Buchtip

Wochenend-Lektüre: Revision in Strafsachen

Soeben eingetroffen; rechtzeitig, damit ich auch am Wochenende keine Langeweile bekomme:

Nur gut, daß solche Schinken nicht jedes Jahr neu aufgelegt werden. Die Vorauflage (die sechste) stammt aus 1998.

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Buchtip: Medienarbeit für Rechtsanwälte

Der Autor des „Handbuchs für effektive Kanzlei-PR“, Uwe Wolff, ist ein Journalist, der den üblichen Vorurteilen eines Strafverteidigers entspricht. Und der die üblichen Vorurteile eines Reporters gegenüber Rechtsanwälten pflegt.

Entsprechend dieser anwaltlichen Sicht sind Journalisten

• käufliche Halunken,
• hinterhältig,
• ungebildet,
• neugierig,
• prinzipienlos,
• frech und unverschämt,
• schamlos,
• sensationslüstern,
• ungeduldig,
• haben weder Moral noch Rückgrat,
• haben keine Disziplin,
• tun alles für eine Geschichte bzw. eine „Story“ und
• verstehen keinen komplizierten Sachverhalt.

Nach Ansicht der Journalisten sind Anwälte

• Langweiler, Technokraten
• verknöchert, verstaubt
• halbseiden, prinzipienlos, käuflich
• berechnend, manipulativ, doppelzüngig
• Spielchen treibende Halunken, Strategen
• intelligent, aber ängstlich
• verstockt, steif, humorlos, konservativ, verklemmt
• selbstherrlich
• detailversessen.

Nachdem das also geklärt ist, unternimmt Wolff den Versuch, uns Anwälten die Scheu vor den Journalisten zu nehmen - wie ich meine, recht erfolgreich. Das Buch ist eine Bereicherung der Abteilung „Kanzlei-Marketing“ in meiner Bibliothek.

Ich hab’s gern gelesen und nun noch ein Vorurteil mehr: Wenn man weiß, wie diese Schreiberlinge funktionieren, kann man sie eigentlich doch ganz gut handhaben. Denn die beiden Gruppen haben - nach der darin zitierten Hella Dubrowsky - auch Gemeinsamkeiten:

Die Durchschnittsvertreter beider Berufe sind unglaublich trinkfreudig und trinkfest.

Was Wolff außerdem noch so treibt, kann man hier nachlesen.

Besten Dank an Uwe Wolff an dieser Stelle auch für die Werbung, die er in seinem Buch für dieses Weblog macht. 8-)

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Wahre Worte

Bumerang ist, wo wenn man wegwirft und kommt nicht wieder, ist keiner gewesen.

Zitiert nach Manfred Lütz in „Irre – Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.“

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Irre - Wir sperren die Falschen ein

Wenn man sich den Tisch anschaut, auf dem sich zu Hause meine Bücher stapeln, könnte ein findiger Psychologe durchaus Rückschlüsse auf meinen Job ziehen.

Manfred Lütz: Irre - Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.

Der Titel paßt auch auf die Strafjustiz. Irgendwie.

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