angels sind nach Aussagen eines Ermittlers glücklich über die neue Entwicklun

Zudem müsse jetzt jederzeit mit Racheakten der alteingesessenen Bandidos gerechnet werden.

Dafür, dass auch Hells-Angels-intern Diskussionen über die Aufnahme der ehemaligen Feinde von El Centro entbrannt sind, spricht auch der Umstand, ...

Genau diese Zusammenarbeit könnte sich aber als sehr schwer darstellen,

Es ist fraglich, ob ...

Offensichtlich stehen aber auch im Rockermilieu finanziellen Interessen zunehmend gegen vermeintliche Ehrbegriffe.

Der „Berliner Seitenwechsel“ könnte nach Informationen dieser Zeitung nur der Auftakt für eine bundesweite Welle von Übertritten sein ...

Wie die Berliner Morgenpost aus Kreisen der Staatsanwaltschaft erfuhr, sollen Bandidos in den neuen Bundesländern mit ihrer Situation unzufrieden und damit zum Verrat bereit sein

Sollten weitere Rocker aus mehreren Bundesländern gleichzeitig überlaufen, hätte sich das Kräfteverhältnis zugunsten der Hells Angels umgekehrt

Die Bandidos werden nach Einschätzung der Polizei weiteren Übertritten nicht tatenlos zuschauen ...

Zwar gibt es einen Verdächtigen aus den Reihen der Hells Angels, beweisen kann man ihm bislang allerdings nichts ...

Nach Einschätzungen von Kripobeamten sei es nur eine Frage der Zeit, ...

Vielleicht dauert es noch etwas, ...

Zwar seien laut Berlins Polizeisprecher Frank Millert seit dem Wechsel bislang noch keine Straftaten verübt worden, seine Kollegen aus den Fachkommissariaten sowie der Spezialeinheiten beobachteten die Szene allerdings sehr genau.

Quelle: Michael Behrendt in der Berliner Morgenpost
Zitate aus einem (!) Artikel und Überschriften aus der Suche nach dem Begriff „Rocker“.

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wird berichtet, daß dem Journalisten der Kaffeesatz in den Kopf gestiegen ist. Oder so ähnlich. Dem Vernehmen nach soll nun auch bei den Medien über die Anschaffung eines neuen Recherche-Instruments nachgedacht werden. Nach den hier vorliegenden Informationen aus Delphi helfen den Zeitungsmachern auch ein paar Hühnerknochen weiter, sofern man sie (die Knochen natürlich) auf einen heiligen Stein wirft, wenn es eben keine Fakten gibt, über die berichtet werden kann. Denn irgendwie müssen die leeren Stellen zwischen der Werbung ja gefüllt werden.

Mir fällt der Fachbegriff dafür gerade nicht ein: Es wird solange geschwätzt über mögliche Ereignisse, bis sie dann allein wegen des Geschwätzes eintreten, damit die Schwätzer hinterher sagen können, sie hätte es ja genau gewußt ...

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Nach dem Übertritt: Und jetzt?

Der Farbenwechsel innerhalb der Rocker-Szene führt zur Frage, wie sich dieses Sakrileg nun weiter entwickelt. Fahren die zurück gebliebenen Bandidos nun Retourkutschen, wie die bürgerlichen Medien prognostizieren? Gibt es Nachahmer? In Jena wurden bereits „eindringliche Gespräche“ geführt, um einen weiteren Seitenwechsel zu verhindern.

Wie reagieren die Fundis unter den Hells Angels auf die Neuen im Club?

Am Wochenende hat es in Berlin hier wie dort Treffen der Clubs gegeben, so eine Art „runde Tische“ könnte man sticheln.

Bemerkens- und begrüßenswert ist übrigens die auffallende Zurückhaltung der dritten im Bunde: Die Jungs vom Gremium MC halten sich auffallend zurück.

Die Lage wird durch eine Pressemeldung des Hells Angels MC vom 4.2.10 auch nicht klarer:

Der HELLS ANGELS gibt bekannt:

Seit dem 3. Februar 2010 ist der Bandido MC El Centro geschlossen zum Hells Angels MC Nomads Turkey übergetreten.

Alle Spekulationen über Beweggründe wie z. B. geschäftlicher Natur, gleich von welcher Seite gestreut, weisen wir als pure Unterstellung zurück.

Das gilt ebenso für jegliche Mutmassungen, die mögliche Konsequenzen aufgrund dieser Entwicklung betreffen.

PR-TEAM 81

Berlin, 4. Februar 2010

Popcorn und Bier, mehr bleibt dem Zuschauer momentan wohl nicht.

Ach, so; bevor ich’s wieder vergesse: Die Hamburger Harley Days finden dieses Jahr nicht mehr statt. Aus Umweltgründen: Wegen starker Lärmbelästigung und hohen Verkehrsaufkommens. Aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema.

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Gremium-Rocker über Angels und El Centro

Der Mann stellt klare Bedingungen. Über seine Freunde aus dem Club, die er Brüder nennt, werde er nicht sprechen. Das sei eine Frage der Loyalität. Aber über den vergangenen Mittwoch könne man reden.

Ein Rocker des Gremium MC stellt sich den Fragen des Tagesspiegel.

„Am Mittwoch hat sich Erfahrung mit Militanz gepaart“, sagt er.

Aber so einfach, wie es sich darstellt, ist es nun auch wieder nicht:

Der Mitbegründer der deutschen Hells Angels, Rudolf „Django“ T., hat den Übertritt am Donnerstag bestätigt. „Die Männer sind bei den Bandidos ausgetreten und haben sich mit sofortiger Wirkung uns angeschlossen“, sagte T. am Donnerstag dem Tagesspiegel. „Die Neuen werden aber Teil der Hells Angels Türkei sein.“ Das habe nichts damit zu tun, dass die Ex-Rivalen Szenekennern zufolge von Centro-Chef Kadir P. geleitet werden und ein Großteil der Männer nichtdeutscher Herkunft ist. „Dass die Neuen der türkischen Sektion angehören, hat interne Gründe, über die ich nicht reden möchte“, sagte T. Die Berliner Ex-Bandidos, die als besonders militant gelten, fungieren nun als Sektion der türkischen Höllenengel in Deutschland.

berichtete der Tagesspiegel bereits am 5.2.2010.

Es bewegt sich was in der Hauptstadt. ;-)

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Kuttenwechsel bei Rockers

Bisher waren die Rocker der El Centro Supporter der Bandidos. Seit gestern tragen sie wohl ein anderes Colour. Angeblich sollen sie geschlossen mit 80 Mann zu den Hells Angels „übergelaufen“ sein, hört man in den einschlägig gut informierten Kreisen.

Das wird gewiß noch eine spannende Geschichte. Die ehemals „bunten“ Mitglieder stehen im Verdacht, einen „rot-weißen“ Angel vor einiger Zeit einmal mit einer Machete bearbeitet zu haben. Auch der Vorfall vor ein paar Monaten in Wartenberg, bei dem Michael B. um’s Leben kam, soll angeblich mit dessen Wechsel von den Hells Angels zu den Bandidos im Zusammenhang stehen, hört man aus der Gerüchteküche.

Ob dieser Kuttenwechsel nun gesund ist für die Clubszene in Berlin und Brandenburg, wird sich noch zeigen. Es bewegt sich jedenfalls etwas in der Region. Und die Rockerdezernate der örtlichen Polizeien haben Urlaubssperre.

update:
Einen ausführlichen Bericht findet sich nun auch in der Berliner Morgenpost (per Umweg über Google).

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Busfahrer gegen Hells Angels und Bandidos

Auf eine besondere Idee sollen die Brandenburger Ermittler gekommen zu sein:

Busfahrer sollen künftig die Polizei bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität in Brandenburg unterstützen. In den Kreisen Barnim und Uckermark seien daher Mitarbeiter von Busgesellschaften in Seminaren für das Thema sensibilisiert worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Bezug auf eine parlamentarische Anfrage. Da die Busfahrer vielerorts unterwegs und mit Funkgeräten ausgestattet seien, könnten sie der Polizei schnell Informationen über mögliche Vorkommnisse liefern.

berichtet die Berliner Morgenpost.

Viel unterwegs und Funkgeräte, das sind die Voraussetzungen, die die verdeckten Ermittler aus dem ÖPNV mitbringen müssen. Vielleicht wird aber auch noch auf das Einstiegsalter geachtet. Besonders die ältere Generation der Brandenburger Busfahrer könnte da noch Erfahrungen aus guten alten Zeiten für den V-Mann-Einsatz zu bieten haben.

Danke an die Donnerkatze für den Link. crh

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Abgehörte Verteidiger

Am Montag hat vor dem Landgericht Erfurt der Prozeß gegen sechs „Bandidos“ begonnen.

Den Männern auf der Anklagebank im Alter von 29 bis 40 Jahren legt [die Staatsanwaltschaft] 17 Straftaten – zumeist Gewaltdelikte – zur Last. Sie reichen von Messerstechereien, Schlägereien, bis hin zu Bedrohung, Nötigung, Beleidigung und Diebstahl. So soll unter anderem ein 38-Jähriger bei einer Massenschlägerei vor einer Disco in Weimar sein Opfer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben.

berichtet die Berliner Morgenpost in ihrer Ausgabe vom 14. Januar 2010.

Soweit, so normal. Offenbar ist die Schwurgerichtskammer in diesem Verfahren aber auf Krawall gebürstet.

Ein überflüssiger Konflikt wegen der Kutten der Rocker wird konsequent ausgetragen: Weil sich ein Angeklagter weigerte, die Weste abzulegen, wurde er mit einem Ordnungsgeld in Höhe von 500 Euro belegt. Zwölf Zuschauer durften das Gerichtsgebäude erst gar nicht betreten. Auch sie hatten sich geweigert, ihre Westen abzulegen. Was das Revisionsgericht später zu diesem Ausschluß der Öffentlichkeit sagen wird, bleibt abzuwarten.

Aber das ist noch das geringste Übel. Offenbar sind Gespräche zwischen Verteidiger und Mandant von den Ermittlungsbehörden abgehört worden. Insgesamt wohl mehr als 50 vertrauliche Telefongespräche in der Zeit von Januar bis Mai 2009 sollen aufgezeichnet worden sein, die nun als schriftliches Protokoll den Akten beiliegen.

Die Staatsanwaltschaft hält das alles für nicht sonderlich bewegend. Schließlich seien die aus derartigen Telefongesprächen erlangten Erkenntnisse nicht als Beweise genutzt wurden. Sagt man.

Da sind wir wieder. Eine Behörde, die den Rechtsstaat eigentlich schützen sollte, versteigt sich dazu, mit Methoden zu arbeiten, die einem totalitären Staat wie der ehemaligen DDR gut zu Gesicht gestanden haben.

Aus Sicht des Verteidigers war systematisch gegen das Tabu verstoßen worden, derartige Telefonate nicht abzuhören, um gezielt Erkenntnisse über seinen Mandanten, aber auch über die Arbeitsweise der Anwälte erlangen zu können.

liest man in der OTZ.

Oberstaatsanwalt Thomas Riebel wies das zurück. Das Gesetz schreibe nur vor, dass vertrauliche Mandantengespräche nicht zum Beweis erhoben werden dürfen. Es gebe keine Vorschrift, dass an einem solchen Punkt das Abhören unterbrochen werden müsse. Zudem sei keines dieser strittigen Telefonate in der Anklage aufgeführt, betonte er.

zitiert die Thüringer Allgemeine den Oberermittler.

Es bleibt abzuwarten, wie die Schwurgerichtskammer mit den Anträgen der abgehörten Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens umgeht.

Bei den Vorschriften hinsichtlich der Kleiderordnung hat das Gericht Konsequenz gezeigt. Schauen wir mal, wie die Richter auf die Stasi-Methoden der Staatsanwaltschaft reagieren.

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